Lindau in alten Ansichten Band 2

Lindau in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Werner Dobras und Dr. C. Spuler
Gemeente
:   Lindau
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2239-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lindau in alten Ansichten Band 2'

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49. Eines der ältesten Bauwerke haben wir in der sogenannten Heiden- oder Römermauer vor uns. Leider stimmt das, was uns da die Tafel, die in die Mauer eingelassen ist, weismachen will, nicht. Die aus wuchtigen Steinquadern errichtete Mauer stammt nämlich nicht aus der Rörnerzeit, sondern mit ziemlicher Sicherheit erst aus staufischer Zeit, etwa dem 12. Jahrhundert. Erst Grabungen würden allerdings wohl endgültige Klärung bringen. Zwischen der Mauer und dem Haus links im Bilde können wir auf der im Original farbigen Postkarte, die ein fast zeitloses Motiv zeigt, einen Bliek in die Schmiedgasse werfen, die ihren Namen von den hier einst ansässigen Schmieden hat. Der mächtig aufragende Kirchturm gehört zur evangelischen Stephanskirche, deren Vorgängerbau bereits im Jahre 1180 errichtet wurde.

Lindau i.B.

Partie bei der Heidenmauer

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Das Landtor NA U6ß ?? 1)<!. e, L ~~:

50. Im Jahre 1905, als diese Farbpostkarte abgesandt wurde, stand das Landtor aus dem Jahre 1846 noch bewachend vor dem Eingang zur Insel, am Ende der Seebrücke. Das Erbauungsjahr istam Torbogen eingraviert. Erst 192 7 wurde das Gebäude abgebrochen. Dort, wo linkerhand die Bäume ins Bild ragen, befindet sich seit 1950 das Lindauer Spielkasino, das eingerichtet wurde, als Lindau zwischen 1946 und 1956 eine Art eigener Staat, ähnlich dem Liechtensteinischen, war. In der Bildmitte steht der Turm der Pfarrkirche St. Stephan. Die sogenannte Heidenmauer davor ist kaum zu erkennen.

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Landtor.

51. Wenn wir auch nicht genau wissen, wann diese Aufnahme vom Landtor gemacht wurde, so muß es jedenfalls vor 1927 gewesen sein, denn da wurde das Bauwerk aus dem Jahre 1846 ersatzlos abgebrochen. Erstmals im Jahre 1253 berichtet eine städtische Chronik vom Neubau eines Burgtores. 1527 ist die Rede von einer hölzernen Fallbrücke. Das Tor hatte, wie die Postkarte zeigt, zu beiden Seiten einen Anbau. Auf der einen Seite saß der Brücken- und Pflasterzolleinnehmer, der Fahrzeuge und Tiere besteuerte, auf der anderen der wachthabende Stadtpolizist.

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52. Im Jahre 1865 wurde das Lindauer Marienheim gegründet, Am 1. November des Jahres zogen die ersten vier Schwestern und 19 Zöglinge ein. Sowohl im Ersten als auch im Zweiten Weltkrieg wurde zeitweise aus dem Heim ein Lazarett. 1943 wurde das Marienheim 'Filialhaus' und 1947 selbständiges 'Lokalhaus'. Die hier gezeigte Aufnahme - sie entstand im Jahre 1898 - ist längst historisch, denn Anno 1979 wurde an seiner Stelle ein neues Marienheimgebäude aus der Taufe gehoben, das aber ebenso versteekt hinter riesengroßen Bäumen steht.

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53. Geht man von der Insel stadtauswärts Richtung Reutin, liegt linkerhand, gleich nach der Ach, der einstige Gasthof 'Zum Hirschen', Längst sind freilich seine Zeiten als solcher dahin. Seit Dezember 1975 ist das Haus Außenstelle des Landratsamtes. Auch das Äußere des dreistöckigen Hauses hat sich inzwischen gewaltig verändert, so zeigt es heute nur Fensterlöcher, während früher eine Sproßenteilung für eine gewisse Intimität sorgte. Um die Mitte des vorigen Jahrhunderts warb der damalige Wirt im Lindauer Intelligenzblatt, sobald das Fest der Feste, das Kinderfest heranrückte: Der Unterzeichnete macht die ergebenste Anzeige, daß bei ihm om Mittwoch als om Kinderfesttag, zur Unterhaltung der Kinder alle gehorigen Einrichtungen angebracht sind, und empfiehlt sicn auch mit guten Getränken und Spelsen bestens.

