Lindau in alten Ansichten Band 2

Lindau in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Werner Dobras und Dr. C. Spuler
Gemeente
:   Lindau
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2239-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lindau in alten Ansichten Band 2'

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19. Einen fast südländischen Eindruck macht hier auf der Postkarte der Lindauer Hafen. Die anliegenden Dampfer nehmen Passagiere, aber vor allem auch Getreideladungen, die für die Schweiz bestimmt sind, auf. Gerade rollen, links im Bild, wieder einige Waggons mit Korn an und werden gleich in den gefräßigen Bäuchen der Schaufelraddampfer verschwinden. Im Hintergrund sehen wir, rechts vom Mangturm, die Abel-Villa, die um die Jahrhundertwende als Offizierskasino erbaut wurde. Ihren Namen hat sie von dem spendierfreudigen Major Ritter Max von Abel, der auch für diesen Bau reichlich Geld gegeben hatte. Das Finanzamt, heute rechts vom Abelbau stehend, wurde erst 1910 gebaut. Die Karte muß also im ersten Jahrzehnt fotografiert worden sein.

Llndau i. E., art:e arr I !3fe

20. Eigentlich ist dieses Foto, das der Lindauer Fotograf Kurt Scherbaum machte, noch gar nicht alt genug für dieses Postkartenbändchen. Es ist erst aus dem Jahre 1963. Trotzdern muß es unbedingt gezeigt werden, erzählt es uns doch von einem Jahrhundertereignis, von dem die Lindauer immer wieder gerne reden. 1963 war nämlich - was äußerst selten vorkommt - der Bodensee zugefroren, es war wieder einmal, wie es hier heißt, eine Seegfröme. Nicht nur mit diesem Ponny - es hieß Maxi konnte man den See begehen. Sogar Flugzeuge landeten auf dem See, um von hier aus Rundflüge zu veranstalten. Selbst Zeitungen wurden auf der Eisfläche gedruckt. Dem bunten Treiben bei Tag und Nacht konnten die Grenzpolizeibeamten da nur machtlos zusehen.

Hochwasser Lindau i. B.

Juni 1910 Partie beim Krahnen

21. Auch wenn Hochwasser in Lindau, das schließlich eine Insel ist, keine so ausgesprochene Seltenheit wie etwa die Seegfrörne ist, gibt es doch jedesmal Schaulustige wie damals im Jahre 1910, als diese Aufnahme gemacht wurde. Das große Gebäude mit den Stufengiebeln war gerade erst gebaut worden. Es ist das Zollamt. Der Platz davor ist der Rüberplatz, den sogar die Lindauer selbst selten genug mit Namen kennen. Rüber war königlicher Bauinspektor, der für Lindau mehrere Projekte geplant hatte. Im Hintergrund der Abelbau, der auf einer eigenen Karte beschrieben wird.

22. Sozusagen als Teleaufnahme stellt sich diese farbige Postkarte vor, die etwa den Bliekwinkel vorn neuen Leuchtturm aus wiedergibt: ganz vorne der bayerische Löwe aus dem Jahre 1856, dahinter das Finanzamt, ganz links, nur angeschnitten zu sehen, das Zollamt, beides Bauwerke unseres Jahrhunderts. Zwischen den beiden Staatsbauten sehen wir die Südseite des Englischen Instituts (Maria-Ward-Institut). Im Hintergrund dann die beiden Gotteshäuser: links der Turm der katholische Stifts- oder Marienkirche, rechts der der evangelische Pfarrkirche St. Stephan. Ganz rechts, unterhalb des Bergrückens, erkennen wir auch noch das barocke Dach des einstigen Damenstiftes, dessen Anfänge auf etwa das Jahr 800 zurückreichen.

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23. Die farbige Postkarte aus dem Jahre 1927 wurde nicht wegen des Panoramas, auch nicht wegen der Hafeneinfahrt für dieses Büchlein ausgesucht, sondern wegen des, oben links, abgebildeten Reichsplatzes. Noch immer kann man in dem Zigarrengeschäft seine Tabakwaren einkaufen, noch immer (etwa in der Bildmitte) im Hotel 'Seehof' übernachten. Und auch das Alte Rathaus und der LindaviaBrunnen stehen noch. Das Rathaus ist nur inzwischen wieder etwas farbiger (seit 1975) geworden, und den Lindavia-Brunnen müssen wir uns eigentlich weiter rechts denken. Nur würde er da auf dem Bild gar nicht mehr erscheinen. Im Mittelalter war hier ein Weingarten.

flötel Lindauer flof

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Dachgarten

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Aussicht vom Dachgarten des flötel. Lindauer flof

GruB aus lindau i. B.

