Lindau in alten Ansichten Band 2

Lindau in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Werner Dobras und Dr. C. Spuler
Gemeente
:   Lindau
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2239-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lindau in alten Ansichten Band 2'

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59. Daß der Absender dieser Karte eine Dame war, kann man fast der neugierigen Frage am Rande der Postkarte entnehmen. Die Schreiberin scheirit in der Hotelbranche tätig gewesen zu sein, sie entschuldigt nämlich ihre Schreibfaulheit mit den 'vielen Fremden', die also offensichtlich auch schon 1921 Lindau gerne besuchten. Wir sehen hier die damals noch selbständige Gemeinde Aeschach, Nicht zu übersehen ist die im Vordergrund stehende evangelische Christuskirche, die 1901 von Friedrich von Thiersch, der eine Lindauerin (Aeschacherin), eine Tochter des Kommerzienrates Eibler, zur Frau hatte, erbaut wurde.

60. Zwar ist die Holbeinstraße, kurz vor ihrer Einmündung in die unangenehm stark frequentierte Friedrichshafener Straße, noch immer ein verhältnismäßig ruhiges Sträßchen geblieben, aber ein Spaziergang darauf ist trotzdem nicht zu empfehlen. Wenn wir auch nicht wissen, wann die Aufnahme von der Holbeinstraße gemacht wurde: dieser Mann konnte sich den Weg mitten auf der Straße offensichtlich noch erlauben. Zwischen den Bäumen lugt der spitze Kirchturm der evangelischen Christuskirche in Aeschach hervor, der in seiner gotischen Form älter scheinen will als er ist. Er wurde nämlich erst im Jahre 1901 errichtet.

Lindau i. B.

Bliek auf Atschath

61. Die farbige Postkarte zeigt uns ein Teilstück des Aeschacher Ufers mit dem Kleinen See, der zwischen Eisenbahndamm und Seebrücke eingezwängt liegt. Im Vordergrund durchkreuzt der Schienenstrang das Bild. Er führt vom Festland zum Lindauer Hauptbahnhof. Früher, als etwa dieses Bild entstand, und die Züge es noch nicht so eilig hatten, konnte es geschehen, daß so eine Schwäbische Eisenbahn noch draußen auf dem Festland, bei der Villa Lotzbeck hielt, nicht um die Passagiere Blumen pflücken zu lassen, aber doch um die Frau 'Baronin' aufzunehmen. So erzählt man sich jedenfalls,

Feuerhäu.le u. Villa jes, Töpfer

Bad chacrrr

62. Diese recht seltene, im Original farbige, Postkarte zeigt die Leonhardskapelle und die Villa Töpfer draußen in Schachen. Die Aufnahme dürfte aus dem ersten Jahrzehnt unseres Jahrhunderts stammen, auf die Reise wurde die Karte am 6. September 1907 geschickt. Die wohl aus dem 14. Jahrhundert stammende Leonhardskapelle wird gar nicht als solche mehr genannt, sondern nur noch als 'Feuerhäusle', als Feuerwehrhaus, in dem diese ihr Löschgerät stehen hat, bezeichnet. Das kleine Gotteshaus wird erstmals im Jahre 1482 erwähnt, doch dürfte es wenigstens hundert Jahre älter sein. Ein Umbau erfolgte Anno 1525. Der Toranbau auf der Südseite ist freilich neueren Datums. Auf der staubigen Landstraße könnten die beiden Damen heute nicht mehr lustwandeln; längst ist aus dem Weg eine geteerte Autostraße geworden.

