Lindau in alten Ansichten Band 2

Lindau in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Werner Dobras und Dr. C. Spuler
Gemeente
:   Lindau
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2239-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lindau in alten Ansichten Band 2'

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39. Die Linggstraße - wohl in den zwanziger Jahren aufgenommen - hat ihren Namen erst seit dem Jahre 1920, als man den 100. Geburtstag des Lindauer Dichters und Arztes Hermann Lingg, der hier im (heute erneuerten) Hause Nr. 8 das Licht der Welt erblickte, beging und auch an seinem Hause einen Brunnen zu seinen Ehren errichtete. Vorher hieß sie Kirchgasse, führte ihr Weg doch geradewegs zu den beiden Gotteshäusern. Die links im Bild, von Bäumen verdeckte Steinmauer kennzeichnete das Areal des Damenstiftes. Hier endete bis 1802 dasstädtische Territorium.

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Lindau i. B.

Hg!. Bayr. Postamt.

40. Geschrieben wurde diese Postkarte im Jahre 1916. Damals war das Königlich-bayerische Postamt gerade 13 Jahre alt. Es ging 1903 seiner Vollendung entgegen. Gebaut wurde es aber nicht, wie immer behauptet wird, von dem Münchner Architekturprofessor und Lindauer Ehrenbürger Friedrich von Thiersch, sondern von Oberregierungsrat von Zenger. Noch heute bekrönt die Figur der Lindavia, das Symbol Lindaus, die Giebelspitze des Hauses. Das Portal ist inzwischen zugunsten eines Fensters an die Ostseite gerückt worden. Verschwunden sind auch die beiden Häuser rechts und links des Postamtes. Und dort, wo rechts der angeschnittene Baum zu sehen ist, erhebt sich heute die Stadt- und Kreissparkasse.

Lindau i. B.

Evang. Veremsheus mil Hospiz.

41. An diesem Hause - es ist das evangelische Hospiz am Paradiesplatz - hat sich bis heute wenig geändert. Als die Karte 1917 geschrieben wurde, war das Gebäude gerade sechs Jahre alt. Im Jahre 1911 nämlich hatte sich der Herbergsverein, der den 'Paradiesgarten' schon 1891 erworben und zur 'Herberge zur Heimat' eingerichte.t hatte, zum Neubau des noch jugendstilartigen Hospizes entschlossen, das mit seiner Nordseite auf den Fundamenten der alten Lindauer Stadtmauer ruht. Bis hierher ging einstens der See, Die evangelischen Pfarrer Gustav Reinwald und Frommüller, aber auch andere, haben hier vor den Lindauer Zuhörern unzählige heimatgeschichtliche Vorträge gehalten.

42. So sah einmal der Inselgraben aus, bevor er grundlegend renoviert wurde. Dort, wo mit Bleistift 'Biehls Haus' eingetragen ist, war einmal das Hotel Reichsstadt. Heute ist in dem Haus eine Apotheke untergebracht und nur ein angebrachtes Schild erinnert noch an die einstige Aufgabe. An Stelle des Hausanbaus steht jetzt eine Bank, und das dahinter stehende große Gebäude ist das Antiquitätengeschäft Michael Zeller. Die im Vordergrund erkenribaren Geleise führten von der Getreideschranne bei der Peterskirche zum Lindauer Hafen. Das Foto ist leider nicht datiert.

Lindau 1. B

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43. Wie verändert hat sich doch diese Partie am Kleinen See! Der hier noch qualmende hohe Schornstein wurde ebenso gesprengt wie die im Jahre 1900 erbauten Stadtwerke gleich daneben. Die Sängerhalle aus dem Jahre 1925 - hier auf der Postkarte nicht zu sehen (sie trägt auch kein Datum) - ist inzwischen ebenfalls abgebrochen worden. An ihrer Stelle wurde die neue Inselhalle im Jahre 1981 eingeweiht. Als Kongreßstadt konnte Lindau kaum auf solch ein, freilich teures Objekt verzichten. Die Inselhalle fügt sich aueh, entgegen allen Erwartungen, gut in das Stadtbild ein.

