Linnich in alten Ansichten

Linnich in alten Ansichten

Auteur
:   K.H. Ludwigs
Gemeente
:   Linnich
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1718-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Linnich in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Das Datum der Verleihung der Stadtrechte Linnichs ist nicht eindeutig nachweisbar. Die erste urkundliche Erwähnung als Stadt erfolgte am 27. April1392. Die Anlage der Befestigung, die Verleihung von Marktprivilegien und die Errichtung einer Münzstätte kennzeichnen den Übergang vom Dorf zur Stadt Linnich; der Werdegang kann um 1360 als abgeschlossen angenommen werden.

In den folgenden Jahrhunderten hatte die Stadt vielfach unter dem wechselvollen Spiel politischer Ereignisse, vor allem den jeweiligen Kriegswirren und deren Nachfolgeerscheinungen zu leiden. Dies besonders im Jahre 1794, als die Stadt durch französische Revolutionstruppen besetzt wurde, nachdem die Österreicher am frühen Morgen des 2. Oktober aus der Stadt verdrängt worden waren. Die Österreicher hatten sich auf der rechten Rurseite in der Nähe der Festung Breitenbend verschanzt und versuchten durch anhaltendes Geschützfeuer den Franzosen den Aufenthalt in Linnich zu verleiden. Der gesamte westliche Teil der Stadt, Rathaus, Minoritenkirche und -kloster, reformierte Kirche sowie ungefähr hundertzwanzig bis hundertdreißig Häuser wurden durch Brand vernichtet.

In den Jahren 1822-1825 erfolgte der Abbruch der Tore, Türme und Mauern der Befestigungsanlage. Ruinenreste der Befestigungsanlage sind uns an der

Ost- und Nordpromenade erhalten geblieben.

Erhalten geblieben ist uns auch der im Jahre 1571 durch Herzog Wilhelm von Jülich der Stadt Linnich verliehene Markt für St. Andreastag, der als Pferdemarkt ehemals weit in deutschen Landen und im benachbarten Ausland bekannt war und welcher seine Bedeutung als landwirtschaftlicher Markt bis in unsere Tage behalten hat.

Der Zweite Weltkrieg hat auch unserer Stadt starke Wunden geschlagen, und der Wiederaufbau im Gebiet der heutigen Stadt hat zu mannigfaltigen Veränderungen geführt. Doch auch der Verwaltungsbereich der Stadt Linnich hat sich nach 1945 wesentlich vergrößert, und zwar durch Zuordnung des früheren Amtes Körrenzig, Eine weitere Änderung zeichnete sich vor 1969 ab.

Durch die Aufgabenhäufung innerhalb der Verwaltung war eine Komplizierung und Verteuerung aufgetreten. Infolgedessen war eine Gebietsreform notwendig, um Verwaltungseinheiten zu schaffen, die groß genug waren, einen Ieistungsfähigen Verwaltungsapparat zu bilden, und zugleich so überschaubar, daß sie zusammenhängend und bevölkerungsnah blieben.

So ist die heutige Stadt Linnich aufgrund des Neugliederungsgesetzes zum 1. Juli 1969 im wesentlichen aus den Gemeinden des früheren Amtes entstanden,

das aufgelöst und dessen frühere Gemeinden in die neue Stadt eingegliedert wurden. Bei Neuordnung des Raumes Aachen zum 1. Januar 1972 kam noch die Gemeinde Floßdorf hinzu.

Danach besteht die heutige Stadt Linnich aus folgenden Ortschaften: Boslar, Ederen, Floßdorf, Gereonsweiler, Gevenich, Glimbach, Kofferen, Hottorf, Korrenzig, Linnich, Rurdorf, Tetz und Welz. Vieles hat sich in den vergangenen Jahrzehnten in diesen Ortschaften gewandelt. Alte Bauten sind verschwunden, und der Charakter mancher Straßen oder Ortsteile erhielt durch Neubauten eine andere Prägung.

Nicht aus Nostalgie - Sehnsucht nach der Vergangenheit -, sondern um der jungen und den kommenden Generationen einen Bliek in die bauliche Vergangenheit ihrer Heimatstadt tun zu lassen, habe ich mich entschlossen, das vorliegende Buch in Form einer Bilddokumentation der Jahre 1875 bis 1930 zusammenzustellen; ein Unterfangen, das nur mit Hilfe der Ortsbevölkerung, des Bildarchivs der Stadt Linnich und des Landeskonservators Rheinland in Bonn möglich war. Allen, die zum Gelingen dieses Bildbandes beigetragen haben, gilt daher mein Dank. Zudem hat das, was uns in der Gegenwart beschäftigt, seine Bedeutung für die Zukunft. Es gibt uns nämlich die Möglichkeit, unsere Unzulänglichkeiten in der

Vergangenheit fürderhin auszugleichen und Ungetanes, jedoch Notwendiges nachzuholen.

