Lindau in alten Ansichten Band 2

Lindau in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Werner Dobras und Dr. C. Spuler
Gemeente
:   Lindau
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2239-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lindau in alten Ansichten Band 2'

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69. Farbig gemalt zeigt sich auf der Postkarte, die im Jahre 1900 geschrieben wurde, das Restaurant Hoyerberg. Hier oben, auf dem so beliebten Aussiehtsberg der Lindauer, erbaute sich 1853 Adolf Gruber sein Gruber-Schlößchen. Im ersten Jahrzehnt unseres Jahrhunderts gehörte das Restaurant dem Kommerzienrat König, der auch Schloß Alwind sein eigen nennen konnte. 1909 erschien im Lindauer Tagblatt ein Gedicht 'Mein liebster Platz', das dieses schöne Fleckchen Erde besang. Damals wurden überlegungen angestellt, hier heroben einen Bismarckturm, wie ihn auch andere Städte hatten, zu bauen. Es wurde aber nichts daraus. Später entstand unterhalb des Restaurants ein stattliches Bismarckdenkmal. 1908 pflanzte man auf der Bergkuppe eine Linde zu Ehren des Lindauer Dichters Hermann Lingg, der drei Jahre zuvor gestorben war.

70. Auch Schönau war bis zur Eingemeindung im Jahre 1922 eine eigene Gemeinde. Auf dieser Farbpostkarte sehen wir den Ort - noch ohne die Fruchtsäftefabrik Lindavia - zwischen dem Entenberg (links) auf dem damals noch ein Weinberghäuschen stand, und dem Hoyerberg, dessen 'Schlößchen' hinter der Bergkuppe hervorlugt. Die Häuser, die zwischen den beiden Hügeln eingekuschelt liegen, gehören bereits zur Nachbargemeinde Aeschach. Ganz im Hintergrund sehen wir allerdings mehr oder weniger andeutungsweise - die Insel Lindau schwimmend im Bodensee. Die Postkarte wurde im Jahre 1908 verschickt.

Oberreitnau

71. Der Ort Oberreitnau ist seit 1976 nach Lindau eingemeindet. Bereits im Jahre 805, also noch früher als Lindau selbst, wird Reitnau urkundlich genannt. Hätte man die hier vorliegende Postkarte nur allein zur Orientierung, man würde den Ort nicht wiedererkennen. Er hat sich inzwischen sehr ausgebreitet und auch seine Häuser stark verändert. So ist inzwischen nahe der Kirche auch ein Freizeitzentrum entstanden, das die Reitnauer immer wieder zu Laientheaterspielen und anderen Veranstaltungen zusammenführt. Trotzdem es jetzt Lindauer Stadtgebiet ist, hat es erfreulicherweise etwas von seinen dörflichen Charakter behalten.

72. Auch Unterreitnau wurde zusammen mit Oberreitnau, mit dem es schon zuvor die Gemeinde Reitnau gebildet hatte, im Jahre 1976 nach Lindau eingemeindet. Die farbige Postkarte zeigt neben Unterreitnau auch seine Ortsteile Bechtersweiler, Taubenberg, Rengersweiler und Hörbolz. Leider sind auf dieser Karte kaum Einzelheiten auszumachen, sonst würde man, zum Beispiel, auf dem Bild von Unterreitnau die hübsch geschwungene barocke Haube des katholischen Gotteshauses erkennen können, das überhaupt eine sehr hübsche Dorfkirche ist. Die Karte wurde 1915 verschickt.

Untmeilnau

73. Im Jahre 1909 wurde diese gezeichnete Postkarte von Unterreitnau verschickt. So aufgelockert, wie sich das freundliche Dörfchen, heute Lindauer Ortsteil, hier zeigt, ist es allerdings hier längst nicht mehr. Das Pfarrhaus im Vordergrund links, zum Beispiel, ist inzwischen renoviert und dabei auch etwas, unwesentlich, verändert worden. An dem Pfarrstadel gleich daneben, hat man in den siebziger Jahren Architekturfresken entdeckt, die allerdings bis heute nicht freigelegt wurden. Das Gasthaus 'Zur Traube' - oben rechts eine Detailaufnahme - finden wir auf dem Bild am rechten Rand wieder. Es steht auch heute noch. Nur die vorgelagerte Gartenanlage mit dem längsgestreckten laubenartigen Bau ist nicht mehr da.

74. Wenn der Absender dieser dreiteiligen Postkarte im Jahre 1902 schreibt, man sollte jetzt die Kirche und neue Orgel in Unterreitnau anschauen, so würde er dies von letzterer heute nicht behaupten. Zwar sieht das Orgelprospekt heute wie damals sehr respektabel aus, doch sind die technischen Mangel inzwischen so groß, daß das Orgelwerk wohl nicht mehr lange existieren wird. Auf dem Foto sehen wir außer Unterreitnau noch die Ortsteile Taubenberg und Bechtersweiler.

75. Bei diesem farbigen Gemälde, das etwa um 1870 entstanden sein dürfte, handelt es sich um die Darstellung einer kindischen Episode, die fast diplomatische Verwicklungen, auf jeden Fall für die Beteiligten Ärger mit dem Gericht brachte. Eine Handvoll Männer unter Anführung des Advokaten Beckh - sie gehörten alle dem Lindauer Liederkranz an - und bewaffnet mit einer Spielzeugpistole war im Sommer 1866 vor die Tore Lindaus gezogen, um die vor dessen Grenzen liegende preußische Enklave Achberg im Handstreich zu erobern. Es gelang ihnen, Man kann sich aber unschwer vorstellen, was für Ärger es dann gab. Das Gemälde zeigt das preußische Hoheitsschild, um das sich gerade die wackere Bayern-Schaar bemüht, und rechts im Bild den Ort Esseratsweiler, der zu der Enklave gehörte.

76. Mit dieser Postkarte, die im Original in leichtem Grünton gehalten ist, wollen wir uns von den Betrachtern des kleinen Bändchens mit Lindauer Ansichten verabschieden. Sie zeigt ein Motiv, das gerade von den fotografierenden Touristen als Pflichtaufnahme gewählt wird , obwohl die alte Reichsstadt Lindau sicher Älteres und Wertvolleres vorzuzeigen hat. Der Hafen in der hier gezeigten Form besteht seit 1856, nachdem der 50 Jahre früher geschaffene für den steigenden Schiffsverkehr zu klein geworden war. Rechts im Bild sehen wir den 33 Meter hohen Neuen Leuchtturm, ein hervorragender Aussichtspunkt, links den Löwen, das bayerische Wappentier, den Lindauer Hafen bewachend. Auf seinem Sockel steht in römischen Ziffern die Jahreszahl 1856. Die Postkarte wurde Anno 1901, vor nunmehr über 80 Jahren, verschickt.

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