Lindau in alten Ansichten Band 2

Lindau in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Werner Dobras und Dr. C. Spuler
Gemeente
:   Lindau
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2239-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lindau in alten Ansichten Band 2'

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EINLEITUNG

Im Jahre 1976 erschien in der gleichen Reihe bereits ein erstes Bändchen mit 100 Lindauer Ansichten, das ich noch mit dem damaligen Kulturreferenten zusammenstellte. Das Büchlein ist längst vergriffen. Als nun der Verlag an mich mit der Bitte herantrat, einen zweiten Band zu bebildern und zu beschreiben, sagte ich nur zu gerne zu. Lindau ist eine so schöne und sehenswerte Stadt, daß sie wohl ein knappes zweites Hundert von Ansichten verdient. Durch seine Insellage bedingt ist man, auch in den Zeiten der Abbrüche und modernen, hypermodernen Neubauten gezwungen gewesen, behutsam vorzugehen. Unüberlegte Veränderungen hätten gar zu schnell das Gesamtbild einer Insel empfindlich gestört.

So aber kommt es, daß sich auf den gezeigten Postkarten zwar Einzelheiten geändert haben, im ganzen gesehen aber das Bild doch in etwa das gleiche geblieben ist. Daß das eine oder andere trotzdem ver-

schwunden ist, mag bedauerlich, aber kaum vermeidbar sein. Oft ist es für die Denkmalpflege auch nicht so bedenklich, daß etwas vom Baubestand verschwindet als vielmehr die Frage, was an seine Stelle kommt. In den wenigsten Fällen ist schon vor Abbruch ein genauer Plan da, der zeigt, wie das Verschwundene ersetzt werden soll. Jedenfalls können die Lindauer, sieht man von Ausnahmen ab, mit dem Erhaltenen zufrieden sein. Immerhin sei an dieser Stelle aber angeprangert, daß man die alte, freilich baufällige Wittelsbacher Villa Amsee, 1848 vom bayerischen Königshause direkt am See, im sogenannten Märchenpark, errichtet, im denkwürdigen Jahr 1982 kurzerhand abgebrochen hat. Manchmal hat es eben doch auch Nachteile, wenn man gar zu viel Schönes, Sehenswertes, Historisches besitzt. Besitz macht bequem, heißt es in einem alten Sprichwort.

Was die Auswahl der hier gezeigten Postkarten be-

trifft, so habe ich mich bemüht, Karten vorzustellen, die nicht schon im ersten Band abgedruckt wurden. Zwei-, dreimal ist es mir nicht gelungen, da es sich um Bauwerke handelte, die man einerseits zeigen 'muß', von denen es aber andererseits keine anderen Ansichten gab. Da das erste Bändchen auf dem Büchermarkt ohnehin nicht mehr zu haben ist, dürfte das allerdings kaum ins Gewicht fallen. Waren die Bilder im vorigen Büchlein aus dem Bestand der Städtischen Kunstsammlungen Lindau ausgewählt worden, handelt es sich diesmal um Karten aus meiner eigenen, privaten Sammlung. Einige wertvolle Postkarten verdanke ich Herrn Georg Rehm aus Hergensweiler (bei Lindau), die der eifrige Sammler für 'sein' Heimatmuseum zusammengetragen hat, und der mir auch schon für ein anderes Büchlein in dieser Reihe, 'Der Landkreis Lindau in alten Ansichten', einige Karten zur Verfügung gestellt hatte. Postkartensammeln ist

inzwischen zu einem sehr teuren Hobby geworden und so manchem Leser dürfte es schwerfallen, für eine einzelne Karte einen Hunderter auf den Tisch zu legen. Da man Postkarten ebenso wenig wie andere Kunstgegenstände nur als Wertobjekte betrachten, sondern sich vor allem daran freuen sollte, dürfte das nun auf den Weg gebrachte Büchlein einen weiteren Zweck erfüllen. Es soll mit seinen alten Ansichten den Betrachter erfreuen und ihm zeigen, wie Lindau einmal war und wie es heute ist. Die beigegebenen historischen Daten mögen es auch zu einem, freilich unzulänglichen Stadtführer werden lassen.

Werner Dobras Kreisheimatpfleger

1. Lindau liegt im Bodensee. Wer's nicht glaubt, geh'selbst und seht Das wissen nicht nur wir, sondern offensichtlich auch schon die Leute um die Jahrhundertwende. Am 29. September 1901 wurde die Karte an einen frühen Postkartensammler, einen Pfarrer, abgeschickt, der sich sicher darüber gefreut haben wird. Frösche hört man heute nicht mehr am Lindauer Hafen. Aber Diebsturm, Peterskirche und Löwe, sie alle stehen noch an ihrem Platz. Das hier kaum erkennbare Maximiliansmonument (links oben) ist inzwischen den Weg alles Irdischen gegangen. Erfreulich hingegen ist, daß die Bretterstapel (rechts oben), die dem Brettermarkt ihren Namen gaben, längst abgeholt worden sind. Daß das Finanzamt und das Zollamt damals noch nicht standen, dürfte nur den mit der Geschichte sehr oberflächlich Vertrauten entzücken: damals wie heute wurde auch in Lindau gesteuert und gezahlt.