54. Am 8. September 1905 wurde der 'Gruß von Reutin bei Lindau i.B.' abgeschickt. Alle drei auf der Postkarte gezeigten Motive sind inzwischen verschwunden. Die Notkirche, die hier Äußeres und Inneres darbietet, mußte längst der katholischen Kirche St. Josef aus dem Jahre 1939 weichen, die inzwischen auch schon wieder restauriert wurde. Verschwunden ist auch die gezeigte katholische Schule. Als Absendeort ist hier Ziegelhaus angegeben. Das war ein Ortsteil von Reutin. Man kommt dort vorbei, wenn man die deutsch-österreichische Grenze passiert. Der Grenzübergang trägt seinen Namen.

Kirche.

Toral-Ansieht.

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55. Auch die einst selbständige Gemeinde Reutin ist seit dem Jahre 1922 Ortsteil der Stadt Lindau. Die im Original farbige Postkarte wurde im Jahre 1900 verschickt und zeigt die Kirche, dann eine Gesamtansicht des Dorfes, weiter die Villa Lugeck und unten links die Brauerei Steig, die ihre Lokalitäten längst vergrößert hat und wo noch immer - wie damals - Bier ausgeschenkt wird.

Villa. Lugeck.

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Yerllll~ von G. Feaer-, Reuriu ,

56. Am 5. Januar 1916 schickte ein Rekrut diese Ansicht vom Schützenhaus der Königlich-privilegierten Schützengesellschaft Lindau an seine Braut. Er befand sich gerade beim Scharfschießen. Der Lindauer Schützenverein ist uralt. Als Gründungsdatum nennt man gar das Jahr 1397. Mit Sicherheit hingegen wird Anno 1419 erstmals eine Schießhütte erwähnt. Im 15. Jahrhundert gab es auch einen eigenen Stand für Armbrustschützen. Und 1509 gewann in der Reichsstadt Augsburg ein Lindauer Bürger gar 'das Best mit der Büchs', nämlich 110 Gulden!

57. Dieses Sommerhäuschen - im Volksmund die Spitzburg geheißen - steht, weit über hundert Jahre alt, noch immer an seinem alten Platz, Auch sein Aussehen hat sich kaum verandert, was man von der rechts davon laufenden Straße nicht behaupten kann. Längst ist sie geteert und wohl auch breiter geworden. Sie führt hinauf zur Bäuerlinshalde und mündet an anderer Stelle in die Straße ein, die zum Grenzübergang Oberhoensteg führt. Wann die Aufnahme gemacht wurde, war nicht festzustellen.

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58. Herzlichen Glückwunsch zum Neuen Jahr 1899 entbietet hier eine Familie den Bekannten in München. Mit dem 'passenden' Motiv nahm man es damals noch nicht so genau, es durfte durchaus auch ein sommerliches sein. Gezeigt wird auf der Farbpostkarte die Insel Lindau mit dem etwas übertrieben hohen Hoyerberg, wie sich beide von der Ruggburg, auf halbem Pfänderrücken gelegen, zeigen. Uns interessiert hier vor allem die so selten abgebildete Ruggburg, jenes Raubritternest, von dem aus Hans von Rechberg den Lindauern zu schaffen machte, bis diese mit einigen anderen Reichsstädten im Jahre 1450 die Feste erstürmten. Hans von Rechberg hatte sich freilich mit seinen Mannen zuvor durch unterirdische Gänge - manche meinen, ein solcher sei von da aus gar bis zur Senftenau gegangen - aus dem Staube gemacht. Die Burgruine ist heute wegen Baufälligkeit nicht zugänglich.

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