Lindau in alten Ansichten Band 2

Lindau in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Werner Dobras und Dr. C. Spuler
Gemeente
:   Lindau
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2239-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lindau in alten Ansichten Band 2'

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9. Heute wäre das Ereignis, das hier farbig gezeigt wird, ebenso aufregend wie damals, als die Reichstagsabgeordneten mit dem Zeppelin Lindau besuchten, Zeno Diemer aus München hat die Landung mit dem Pinsel festgehalten. Alles, was ein Boot hatte, war draußen auf dem See. Es wäre heute kaum anders, nur Ruderer würde man' kaum mehr sehen, Der Erfinder des Zeppelins, Graf Ferdinand von Zeppelin wurde am 9. Juni 1909 Lindauer Ehrenbürger. Nach ihm wurde eine Straße benannt, und draußen in der Villa Tannhof bekam eine Begonie seinen Namen.

10. Ein Bild, das wohl auch die heutigen Lindauer gerne einmal 'in echt' sehen möchten: die Landung des riesenlangen Zeppelins auf dem Schwäbischen Meer vor der Insel Lindau. Auf Booten werden die Zusteiger hinausgefahren und die ankommenden Fluggäste zum Festland gebracht. Hier hat der Fotograf ein historisches Ereignis im Bild festgehalten, nämlich den Flug der Mitglieder des Deutschen Reichstages im Jahre 1909. Auch eine Schießscheibe des hiesigen Schützenvereins erzählt von diesem Ereignis.

11. Nicht nur, wenn man zu tief in den bayerischen Bierkrug geschaut hat, sieht Lindau so entzückend aus. Auch als 'Zugereister' muß man sagen: Lindau ist so schön wie selten ein anderer Ort, wobei man freilich nicht gerade das hier gezeigte Bild vom Lindauer Hafen als Beleg dafür nehmen muß. Die den Maßkrug umschlingenden Hopfenranken gehören eigentlich auch kaum hierher. In Lindau wird der nämlich nicht angebaut, dafür aber seit einiger Zeit wieder Wein mit der Marke 'Lindauer Seegarten' etwa. Es ist - ich weiß es - kein schlechter!

12. Der Lindauer Hafen, wie ihn die Feuerwehrleute des 14. Bayerischen Feuerwehrtages, der hier von 8. bis 11. Mai 1925 stattfand, sozusagen mit nach Hause nehmen konnten. Wie viele Lindauer bedauern heute, daß es die prächtigen Raddampfer wie hier auf dem Bilde nicht mehr gibt! Die beiden großen Gebäude auf der rechten Seite der Postkarte sind das Zollamt unddas barock dreinschauende Finanzamt (rechts), die beide erst in unserem Jahrhundert gebaut wurden. Die beiden Kirchtürme gehören zur evangelischen Stephanskirche und zur katholischen Stiftskirche. Das baumumkränzte Gebäude im Vordergrund ist wie auch die (kaum erkennbaren) Schienen der Getreiderollbahn längst verschwunden, leider auch die Bäume.

Liride.u i. B. .

Partie am Hafen

13. Von der Römerschanze - auch Burg genannt - aus geht hier auf dieser farbigen Postkarte der Bliek zum Lindauer Hafen, an dem der alte Mangturm dominierend steht. Das im Vordergrund zu sehende Eisengeländer steht noch heute und umgibt einen winzig kleinen Park, in dem einmal zwei rörnischen Münzen gefunden wurden und der einstigen Schanze den Namen gaben. Dabei steht nicht einmal fest, ob es tatsächlich römische Soldaten waren, die das Geld verloren haben. Bis zum Neubau des Hafens im Jahre 1811 (er wurde nochmals 1856 anders gestaltet) stand auf der Römerschanze eine Jakobskirche und schon zuvor die Aureliakapeile, einer römischen Heiligen geweiht, die sich auf der Flucht vor ihren Verfolgern mit einem Sprung über den See hierher gerettet haben soil.

Eindau Î.]3.

14. Ein früher Postkartensammler hat diese Karte mit dem Bahnhofsviertel an einen anderen Samrnler verschickt. Er ermahnte den Partner: Auch denke daran, wie ist es der Brauch Ich warte auf Antwort, ich sammle auch! Und man muß zugeben: er hat ein recht schönes Motiv vom Bahnhof - es ist noch der alte vor 1914 - und dem Hotel 'Bayerischer Hof' ausgesucht. Möchte man sich ein Bild von 1983 vorstellen, muß man sich etwa die ganze linke Hälfte der Postkarte wegdenken. Sowohl der alte Bahnhof als auch die Brauerei im Hintergrund sind längst verschwunden.

15. Aus dem Jahre 1903 ist diese Postkarte, die uns einen Gruß vom 'Bayerischen Hof' übermittelt. Anno 1956 wurde das vornehme Hotel durchgreifend renoviert und den Fenstern leider die Sproßenteilung genommen. Sowohl zuvor als auch noch heute hat das Haus illustre Gäste gesehen. So waren im Jahre 1945 hier der deutsche Kronprinz und der Groß-Mufti von Jerusalem interniert. Wenigstens hatten sie eine schöne Aussicht auf den Hafen und die Berge. Der Bahnhof links im Bild ist längst einem neueren der Jahre 1914-1922 gewichen, und auch das Maximiliansmonument (links vom 'Bayerischen Hof') aus dem Jahre 1856 wurde, weil man aus dem Metall Kanonenkugeln machen wollte (was, wie sich dann herausstellte, nicht ging), in den dreißiger Jahren abgebrochen.

16. Der Bliek, den uns diese Farbpostkarte bietet, geht vom 33 Meter hohen neuen Leuchtturm auf die drei Hotels 'Bayerischer Hof', 'Reutemann' und 'Helvetia', Bei dem anlegenden Raddampfer handelt es sich um den 'Prinzregenten'. Links sehen wir ein Stück vom Bahnhofsplatz und rechts im Hintergrund den Diebsturm und die Spitze des Turms der alten Peterskirche. Ganz im Hintergrund rechts können wir das Aeschacher Ufer erahnen.

K 9367 Lindau i. B.

17. Ein Vorgang, der auch heute noch genügend Schaulustige anlocken würde, gäbe es ihn noch. Eben hat auf dieser undatierten Postkarte die Trajektfähre mit den Eisenbahnwaggons von der Mole abgelegt (oder will sie gerade anlegen? ), um die schwere Last von hier aus hinüber in die Schweiz zu bringen. Im Jahre 1937 wurde diese seit 1869 zwischen Romanshorn und Lindau bestehende Lastenverbindung eingestellt. Das Foto für diese Postkarte dürfte in den frühen dreißiger Jahren gemacht worden sein, obwohl es ziemlich zeitlos ist.

18. Vom Kunstmaler Heitinger wurde unter anderen auch dieses Motiv gemalt. Heitinger war zu Anfang unseres Jahrhunderts tätig und immerhin so bedeutend, daß er einen Auftrag erhielt, Bilder für einen Triester Lloyddampfer zu malen. Hier hat er den Mangturm und den 'Bayerischen Hof' abkonterfeit. Der Turm, der im 12. oder 13. Jahrhundert als Leucht- und Wachtturm errichtet wurde und seinen Namen von den einst hier stehenden Wäschemangen erhalten haben soll, bekam erst im vorigen Jahrhundert sein farbiges Zeltdach, 1856 mußte er seine Aufgabe zugunsten des neuen Leuchtturms abtreten. Ais Motiv für Maler und Fotografen ist er aber noch immer gesucht,

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