63. Die Villa Holdereggen - hier ein undatiertes Foto von der Südseite - steht auch heute noch fast unverändert. Der eingezäunte Park ringsum ist freilich etwas spärlicher geworden. Und so ruhig wie damals, als noch Hermann Näher die Villa bewohnte, kann es ebenfalls nicht mehr sein, dafür sergen die Schulkinder der Sonderschule und die Schüler der Musikschule, die in der Villa ihre Unterrichtsräume haben. Seit 1979 wird hier schließlich noch alle Jahre wieder im Freien das Kinderfest abgehalten, was dem Rasen natürlich wenig bekommt. Die schloßartige Villa wurde zwischen 1884 und 1902 von dem in Sumatra als Tropenpflanzer zu Reichtum gelangten Hermann Näher gebaut. Architekt war Professor Hauberrisser, der auch das Münchner Rathaus plante.

R.~t ?. urdnt 3dyl .

64. Schon im Jahre 1899 wurde diese farbige Postkarte mit dem 'Gruß aus Hoyern Äschach' und vorn Restaurant 'Idyll' auf der Post aufgegeben. Es heißt da, daß es 15 Minuten nach Lindau seien, was, ebenso wie die erwähnte Versetzung nach Lindau, dadurch verständlich wird, daß sowohl Hoyren als auch Aeschach damals noch eigene Gemeinde waren und erst 1922 nach Lindau eingemeindet wurden. Das Restaurant 'Idyll' stand ganz nahe am heutigen Aeschacher Bahnhof, was auch auf dem Bild erkennbar ist. Die gemalte Ansicht ist freilich etwas idealisiert.

lJer!t.<lfÈskrankenhaus Hovren bei Lindau i. B

13e1~illt.

65. Das Lindauer Kreiskrankenhaus (so sein offizieller Name heute), damals noch in der selbständigen Gemeinde Hoyren stehend, wurde im Jahre 1915 erbaut. Jugendstilmerkmale sind aber daran immer noch erkennbar, auch wenn dessen Zeit eigentlich schon vorbei Wal'. über seine nun bald 70jährige Geschichte ist nicht viel zu berichten, doch sei der Hinweis erlaubt, daß der Philosoph Leopold Ziegier - er wohnte damals im nahen Doberatsweiler - während seines Krankenhausaufenthaltes im Jahre 1921 hier die Korrekturen zu seinem 'Ewigen Buddho' und zur zweite Auflage des 'Gestaltwandels der Götter' las.

66. Gasthans 'Zur Sonne' in der Gartenstadt Hoyren, heißt es auf der Rückseite dieser schlichten Postkarte, die etwa um 1930 entstanden sein dürfte. Wenn auch der Gasthof noch heute existiert, so ist es trotzdem schade, daß es nicht mehr den hier so einladenden Biergarten gibt. Erfreulich immerhin, daß aber in Lindau doch in den letzten Jahren einige Biergärten zum Leben wiedererweckt wurden.

67. Die Villa Elena, heute allgemein als Villa Seutter bekannt, wird auf dieser Karte, die am 4. April 1905 von R. von Seutter verschickt wurde, vorgestellt. Die Villa wurde kurz vor der Jahrhundertwende, 1891, im Stile der italienischen Spätrenaissance, historisierend also, von dem Münchner Architekten E. von Drollinger, in Schachen erbaut. Die dazugehörigen Nebengebäude sind heute durch die Schachener Straße von dem ebenfalls noch existierenden Hauptbau getrennt. Aus dem einstigen Pferdestall ist inzwischen ein prächtiger Bungalow geworden, der sein schmuckes Äußeres aber beibehalten hat. Auch die Villa ist heute so sehenswert wie zur Erbauungszeit.

68. Sehen auch die Besucher des Hotels 'Bad Schachen' heute anders aus, modisch sind sie auch jetzt noch gekleidet, denn vornehm ist das Publikum dort bis heute geblieben. Tuek's Postkarte unterrichtet uns auf der Rückseite über das drei Kilometer von Lindau entfernte Bad Schachen: Es zeichnet sicn durch seine hervorragend schöne und geschiitzte Lage direkt am Seeufer aus und ist durch ca. 25maligen täglichen Dampferverkehr mlt den Hafenplätzen in Verbindung. - 'Ja, gibt es das? ' können wir heutigen Lindauer da nur erstaunt fragen.

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