2. Mit dieser farbigen Karte lud der Deutsche und Österreichische Alpenverein zu seiner 15. Generalversammlung in Lindau ein, die vom 7. bis 9. September 1888 hier stattfand. Umrahmt von den Bergsteigersymbolen und den Vereinswappen schaut flüchtig hinskizziert die Insel Lindau und dahinter der etwa 2 500 Meter Säntis (Schweiz) hervor. Mit dieser Karte wurde Stadtpfarrer Gustav Reinwald eingeladen, der gleichzeitig auch das Amt des Stadtarchivars innehatte und nach dem heute draußen in Aeschach eine Straße benannt ist. Obwohl von auswärts kommend, ist er, nicht zuletzt durch seine Heirat, zu einem echten Lindauer geworden.

Lindau im Bodensee
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~ ., al ~ 3. Einen Überblick über die geographische Lage Lindaus gibt uns diese farbig gemalte Postkarte aus dem Jahre 1911. So wenig bebaut, wie es hier aussieht, war das Festland natürlich auch damals nicht. Schließlich muß man sich hier die bis 1922 selbständigen Gemeinden Aeschach und Reutin vorstellen. Was sich bis heute gottlob nicht geändert hat, ist die Bergwelt Vorarlbergs und der Schweiz: Pfänder, Künzelspitze, Lorena, Kanisfluh, Dreischwestem, Schesaplana, Hoher Kasten und Kamor. Hier auf dem Bild kann man sich den Rhein zwischen der Schesaplana und dem hohen Kasten denken, der vom Gebirge in den Bodensee fließt, wo er dann einen weiten Bogen bis nahe an Lindau macht, um schließlich bei Konstanz den See wieder zu verlassen. Lindau liegt auch am Rhein!

K 4844 Lindau und die Alpen

4. Am schönsten ist das Schwäbische Meer - wie man den Bodensee liebevoll nennt - natürlich im Frühjahr, wenn die vielen Obstbäume in der Umgebung in voller Blütenpracht stehen, wie hier auf der farbigen Postkarte, die im Jahre 1911 auf die Reise geschickt wurde. Die Luitpoldkaserne auf der Hinteren Insel steht schon, der heutige Seeparkplatz (links der Kaserne) war noch keine Notwendigkeit, Den Hintergrund auf der Postkarte bildet die Vorarlberger Bergwelt mit dem Gebhardsberg links im Bild.

5. Auf dieser farbigen Postkarte, die im Jahre 1910 auf die Reise geschickt wurde, hat uns der Fotograf ein Bild wiedergegeben, das er vom Ballon des Grafen Zeppelin aus gemacht hat, eine frühe Luftaufnahme. Im Vordergrund sehen wir die durch den 1853 entstandenen Bahndamm und die mehrmals erneuerte Seebrücke mit dem Festland verbundene Insel Lindau. Im Hintergrund erkermbar sind die inzwischen eingemeindeten Ortsteile Aeschach, Hoyren und Schachen. Der blaue Fleck links auf mittlerer Höhe ist in. den siebziger Jahren kleiner geworden. Hier wurde nämlich der See aufgeschüttet und für einen Parkplatz zweckentfremdet. Verandert hat sich aber auch inzwischen das Bahngelände und die rechte (östliche) Seite der Hafenpartie.

6. Einen Gesarntüberblick über die Insel Lindau um die Jahrhundertwende gibt uns diese farbig gemalte Postkarte. Auch wenn man davon absieht, einzelne Gebäude auf ihre Identität zu untersuchen, gibt es noch genug Verwunderliches. Sowohl auf der Hinteren Insel (der Teil links der Eisenbahnlinie) als auch bei der Seebrücke wurden inzwischen Erdaufschüttungen vorgenommen, die die Umrisse der Insel verändert haben. Auch fehlte damals noch die dominierende Luitpoldkaserne, dafür gibt es jetzt nicht mehr den Lokomotivschuppen (links im Bild).

7. Im Jahre 1899 ging dieser 'Gruß aus Lindau' auf die Reise. So gebirglerisch wie auf der Teilansicht, links, haben sich aber weder damals noch heute die Lindauer und die Gäste gegeben. Das Alte Rathaus zeigt noch die ursprüngliche Bemalung von 1885-1887, die inzwischen - nach einer Veränderung wieder neu in der alten Form aufgetragen wurde. Das Hotel 'Bad Schachen', unten, hat sich hingegen im Laufe der Zeit doch gewaltig verändert. Auf der Gesamtansicht fehlt ganz rechts im Bild die erst 1903 fertiggestellte Luitpoldkaserne und der erst in den siebziger Jahren entstandene Seeparkplatz rechts des Bahndammes.

Lindau im Boderisee

8. Heute hatten wir großartige Aussicht in's Gebirge, man meinte, es wäre nur eine Stunde weit, schrieb 1911 der Papa seiner daheimgebliebenen Familie zu dieser Karte. Nicht einmal ein halbes Jahrhundert später war das Gebirge von Lindau aus tatsächlich in dieser Zeit erreichbar - und wären nicht die Grenzen: es ginge noch schneller. Ob das freilich ein Vorteil ist, bleibe hier eine offene Frage. Das Postkartenbild zeigt uns, etwas schematisiert, die Insel Lindau mit der im Verhältnis etwas groß ausgefallenen Hafenanlage aus dem Jahre 1856, alles überragend der 33 Meter hohe Leuchtturm und der 'nur' sechs Meter große bayerische Löwe, der es auch denen verkündet, die es noch nicht wissen sollten: Lindau ist die einzige bayerische Stadt am Bodensee.

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