Lindau in alten Ansichten Band 2

Lindau in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Werner Dobras und Dr. C. Spuler
Gemeente
:   Lindau
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2239-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lindau in alten Ansichten Band 2'

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.Dnoau. )lfaximiliansstraße.

29. Einen Bliek auf die Maximilianstraße des Jahres 1911 erlaubt uns diese farbige Postkarte. Bei Nacht wurde sie noch durch an einem Drahtzug hängende Lampen erhellt, wie wir sie hier vor den weißen und blauen Wolken gut erkennen. Die Brodlaube, links im Bild, ist heute so malerisch wie damals. Die Bäckerzunft aber hatte nicht dort ihr Zunfthaus, sondern genau gegenüber. Im etwas übermütig in die Straße springenden Haus zur Rebe, ist die Bayerische Hypobank untergebracht, die 1982 ihr 12Sjähriges Jubiläum in Lindau feiern konnte. Der barocke Zwiebelturm gehört zur Stiftsoder Marienkirche. Die Maximilianstraße wurde, nachdem Lindau 1805 bayerisch wurde, nach dem ersten König benannt, hieß aber später, etwas einfallslos, Hauptstraße und seit kurzem wieder Maxirnilianstraße, diesmal in Verkennung der historischen Tatsachen nach dem zweiten bayerischen König dieses Namens.

30. Wäre es zu Anfang der zwanziger Jahre unseres Jahrhunderts nach dem neuen Hauseigentümer, der Bayerischen Hypobank gegangen, wäre der hier gezeigte prächtige Laubengang im Vordergrund zu Büroräumen verbaut worden. Dem Lindauer Magistrat war es zu verdanken, daß er lieber auf das für ihn sehr lukrative Geschäft verzichtet hätte, als sich zu solchen Planen bereit zu erklären. Ebenfalls einen Laubengang hat auch die über Stufen erreichbare Brodlaube, in der früher die Backwaren ausgelegt wurden. Bereits Ende des 14. Jahrhunderts wird das zu den schönsten Gebäuden Lindaus gehörende Schmuckstück urkundlich erwähnt.

31. Schon am 23. August 1924 berichtet der Absender dieser farbigen Postkarte, daß es mit dem Baden im See endgültig für dieses Jahr aus sei und fragt an, ob in München auch so trostloses Wetter sei. Das Bild aber zeigt uns den Unteren und andeutungsweise auch den Oberen Schrannenplatz in einer, so schaut es jedenfalls aus, lauschigen Sommernacht. So kann man das Motiv in etwa auch heute noch betrachten, wenn man sich auf die Treppen des kaiserlichen Zeughauses stellt. Schon der Maler Spitzweg hat daran seinen Gefallen gefunden, jedenfalls hat er einige der Häuser mit dem Zeichenstift bei einem Lindau-Besuch festgehalten. Das Bild befindet sich jetzt in den Städtischen Kunstsammlungen.

32. In der Perspektive etwas verzeichnet, zeigen sich hier die tausendjährige Peterskirche und der aus dem 14. Jahrhundert stammende Diebsturm einträchtig vereint. Letzterer steht übrigens auf der höchsten Stelle der Insel. Und von hier aus war es für so manchen Insassen auch nicht mehr so weit zum Himmel. Hier wurden nämlich die Verbrecher einquartiert, bevor sie zur Hinrichtung gebracht wurden. Daß der Körblerturm, so heißt er auch, noch steht, ist einzig der Bürgertat des Lindauers Jakob Götzger zu verdanken. Das Bauwerk sollte nämlich im vorigen Jahrhundert abgebrochen werden, da kaufte es Götzger und schenkte es später der Stadt.

33. Nur durch die Abbildung der beiden Türme, dem Diebsturm im Vordergrund und dem Petersturm dahinter, kann man auf dieser farbig gemalten Postkarte eine Standortbestimmung vornehmen, denn längst ist der hier im Vordergrund so wuchernde Rasen und das Gebüsch einer Bebauung zum Opfer gefallen. Vergessen kann man das, was auf der Rückseite der Postkarte gedruckt steht, daß nämlich der Diebsturm im Jahre 1000 erbaut sei und die Peterskirche einige Fresken in byzantinischem Stil besitze. Gute 300 Jahre jünger ist der alte Diebsturm, und die 'byzantinischen' Fresken sind, heute schöner denn je, wahrscheinlich von der Hand Hans Holbeins. Es handelt sich dabei um eine Passlonsfolge.