Ich hege nun die Hoffnung, daß es beim Betrachten der Bilder bei den älteren Mitbürgern zu einer Auffrischung lieber Erinnerungen kommen möge. Die Phantasie wird bei Angehörigen der jüngeren und den kommenden Generationen kaum ausreichen, die Vielzahl der Veränderungen gedanklich nachzuvollziehen; mancher wird dabei wohl erstaunt fragen: 'Hat sich unser Stadtbild im Laufe der Zeit so stark geändert? '

QUELLENVERZEICHNIS :

Schulte, H.: Geschichte einer niederrheinischen Stadt. Rur-Blumen: Blätter für Heimatgeschichte, Beilage zum Jülicher Kreisblatt.

Clemen, Paul: Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz, Achter Band I. und II.

WeIser von, Johann Franz: Topographie des Fürstentums Gülich.

Hecker, Gottfried Pater Pfr.: Maria-Hilf-Oktav1872-1972 Floßdorf.

Ordengemeinschaft der Christenserinnen e. V.:

Chronik des St. Josef-Krankenhauses zu Linnich.

Boslar

1. Vorliegendes Bild zeigt die alte Hufschmiede zu Boslar, Kirchberg - heute Masberg-, um 1900 mit Bliek auf die Kolonialwarenhandlung Conrad Seu1en im Hintergrund. Die Hufschmiede mußte einem Parkplatz weichen.

2. Im Bild der Bauernhof Jäger, später Meyer, Boslar, Im Dümpel, um 1930. Bedingt durch Bodensenkungen als Nachfolgeerscheinung des großräumigen Ubertageabbaus der Rhein-Braun AG. traten Mauerverschiebungen an dem Gebäude auf, die im Jahre 1960 den Abbruch des Hauses erzwangen.

3. Partie an der katholischen Pfarrkirche Boslar aufgenommen im Jahre 1930. Der Unterbau des Turms stammt aus gotischer Zeit. In Ankern des Oberbaues ist die Jahreszahl 1750 zu erkennen. Der Helm brannte im Jahre 1803 nieder und schlug, einstürzend, die Mittelschiffgewölbe zusammen. 1868 wurden die südliche und 1875 der Chor und die nördliche Sakristei eingefügt.

4. Neben der katholischen Pfarrkirche Bos1ar die alte Küsterei in einer Aufnahme aus dem Jahre 1927. Wesentliche Veränderungen haben an diesem Gebäude nicht stattgefunden.

5. Ein Bliek ins Innere der katholischen Pfarrkirche Boslar vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg. Der Hochaltar, ein kostbarer flandrischer Schnitzaltar, mit dem Antwerpener Stempel, wurde nach dem Brand der Boslarer Kirche im Jahre 1810 aus dem Kloster Schwarzenbroich hierhergeschenkt. Die Zerstörungen an der Kirche hat das Kunstwerk heil überstanden.

6. Hofansicht des Herrnhauses von Rittergut Erzelbach um 1929. Auch hier hat die Technisierung das Pferd schon lange verdrängt. Westlich des Rittergutes wurden durch den Besitzer, Herrn Kerres, starke Mauerreste aufgespürt. Vermutlich Reste der ehemaligen Burganlage 'Ertselbach', die im Codex Welser, 'Topographie des Fürstenthums Gülich von Welser', aus dem Jahre 1723 aufgezeichnet ist.

Ederen

7. Die fränkische Hof'anlage in Linnich-Ederen, Forsterhof, wurde 1727 begründet und ist noch beinahe wie im Bild erhalten. Das Stall-Obergeschoß ist durch den Umgang gut zu erreichen. Mit Kalkmilch und Schlammschwärze wurden die Wände sauber getüncht.

8. Ed. Kochs zeichnete 1892 die Bockwindmühle, die bis zur Jahrhundertwende zwischen Ederen und Gereonsweiler aufragte. Mühle und Wohnhaus sind damals abgebrannt. Der Brunnen ist erst vor einigen Jahren gänzlich eingestürzt.

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