4571 - Lindau im Bodensee

Max .Joset-Kaserne

44. Ist diese Partie nahe der Gerberschanze, der man auch als Tourist unbedingt einen Besuch abstatten sollte, selbst wenn einem vielleicht der Durchgang unter den Häusern in der Fischergasse verwegen vorkommen mag, nicht eine Idylle? Auch an der Gerberschanze - die Postkarte dürfte wohl um 1910 gemalt worden sein - hat sich alles freilich inzwischen etwas verändert. Schön ist es hier aber noch immer, einmal wegen des ruhigen Plätzchens, zum anderen wegen des herrlichen Ausblicks auf das Schwäbische Meer und die Vorarlberger und Schweizer Gebirgswelt. Die Gerberschanze hat ihren Namen von den Gerbern, die hier früher Tag für Tag die Tierfelle zum Trocknen auslegten und mit diesen auch den Stadtbrand von 1728 zu löschen bemüht waren.

LI DAU i. B.

Max-Josefkaserne.

45. Kurz vor Ende des Ersten Weltkrieges, am 12. Juli 1918, wurde diese Karte eines Soldaten an seine Freundin auf die Reise geschickt. Die farbige Postkarte zeigt die Seeseite der kleinen Maxkaserne, die 1804/05 erbaut wurde. Mit ihrem Bau wurde begonnen, als Lindau für kurze Zeit österreichisch war. Als sie gerade bezogen werden konnte, wurde Lindau - Ende 1805 - bayerisch. Die Kaserne, inzwischen vom bayerischen Staat an die Stadt Lindau zurückverkauft, ist dringend renovierungsbedürftig. Die in den See hineinragende Badeanstalt existiert heute nicht mehr.

46. Ob das 'Schloß am Meer', wie es bei der Einweihung der Luitpoldkaseme im Jahre 1903 hieß, daran 'schuld' war, daß der Schreiber der Karte sich bereits nach einem Monat Soldatsein wieder ganz an das Militärleben gewöhnt hatte, wie er im Dezember 1915 per Feldpost an seinen Freund schrieb? Heute jedenfalls würde es ihm dort ganz sicher nicht gefallen, denn was auf der Postkarte noch so gepflegt aussieht, ist heute nur noch ein immer mehr verfallender Schandfleck auf der Hinteren Insel. Dort, wo die Badeanstalt steht, hat sich längst der große Seeparkplatz ausgebreitet,

47. In den zwanziger Jahren dürfte diese Fotografie von der Luitpoldkaserne mit dem Pulverturm, beides auf der Hinteren Insel gelegen, entstanden sein. Der Fotograf K.M. Willmann hat sie gemacht. Die Luitpoldkaserne wurde 1903 vom Militär übernommen. Das 3. Bataillon des 20. InfanterieRegiments, von dem auch die Zwanzigerstraße ihren Namen hat, war darin untergebracht. Im Jahre 1939 wurde die Kaserne in Peronne-Kaserne umgetauft, der Name ist längst wieder in Vergessenheit geraten. In Lindau gab es aber noch als zweite Kaserne, die schon vorgestellte Maxkaserne, die ebenfalls noch steht.

LI NDAU B.

Pulverturm

48. Aus dem Jahre 1904 stammt diese Aufnahme vom Pulverturm auf der Hinteren Insel. Er hatte gerade laute Nachbarschaft erhalten, denn gleich daneben war ein Jahr zuvor die Luitpoldkaserne eingeweiht worden, die inzwischen schon wieder eine halbe Ruine ist, mit der die Lindauer nicht recht wissen, was sie damit anfangen sollen. Anders ist es da schon mit dem Pulverturm: hier veranstaltet die Stadt Ernpfänge für honorige Gäste oder sonstige kleinere Feste. Ein hübscher Rundweg führt vom Hafen aus daran vorbei. Man braucht insgesamt 20 Minuten dafür. Von hier aus geht dann der Bliek hinüber auf das hübsche kleine Wasserburg.

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