Lindau i. 8

t1arktplatz u. Ceve rren.

34. Die Hauptwache, heute Hotel und Gasthof 'Zum Stift' (links), das mächtige Haus zum Cavazzen (Mitte), das Haus zum Baumgarten (rechts) und den Neptunbrunnen zeigt diese Postkarte. Bei der einstigen Hauptwache befand sich bis zur Säkularisation der Eingang zum Damenstift. Im Cavazzen, der 1729 erbaut wurde, sind seit 1930 die Städtischen Kunstsammlungen (Heimatmuseum) untergebracht. Sie verdanken ihr jetziges Zuhause der großherzigen Stiftung eines in Amerika zu Reichtum gelangten Lindauer Bürgers Ludwig Kick. Das Haus zum Baumgarten, einst dem Damenstift gehörend, hat im Innern ein interessantes Treppenhaus. Der Neptunbrunnen in der Mitte des Platzes wurde im Jahre 1840 geschaffen.

35. Im Jahre 1901 wurde diese farbig gemalte Postkarte abgestempelt. Gemalt hat sie Zeno Diemer, der 1867 in München geboren wurde. Der Brunnen wurde 1884 errichtet und am Geburtstag des Märchenkönigs Ludwig Il. eingeweiht. Er zeigt symbolisch die vier Haupterwerbszweige der Lindauer:

Ackerbau, Weinbau, Fischerei und Schiffahrt. Bekrönt wird er von der den Lindenzweig haltenden Lindavia. Der jetzige Zweig kam erst vor kurzem in ihre Hand, da der vorige Liebhaber gefunden hatte. Der Lindauer Martin Fels, Konsul auf Korfu, hatte mit einer entsprechenden Spende zur Errichtung des schönen Brunnens am Reichsplatz beigetragen. Das aus rotem tridentiner Marmor geschaffene Kunstwerk kostete etwa 43 000 Mark.

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36. Eine in Braunton gehaltene Postkarte zeigt uns den westlichen Teil der Cramergasse, die wahrscheinlich einer in Lindau ansässigen Patrizierfamilie gleichen Namens ihre Bezeichnung verdankt. Das Haus ganz links ist ein Werk der berühmten Lindauer Bildhauerfamilie Gruber. Esaias Gruber hat es um 1600 geschaffen. Durch das Parterre des Bekleidungsgeschäftes Spiegel führt heute eine Schaufensterpassage. Dem Bücherliebhaber läßt das damals in Lindau existierende Antiquariat - es war übrigens nicht das einzige - das Herz höher schlagen. Heute - im Jahre 1983 - gibt es so etwas auf der Insel gar nicht.

37. Eine ziemlich seltene Postkarte ist diese. Sie zeigt uns farbig - die heutige Grub, die damals (bis 1936) Carolinengasse hieß. Hier befand und befindet sich eine Reihe von Lokalitäten und leider heute auch das Vergnügungsviertel Lindaus. Etwa in der Mitte des Bildes kann man die Gotenstuben mit ihrem vorspringenden Erker deutlich erkennen. Die Grub ist die älteste Verbindung von der einstigen Fischersiedlung an der Peterskirche zum fürstlichen Damenstift und den beiden Pfarrkirchen. Eine zeitlang hieß sie auch J udengasse, obwohl es in Lindau immer nur sehr wenige Juden gab. Mehrmals hat in der Gasse das Feuer verheerend gewütet, wie etwa auch beim großen Stadtbrand von 1728.

CaroJinengasse.

HOTEL "KRONE" LI N DFlU i. 8.

38. Das Hotel 'Krone' in der Ludwigstraße hat als solches, obwohl einmal sehr berühmt, längst ausgedient. Ein Auktionshaus hat heute seine Ausstellungs- und Versteigerungsräume darin. Zuvor war es aber auch schon Altersheim gewesen. Urkundlich wird die 'Krone' bereits - es handelte sich wohl um einen Vorgängerbau - schon 1492 erwähnt. Eine venezianische Gesandtschaft logierte damals in der Nobelabsteige. Später wohnten Kaiser Maximilian 1., Michel de Montaigne (der ein Loblied auf die Lindauer Küche sang), Kaiser Alexander von Rußland, Prinz Otto von Bayern (der spätere König von Griechenland), Prinz Napoleon und andere - wahrscheinlich auch Lola Montez - in dem Hause, Das Gebäude dürfte aus dem 16. Jahrhundert sein, bezieht aber ältere Bauteile ein, wie etwa das romanische Doppelfenster auf der Hofseite.

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