Lindau in alten Ansichten Band 1

Lindau in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Werner Dobras und Dr. C. Spuler
Gemeente
:   Lindau
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5421-5
Pagina's
:   104
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lindau in alten Ansichten Band 1'

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79. Am 18. September 1927 um 11 Uhr wurde diese Aufnahme gemacht. Zu dieser Zeit nämlich weihte man die neue Seebrücke ein, Der damalige Oberbürgermeister Ludwig Siebert, späterer bayerischer Ministerpräsident, hielt die Festrede. Die Kosten der neuen Brücke beliefen sich auf 454 117 Mark. Bereits im 13. Jahrhundert bestand ein hölzerner Übergang, der im 15. Jahrhundert durch einen steinernen ersetzt wurde. (Aus Sicherheitsgründen hatte sie zwischen dem zweiten und dritten Joch [von der Stadt aus] eine Zugbrücke) 1663 wurde auch die steinerne Brücke wieder abgebrochen und ein Jam später eine neue erbaut. Bei einem Sturm im J ahre 1817 wurde ein Teil der Brücke zerstört. Die Vorgängerin der jetzigen tat hundertundacht Jahre lang wen Dienst.

80. Bei der Brückeneinweihung im Jahre 1927 war einer der Höhepunkte der Blumenkorso, den auch eintretender Regen nicht verwässern konnte. In der hier abgebildeten Sänfte saß eine schöne Rokokodame mit weißer Puderperücke, die zwischen grünen Seidengardinen herausschaute. Getragen wurde sie von vier würdigen Herren, von denen wir zwei rechts im Bild sehen. Die Zahlen an den beiden 'Verkehrsmitteln' beziehen sich wohl auf Gründungsjahre von Vereinen, denn von diesen, dem Gewerbe und der Industrie, wurde der Korso in der Hauptsache gestaltet.

81. Im Jahre 1863 - damals wurde auch die Aufnahme gemacht - wurde das Gritscher'sche Dienstmännerinstitut gegründet, dessen Chef wir links außen auf dem Bild sehen, Als das königliche Postund Bahnamt in Lindau im Mai 1863 einen vierten Kofferträger beantragte, lehnte der Lindauer Magistrat das Ersuchen ab, weil er die 'Einführung eines Dienstmänner-Instituts beschlossen' hatte,

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82. An die Eingemeindung der Gemeinden Aeschach, Reutin und Hoyren am L Februar 1922 nach Lindau erinnert diese gemalte amtliche Festpostkarte. Die Vereinigungsfeier fand vom 15. bis 17. Juli statt. Das Bild zeigt die Ansicht der Insel, vom Westen her gesehen, im Hintergrund die Vorarlberger Alpenkette, Als vorläufig letzte Gemeinde wurde am 1. Januar 1976 Reitnau nach Lindau eingerneindet.

83. Auf dieser Postkarte aus dem Jahre 1901 interessiert uns vor allem die am 1. Dezember 1901 eingeweihte protestantische, neugotische Kirche, deren Baumeister Friedrich von Thiersch war. Die alte St. Gangolfkapelle (rechts) hatte kurz zuvor weichen müssen, Auf dem mittleren Bild ist der Pfarrhof mit dem Kriegerdenkmal zu sehen, das an der Stelle der ältesten romanisohen Leprosenkapelle stand. Aber auch dieses ist inzwischen längst abgebrochen worden.

84. Im Ortsteil Aeschach, damals noch selbstständige Gemeinde, stand die alte St. Gangolfkapelle, zu der der Grundstein am 13. Juli 1537 gelegt wurde. In späterer Zeit, so 1664 und 1716, wurde sie erweitert. Im Jahre 1767 wurden Turm und Fassadenpartie der Kirche völlig neu gebaut. Schließlich aber mußte die Kapelle doch der neuen, größeren protestantischen Kirche weichen, zu der am 24. April 1900 der Grundstein gelegt wurde.

85. Ebenfalls in Aeschach steht die im Jahre 1515 erbaute Krell'sche Kapelle. 1931 wurde sie renoviert; die Aufnahme zeigt noch den alten Zustand. Der daran schließende Friedhof wurde angeblich zur Entlastung der Begräbnisstätte auf der Insel nach einem großen Sterben, das in Lindau 1510 wütete, angelegt. 1831 wurde aus der Kapelle die städtische Leichenhalle (bis 1931). Ihren Namen hat das Gotteshaus von der Patrizierfamilie Krell (Kroel), die dafür eine Pfründe gestiftet hatte. Einer aus dieser Familie, der Lindauer Bürgermeister Oswald Kroel (verstorben 1534) ließ sich sogar von Albrecht Dürer malen; eine Kopie dieses Bildes hängt in den Städtischen Kunstsammlungen.

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86. Die Villa Toscana ist seit fünfzig Jahren (1926) Sitz der Lindauer Stadtverwaltung. Durch verwandschaftliche Verbindungen erwarb im Jahre 1862 Großherzog Ferdinand IV. von Toscana das ehemals Stoffelsche Landhaus gleich neben der Landtorbrücke. Vierzehn Jahre später, 1876, ließ er dort nach eigenen Plänen die hier abgebildete Villa Toscana erbauen. Bis zu seinern Tode im Jahre 1908 verbrachte der Fürst jeden Sommer in dem reizvoll am See gelegenen Landhaus. Das Foto entstand um das Jahr 1905.

87. So sah das Schloß Senftenau vor der Restaurierung um 1900 aus, Erwähnt wird das Schloß erstmals fast sechshundert Jahre früher, nämlich im Jahre 1344. Damals wurde die Senftenau von Graf Ulrich von Montfort an Kaiser Ludwig den Bayern verkauft. Ab 1356 wechselten die Besitzer des Wasserschlosses in Aeschach ständig, Lindauer Bürger benützten es mehr und mehr als Sommersitz. Ursprünglich wohl eine Art Wohnturm, ist es heute eine Vierflügelanlage um einen kleinen Innenhof. Der Wassergraben ist langst treekengelegt.

88. Seitdem sich am See im 19. Jahrhundert verschiedene Fürsten wie Großherzog Ferdinand IV. von Toscana, die Wittelsbacher Prinzen und Prinzessinnen Landhäuser errichten ließen, dauerte es nicht mehr lange, bis die Umgebung Lindaus auch beliebter Aufenthalt anderer vornehmer Familien wurde. So ist Schloß Moos Sitz der Grafen von Quadt gewesen, die erstmals 1834 als Besitzer des Schlosses nachzuweisen sind, Seine Bauzeit ist nach 1800 anzusetzen. Die dazugehörige Hauskapelle rechts im Bild ist eine neugotische Schöpfung.

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