Lüneburg in alten Ansichten Band 1

Lüneburg in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Adolf Brebberman
Gemeente
:   Lüneburg
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2361-7
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Lüneburg in alten Ansichten Band 1'

<<  |  <  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  10  |  >  |  >>

49. Etwas ungewohnt für den Beschauer, weil noch unbewachsen im Gegensatz zu heute, zeigt sich hier der alte Hafen um 1895 vom Fischmarkt aus. Zur Blütezeit der Stadt spielte sich in diesem Herzstück des alten Wasserviertels lebhafter Verkehr ab. Am gegenüberliegenden Stintmarkt haben nahezu alle Bürgerhäuser ihre ursprünglicheri Backsteingiebel durch bauliche Veränderungen eingebüßt. Im Hintergrund ist die St. Nikolaikirche. Das Fachwerk der zur Wasserseite liegenden Häuser Am Stintmarkt 5 und 6 wurde in den letzten Jahren erneuert, so daß der reizvolle Anblick erhalten blieb.

50. Die vom Schifferwall um 1870 gemachte Aufnahme gewährt einen interessanten Bliek auf den mit zahlreichen Ilmenau-Ewern belegten Innenhafen. Diese Ewer waren ein flachbodiger Schiffstyp und hielten sich in ihrer Form bis Anfang 1900. Im Vordergrund führt die in Verlängerung der Baumstraße 1827 mit einem Durchlaß errichtete und 1890 abgerissene hölzerne Baumbrücke über die Ilmenau. Der Name rührt von einern mit eisernen Spitzen besetzten Baumstamm her, mit dem der Hafen des Nachts geschlossen wurde. Links das Kaufhaus mit der Abzweigung des Judengrabens, daneben ein überdachter Kran auf der noch heute vorhandenen Hafenmauer aus Findlingen,

51. Zwischen der Kaufhausbrücke, dem Kran, der Lüner- und der Abtsmühle sowie den beiden Fischmärkten beiderseits der Ilmenau war der obere Teil des alten Hafens. Die Aufnahme um 1870 zeigt in der Bildmitte die alte Brausebrücke mit dem Steg um den Turm der 1530 angelegten Abtswasserkunst. Der Dureligang durch das Untergeschoß des Turmes wurde erst 1904 geschaffen. Im Hintergrund das ehemalige Schützenhaus. Das alte Abtsmühlengebäude sowie die Fachwerkbauten links der Lüner Mühle sind heute nicht mehr vorhanden. Davor offensichtlich Heringsfässer. Vom Stintmarkt führten damals noch die vorne sichtbaren drei Treppen zur Ilmenau hinunter. Heute genügt eine, da es hier keinen Schiffsverkehr mehr gibt.

52. Vor uns liegt das langgestreckte Kaufhausschauer Auf der Hude, später Außenkaufhaus genannt. Dieses Gebäude wurde 1739 errichtet, um für die Zeit, in der das Kaufhaus beim Kran von Stadtbaumeister Haeseler 1741/43 neu gebaut wurde (siehe Nummer 48), als Ersatz zu dienen. Am Ilmenauufer verschiedene Kräne. Die Hude diente neben der Lagerung von Kalk vor allem als Holzlagerplatz. Das Gelände wurde von einem städtischen Aufseher bewacht (siehe Nummer 55). Das Außenkaufhaus wurde 1972 abgerissen, um Platz für den Regierungsneubau zu machen. Im Hintergrund rechts die ehemaligen hannoverschen Kavalleriekasernen, jetzt Bundesgrenz schutz.

53. Die von der Baumbrücke (siehe Nummer 50) um 1874 gemachte Aufnahme läßt auf die Bastei des Schifferwalles (auch 01dekops Wall genannt) kurz vor seiner Schleifung blieken. Die Linden sind zum Teil schon abgeholzt. Die Erdrnassen des Walles sollen für den Bahnbau Buchholz-Lüneburg-Wittenberge benutzt werden. Heute sind hier die Schifferwallanlagen. Im Hintergrund links ist das erst vor einigen Jahren abgebrochene Außenkaufhaus mit altem Kran sichtbar. Im Vordergrund haben wir uns die nach dem Senator Reichenbach benannte Brücke im Zuge der früheren Schlachthaus- und heutigen Reichenbachstraße vorzustellen, die in Nummer 63 abgebildet ist.

