Lüneburg in alten Ansichten Band 1

Lüneburg in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Adolf Brebberman
Gemeente
:   Lüneburg
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2361-7
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lüneburg in alten Ansichten Band 1'

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19. Bliek vom Eckhaus der Rotehahnstraße durch die Rosenstraße auf die Straße An den Brodbänken zum Markt mit dem Rathaus (siehe Nummer 2). Die Aufnahme wurde 1865 gemacht. Die Häuser zu beiden Seiten mit ihren in der Barockzeit entstandenen Utluchten sind ein überaus reizvolles Beispiel für die im alten Lüneburg mit typenmäßiger Häufigkeit auftretenden Vorbauten, die heute bis auf wenige Exemplare dem Verkehr haben weichen müssen. Auch die Treppe rechts vor dem Hause Rosenstraße 11 wäre jetzt nicht mehr denkbar. Sie erklärt aber die Höhe der Geschäftsräume der Firma Mundinus. Das linke Eckhaus am Markt (Drogerie Hinkelmann) hat noch seine Ladenvorbauten und den Staffelgiebel der Renaissancezeit (siehe Nummer 6).

20. Der Einblick in die Große Bäckerstraße vom Markt her scheint zur frühen Morgenstunde aufgenommen zu sein. Man sieht Bäckerjungen, Arbeiter und Geschäftsleute. Sie bilden eine auf Wunsch des Fotografen zur Bewegungslosigkeit erstarrte Staffage. Die Bäume links im Bilde stehen vor Wellenkamps Hote!. Die übergroße Reklame des Papierhändlers Philipp Behrens erscheint dem Betrachter unnötig, da man sicherlich doch gewußt haben wird, wo er seine Handlung hatte. Der Betrachter wird im Vergleich zur Abbildung Nummer 2 I als Anhaltspunkt den hohen Prachtgiebel der Ratsapotheke benutzen.

21. Aus der Kleinen Bäckerstraße sieht man in die Große Bäckerstraße bis hin in den Anfang der Bardowicker Straße. Das Bild, zur Abendstunde aufgenommen, da die Sonne durch die Glockenstraße fällt und die Schatten der linken Hausgiebel auf der gegenüberliegenden Straßenseite sich abzeichnen, ist um nichts reizvoller als sein Gegenstück (Nummer 20). Die Straße ist merkwürdig unbelebt. Wenn man bedenkt, daß es erst 6 Uhr abends sein wird, muß man annehmen, daß die Menschen in ihren Wohnungen sind. Vor seinem Haus steht der alte Schirmmacher BeJlmann. Obwohl schon Bürgersteige vorhanden sind, ist man, wie die Treppenstufen vor den Häusern erkennen lassen, von neueren Zeiten noch etwas entfernt.

22. Hat man die lange vom Sande bis zum Markt reichende Straßenzeile der Bäckerstraßen durchwandert, kommt man in ihrer Verlängerung in die Bardowicker Straße. Wir sehen hier bis über das Bardowicker Tor hinaus nach Norden. Das Tor ist längst abgerissen. Seine Stelle wird durch die Bäume irn Hintergrund angedeutet, sie sind der Anfang der nach Bardowick führenden Chaussee. Links das Schloß. Die Bäume dahinter verdecken das Witzendorffsche Haus (siehe Nummer 87). Rechts beginnt das Bild mit dem Haus Nummer 2 des Lohgerbers Kannatz, in dem der Kleiderhändler Bull einen Laden hat. Dann folgen das schmale Haus, das noch immer seinen mittelalterlichen Namen 'Zum Hölzernen Herrgott' trägt (jetzt Findorff), und weitere Geschäftshäuser.

Lüneburg

/luf dem Meere

23. Vor dem 1912 erfolgten Neubau der späteren Kreissparkasse an der Ecke der Straße Auf dem Meere und Egersdorffstraße durch den Architekten Siebrecht aus Hannover standen hier die in der Aufnahme sichtbaren schlichten Fachwerkhäuser. Der Neubau von 1912 aus Klinkern einer bei Dömitz liegenden Ziegelei fügt sich außerordentlich gut in das ältere Stadtbild ein und könnte mit seinen kräftigen Rippen und dem sparsam angewendeten Terrakottaschmuck auch in unserer Zeit noch Vorbild für eine gute Bauweise sein. Leider steht das Gebäude auf sehr unsicherem Baugrund und weist starke Senkungsschäden auf. Die vor dem Gebäude auf unserem Bilde stehende Linde ist heute noch vorhanden.

24. Der Fotograf Eduard Lühr hat 1887 dieses reizvolles Motiv im Bilde festgehalten. Der Bliek geht durch die heute mit Reihenhäusern bebaute Straße Klostergang bis zur Einmündung der Straße Am Iflock. Die zwei kleinen dort stehenden Häuser sind noch vorhanden, ebenso das linke Haus am Eingang zum Lagerplatz der Firma C.F. Wense. Im Hintergrund sind die Gebäude der ehemaligen Ritterakademie (siehe Nummer 105) und die St. Michaeliskirche sichtbar. Nach Aufhebung der Ritterakademie 1850 wurden die Gebäude von dem neu eingerichteten Volksschullehrerseminar benutzt und 1916 wegen Baufälligkeit abgerissen, nachdem das Seminar in das 1913 am Wilschenbrucherweg erbaute Heim (jetzt Pädagogische Hochschule) umgezogen war.

25. Die Fotografie von Raphael Peters aus dem Jahre 1866 zeigt die St. Nikolaikirche ohne Turm während der Restaurierungsarbeiten. Die den Seitenschub des siebenundzwanzig Meter hohen Mittelschiffes abfangenden, neu angesetzten Strebebögen stehen bereits. Links vom Durchgang zur Kirche das frühere Restaurant Lühr, rechts davon die alte Schmiede von Bethge (heute Löwenapotheke). Nach Abbruch des zweiten Hauses von rechts bestand hier jahrelang ein Durchgang zur Kirche. Wegen seiner Wiederbebauung gab es vor etwa zwanzig Jahren heftige Meinungsverschiedenheiten. Auf dem Dach des Hauses Bardowicker Straße 16 hatte der Fotograf Güttich sein Atelier. Der erst 1895 vollendete Kirchturm wurde nach den Plänen von Professor Haase aus Hannover ausgeführt (siehe Nummer 26).

26. Der Anfang des 15. Jahrhunderts errichtetén Niko1aikirche drohte um 1840 ähnlich wie 1861 der Lambertikirche (siehe Nummer 154) gänzlicher Verfall und Abbruch. Anläßlich der 1843 bei Lüneburg durchgeführten Manöver sagte König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen: 'Lüneburger, diese Kirche dürft ihr nicht sinken lassen.' Darauf griffen kunstbegeisterte Bürger ein. Es gelang ihnen mit königlicher Beihilfe nach vielen Schwierigkeiten die Kirche durch C.W. Haase aus Hannover so ausbauen zu lassen, daß ihr Bestand gesichert und dieser mittelalterliche Zeuge einer für Lüneburg eigenartigen Backsteinbaukunst erhalten werden konnte. Abbruch des alten Turmes um 1830, Beginn der Restaurierung 1865, Stillegung des Baues 1869, Vollendung des Turmes 1895.

27. Von den zahlreichen Speichern des geräumigen Viskulenhofes steht nur noch das links im Bilde voll sichtbare Gebäude in der Salzstraße am Wasser. Auch dieses wäre wie schon vorher das links daneben nur teilweise erkennbare Speichergebäude am 27. Dezember 1959 durch Feuer fast vernichtet worden. Rechts der einmündenden Baumstraße liegt Bauschutt von den hier nahe der Baumbrücke stehenden Häusern (siehe Nummer 50). Im Hintergrund die St. Nikolaikirche. An dem mit einem Gerüst versehenen Turm sind die Bauarbeiten wieder aufgenommen, nachdem er von 1869 bis 1894 durch ein Notdach abgedeckt war. Die Aufnahme wurde 1894 gemacht. Die festlich gestaltere Turrnweihefeier fand arn 6. Oktober 1895 statt.

28. Noch bis etwa 1954 war der Im Wendischen Dorf stehende Teil des geräumigen Viskulenhofes vorhanden. Der Zugang durch den rechts erkermbaren Torweg führte in den damals noch bestehenden malerischen Innenhof mit seinen Treppenaufgängen (siehe Nummer 29). Der im Hintergrund sichtbare baumbestandene Bardowicker-, später Kastanienwall genannte Wallabschnitt der mittelalterlichen Befestigung wurde 1890 zur Auffüllung des Geländes vor dem Wall für den Neubau des Städtischen Schlachthofes abgetragen (siehe Nummer 94). Das links am Wall sichtbare Haus stand vermutlich auf den Resten eines hier früher vorhanden gewesenen inneren Wehrturmes.

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