24. Vorn Hotel 'Lindauer Hof', das inzwischen sein Aussehen doch etwas verändert hat, hat man auch heute noch - denkt man sich ein paar Bäume weg - die unten gezeigte Aussicht auf den Lindauer Hafen mit dem Mangturrn. Die Aufnahme wurde wahrscheinlich um das Jahr 1904 gemacht. Schon 1886 ist von einern Verkauf der damaligen Gastwirtschaft die Rede. 1921 wurde das stattliche Haus umgebaut, wobei man auch einen Stein mit der Jahreszahl 1715 entdeckte. Das Haus ist aber sicher noch um einiges älter. 1957 wurde ein neuer Balkon aufgesetzt, der sich bis zur Westseite des Hotels hinzieht. Im Jahre 1922 wohnte Prinz Georg von Sachsen inkognito im Hotel 'Lindauer Hof'.

25. Man könnte es fast für ein Bild aus dem Jahre 1983 halten, wäre da nicht die etwas altväterlich gekleidete Familie, die gerade das Alte Lindauer Rathaus besichtigt. Die hier gezeigte Nordfassade des Alten Rathauses erhielt ihr Aussehen in den Jahren zwischen 1885 und 1887. Zwischen 1931 und 1972 befanden sich anstatt dieser Bilder monumentale Fischerei- und Totentanzszenen. Sie waren aber schon in den sechziger Jahren so verwittert, daß eine Renovierung des Putzes und eine Neubemalung dringend nötig wurden. Durch staatliche, städtische, aber auch aus den Reihen der Bürger gemachte Geldaufwendungen wurde zwischen 1972 und 1975 die jetzige Bemalung aufgetragen, die der von 1885-1887 entspricht. Erbaut wurde das Rathaus zwischen 1422 und 1436. Nur der sogenannter Verkünderker und der Renaissancestufengiebel wurden erst im 16. Jahrhundert zugefügt.

26. Ebenso farbenprächtig wie die Nordfassade zeigt sich auch die Südseite des Alten Rathauses. Der Eingang, der seit dem Jahre 1951 ins Stadtarchiv und die Ehemals Reichsstädtische Bibliothek führt, ist heute etwas höher gelegt. Außer der etwa 23 000 Bände umfassenden Bibliothek im Erdgeschoß sind auch der große und der kleine Rathaussaal mit ihrer Holzverkleidung im ersten Stock sehenswert. Nur überlingen kann da wohl am See, was die Schönheit betrifft, mithalten. Bevor die Bibliothek hier einzog, war die städtische Feuerwehr in der großen Halle untergebracht. Inzwischen neu ist das Gesicht des wappenhaltenden Engels über dem Eingang. Vor ein paar Jahren fiel der Engelskopf plötzlich herunter und hätte beinahe, so schrieb es jedenfalls die Presse, den eintretenden Archivar getroffen.

27. Die beiden Pfarrkirchen, links die evangelische Stephanskirche, rechts die katholische Stiftskirche, zeigt uns dieses alte Foto, dessen Datum wir allerdings nicht kennen. Rechts ist Hotel und Gasthof Stift zu sehen, dessen schuppenartiger Anbau Anfang der fünfziger Jahre durch einen Neubau ersetzt wurde. Zwischen den beiden Kirchen lugt im Hintergrund das katholische Pfarrhaus hervor. In den zwanziger Jahren sollten beide Kirchenschiffwände durch ein monumentales Kriegerdenkmal verbunden werden, wogegen sich die Lindauer aber mit Erfolg zu wehren wußten. Auf dem Platz steht auch heute noch der Neptunbrunnen, auf dem der Meeresgott mit seinem Dreizack steht.

Maximiliaoslraf;e mil Parade

28. Wenn die Soldaten durch die Stadt marschieren ... Wahrscheinlich ist es eine Parade des 3. Bataillons des 20. Infanterie-Regiments, das in Lindau seit dem Jahre 1903 in der Luitpoldkaserne untergebracht war. Hier marschieren die Soldaten, voran die Musikkapelle, gerade durch die Maximilianstraße und biegen bei der Brodlaube in die Schafgasse ab. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Lindau wieder Garnisonsstadt. Heute beherbergt es allerdings keine Soldaten mehr. Beachtenswert auf dem Bild ist der noch gerade erkennbare Giebel des Neuen Rathauses (etwa Mitte des Bildes rechts) mit seinem eigenartigen Aufsatz. Erst in unserem Jahrhundert entstand der so barock wirkende Volutengiebel, den das Haus, ein Bau des frühen 18. Jahrhunderts, eigentlich schon zur Entstehungszeit hätte haben können.

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