54. Lüneburgs Hafen unterhalb der Abtsmühle war der Endpunkt der Schiffahrt. Hier mußten die Waren ausgeladen werden, um sie dann auf dem Landwege weitertransportieren zu können. Große Speicher, Kaufhaus und Kran rahmten den Ort lebendiger Geschäftigkeit ein. Als der Kalk- und Salzhandel zurückging, blieb Lüneburg der blühende Überlandverkehr doch erhalten. Erst als die Eisenbahn eingerichtet wurde, ging der Hafenbetrieb merklich zurück, der Hafen verlor an Bedeutung, die letzten Salztransporte per Schiff fanden nach dem Zweiten Weltkrieg statt.

55. Vor 1874 ist unsere Aufnahme entstanden, denn noch steht die Bastion des Schifferwalles, von deren Höhe dieses reizvolle Motiv festgehalten wurde. Der Bliek geht auf den Zusammenfluß der von links kommenden Ilmenau mit dem rechts einmündenden Stadtoder Lösegraben. Links ist noch ein Teil des 1972 abgebrochenen Außenkaufhauses sowie ein Kran zu sehen. In der Bildmitte ist das noch vorhandene malerisch gelegene Haus aus dem 16. Jahrhundert, die sogenannte Warborg, in der der Aufseher des Holzlagerplatzes auf der Hude wohnte. Hier wurde die Ilmenau nachts durch eine Kette abgesperrt. Ganz rechts die Lüner Kasernen, im Hintergrund die Schornsteine des Lüneburger Eisenwerkes.

56. Vom Gelände des So1tauer Kleinbahnhofes her gesehen, zeigt sich die seit 1874 baumbestandene Schießgrabenstraße von Haus Nummer 16 bis zum Eckgrundstück Lünertorstraße 5 mit der Villa Reichenbach (jetzt Kran-Apotheke und Café Scholz). Das dreigeschossige Gebäude in der rechten Bildhälfte ist das 1881 errichtete Haus Nummer 7, vor einigen Jahren noch städtisches Entbindungsheim und jetzt Katasteramt. Diese einst so ruhige Straße war bevorzugtes Wohngebiet. Namentlich Ärzte ließen sich hier nieder. Auch die Baulücke wurde bald nach unserer Aufnahme durch ein pompöses herrschaftliches Haus geschlossen, in dem späterhin der Gauleiter Staatsrat Otto Telschow wohnte.

57. Rückseite der Wandrahmstraße vor dem 22. Februar 1945. An diesem Tage fand ein Bombenangriff auf den Bahnhof start, der sein Ziel verfehlte und dafür Zerstörungen von Wilschenbruch über das Rote Feld bis an den Bahnhof verursachte. Ihrn fielen die Wohnhäuser der Wandrahmstraße nördlich des Museums zum Opfer. Das Museum selbst verlor den gesamten Baubestand südlich des Treppenhauses. Eine Ruine blieb übrig, die als Steinbruch und zeitweise als Quartier für fünf Farnilien diente. Die Stadt sah in dem Ereignis einen Totalverlust. Anders die Museumsleitung. Trotz widriger Umstände wurden nach und nach Teile des Gebäudes wiederhergestellt bis endlich 1970 nach einern Neubau Lüneburg wieder ein Museum von Qualität besitzt.

58. Alte Altenbriickertorbriicke vor dem Abbruch steht unsinnig, aber für Lüneburger geläufig, auf der Rückseite dieser Fotografie vermerkt. Dabei ist es ganz einfach die alte Brücke, ursprünglich die einzige, die über die Ilmenau führte. Nach ihr hat das Altenbrückertor seinen Namen erhalten und nach diesem die Brücke wieder ihren Namen 'Altenbrückertorbrücke'. Und als sie wieder einmal -- denn sie ist natürlich öfter erneuert worden - durch eine moderne ersetzt werden mußte, da wurde die noch aus Holz Erbaute und im Bilde Vorgestellte zur Alten Altenbrückertorbrücke! Im Hintergrunde St. Nikolai vor dem Neubau ihres Turmes.

<<  |  <  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  10  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek