Lüneburg in alten Ansichten Band 1

Lüneburg in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Adolf Brebberman
Gemeente
:   Lüneburg
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2361-7
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lüneburg in alten Ansichten Band 1'

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59. Aus dem Fenster der Ratsmühle blickt die Kamera auf die 1876 nach dem Abbruch der alten Altenbrückertorbrücke (siehe Nummer 58) erbaute neue massive dreibogige Brücke. Das schöne gußeiserne Gitter aus dem Lüneburger Eisenwerk ist auch 1968 nach der Verbreiterung der Brücke wiederverwandt worden. Links das Gast- und Logierhaus 'Zur Eisenbahn', das nach einem Brand 1950 als 'Hotel Altenbrückertor' neu errichtet wurde. Im Hintergrund die Kuppel der Synagoge (siehe Nummer 63). Rechts die an Stelle des Gerberhauses (siehe Nummer 82) vor der Jahrhundertwende aus gelben Ziegelsteinen erbaute 'Villa Olga' des Fabrikanten Heyn, in der sich heute das städtische Säuglings- und Kinderheim befindet.

60. Im Zuge der über die Ilmenaubrücke stadteinwärts führenden Straße stand einst das zur inneren Stadtbefestigung gehörende Altenbrückertor. Das mit vier runden Ecktürmen und einem hohen spitzen Dach versehene Tor befand sich auf dem linken Ufer der Ilmenau. Von seiner großartigen Anlage hat uns in Wort und Bild der Lehrer an der Ritterakademie L.A. Gebhardi in seinen unerschöpflichen Collectaneen berichtet. 1764 wurde es abgerissen. Am 'Hotel Altenbrückertor' ist es im Flachrelief zur Erinnerung dargestellt. Die Linden links stehen auf dem Rest des Roten Walles. Heute sieht hier das Parkhaus über die alten Dächer.

61. Bliek auf Stammersbrücke möchte man diese Idylle wohl treffend benennen. Es ist die alte, hölzerne, sicherlich öfter erneuerte Fußgängerbrücke außerhalb des Walles, auf der der schwedische Oberst Stammers nach seiner Kapitulation vor den herzoglichen Truppen im Jahre 1637 mit seiner Mannschaft die Stadt verlassen hat. Er ist deshalb nachher standrechtlich in Wismar erschossen worden. Vor der Brücke stehen mächtige Eisböcke. Die Mitte des Bildes bestimmt der hohe, in neuester Zeit geopferte Wan, rechts St. Johannis, links das Johanneum.

62. Ein Bootsverleih am Lösegraben unterhalb der Brücke an der Lünertorstraße. Später war hier das Bootshaus eines Rudervereins. Die uns bekarmten Häuser an der nördlichen Straßenseite von der Sonnenapotheke bis zum Lübecker Hof und darüber hinaus sind noch nicht errichtet. Ganz rechts haben wir uns das hier nicht mehr sichtbare Garnisenlazarett hinter den Backsteinpfeilern der Einfriedigung vorzustellen, dessen Gebäude mit einern 1927 entstandenen rückwärtigen Erweiterungsbau in das Finanzamt umgewandelt wurden.

uüneburg

Am Schifferwall.

63. Die jüdische Gemeinde Lüneburgs ließ 1892 durch den Stadtbaumeister Kampf am Schifferwall das in der Bildmitte sichtbare Gotteshaus errichten. An die Stelle der schmalen Baumbrücke trat 1893 die breite Schlachthaus- und spätere Reichenbachbrücke mit dem eigenartigen, niemals recht benutzten Treppenturm, ebenfalls Werke des Stadtbaumeisters Kampf. Der Turm wurde wegen ständiger Verschmutzung später durch ein Gitter geschlossen und schließlich im Zuge des Neubaues der Brücke 1957 abgebrochen. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Synagoge 1938 von der Synagogengemeinde auf Abbruch verkauft und in der 'Kristallnacht' von nationalsozialistischen Organisationen in Brand gesteckt. Jetzt steht dort ein Gedenkstem.

64. Diese und die folgende Ansicht (Nummer 65) zeigen die gleiche Partie des Ilmenauflusses in der Stadt Lüneburg, nur von unterschiedlichen Standorten. Der Bliek fällt auf die Westseite des Flusses von der Aitenbrückertorbrücke bis an die Abtsmühle. Hier ist, als vorletztes Haus, die Gastwirtschaft des Restaurateurs Peter Meyer 'Drei Linden' Bei der Abtspferdetränke zu sehen, die wohl erst kürzlich ihren Saalanbau erhalten hat. Die 1895 von Eduard Lühr gefertigte Fotografie bewahrt eine Uferpartie, die an ostdeutsche Kietze erinnert.

65. Aus einern veränderten Bliekwinkel die gleiche Partie wie Nummer 64, nur ist auch das rechte Ufer mit zu sehen. Es wird hier, wie im gegenüberstehenden Bilde deutlich, daß die uns gewohnte I!menaustraße erst spät angelegt ist. Lange Jahre besaß sie, seitdem sie 1895 benannt und geplant war, nur zwei Häuser an ihrem nördlichen Ende und reichte von der Abtspferdetränke bis zur Conventstraße. Ihre südliche Fortsetzung hieß Hinter der Altenbrückerrnauer. Sie war dicht bebaut und die Grundstücke reichten bis an das Ufer. Das rechte Ufer war unbebaut, hier war die Schießbahn der Schützen.

66. Im Vorgelände des Altenbrückerwalles stand auf dem Wandrahmwerder ein dreigeschossiges Fachwerkhaus. 1787 war es als Kattundruckerei errichtet, bald jedoch zum Krankenhaus bestimmt. 1803 wurde das Haus den französischen Truppen als Kaserne angeboten. Sie benutzten es mit dreißig Betten als Krankenhaus für Geschlechtskranke. Nach dem Abzug der Franzosen wieder Städtisches Krankenhaus, vorzugsweise für Geisteskranke. Nach der Errichtung der Provinzial-Heil- und Pflegeanstalt (siehe Nummer 146) und des Städtischen Krankenhauses (siehe Nummer 147) wurde das ansehnliche Bauwerk im Jahre 1901 abgebrochen. Kurz vorher unsere Aufnahme.

67. Die idyllische Lage des ehemaligen Krankenhauses (siehe Nummer 66) am Ostufer der Ilmenau im tiefgelegenen Wandrahmgelände wird hier deutlich. Links war die frühere Flußbadeanstalt von Halvensleben. Die eigenartigen mit einer Segeltuchplane gegen Einsicht von außen abgedeckten und in den Fluß hineinragenden Holzbauten vor dem Krankenhaus sind die verdeckten Badegelegenheiten für das weibliche Geschlecht. In der Bildmitte der Turm von St. Johannis und rechts daneben, etwas von den Bäumen verdeckt, der Ratswasserturm. Es berührt sonderbar, die Damenbadeanstalt so unmittelbar vor ein Krankenhaus placiert zu wissen.

68. Die 1870 von der Höhe des Wandrahmwalles (jetzt Haus Dr. Paul) gemachte Aufnahme zeigt die RatsmühJe, St. Johannis und vor allem den reizvollen Turm der ehernaligen Ratswasserkunst, den letzten heute noch erhaltenen, allerdings 1874 um ein Stockwerk wenig stilvoll erhöhten Turm der alten Stadtbefestigung. Die Aufstockung wurde notwendig zur Versorgung der außerhalb des alten Mauerrings höher gelegenen Stadtteile mit Wasser. 1971 wurde der obere Teil des Turmes abgebrochen und der alte Zustand mit dem Aufbau im Fachwerk wiederhergestellt. Die Wasserversorgung war inzwischen anderweitig geregelt worden.

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