Lüneburg in alten Ansichten Band 1

Lüneburg in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Adolf Brebberman
Gemeente
:   Lüneburg
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2361-7
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lüneburg in alten Ansichten Band 1'

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69. Der Bliek auf das Gewirr der Dächer der Häuser im Sülzviertel ist von der Höhe des ehemaligen Sülzwalles aus aufgenommen. Das zwischen der St. Marienkirche (siehe Nummer 45) und dem Dachreiter vom ehemaligen Stift des Großen Heiligen Geistes sichtbare Haus mit dem hohen Staffelgiebel in der Salzstraße 19 hat 1936 seine Staffeln verloren und dafür ein Walmdach erhalten. Auch in der rechts im Vordergrund einmündenden Wendischen Straße und in der Salzbrückerstraße sind in den letzten Jahren viele alte Gebäude der Spitzhacke zum Opfer gefallen. Die Mehrzahl der hohen Schornsteine ist verschwunden, nachdem die nicht mehr rentablen Dampfmaschinen schon vorher demontiert waren.

70. Das Geschäftshaus für Putz-, Modeartikel und Militär-Effekten von M. Sturm Nachf., Am Berge 50, steht kurz vor dem Abbruch. Das Gebäude ist bereits nach einem Ausverkauf wegen Geschäftsabgabe geräumt, weil die Südseitc der Straße Bei der Abtspferdetränke im Zuge der Verlegung der Fluchtlinie um eine Hausbreite abgebrochen werden soll. Auch das dahinter liegende hochgiebelige Haus mußte dem späteren Neubau Mehlhorn weichen (siehe Nummer 73). Im Hintergrund teilweise noch sichtbar der jetzige Gasthof 'Heidkrug', Am Berge 5.

71. Die in Verlängerung der Rosenstraße abwarts zur I1menau führende Straße Bei der Abtspferdetränke steht kurz vor ihrer Verbreiterung (siehe Nummer 73), der alle links stehenden Häuser zum Opfer fallen werden. Die Straße hat ihren Namen von einer Tränke, die oberhalb der Abtsmühle, wo sich das Flußbett nach Westen hin verbreitert, eingerichtet war. Die Abtsmühle wurde von Heinrich dem Löwen am 1. November 1147 den Benediktinern vom St. Michaeliskloster auf dem Kalkberge geschenkt, als er durch einen Unglücksfall seinen ältesten Sohn verloren hatte.

72. Die um 1910 vom Fotografen Wilhelm Riege gemachte Aufnahme zeigt das in seinern Unterbau massive und im Oberteil in Fachwerk errichtete Gebäude in der Salzbrückerstraße 31 aus dem 16. Jahrhundert. Das Haus hat im Erdgeschoß zugenagelte Fensterläden und ist bereits dem Verfall preisgegeben. Das Firmenschild über der Durchfahrt zeigt noch den Namen des langjährigen Besitzers Friedrich Hoppe, der hier eine Pappenfabrik betrieb und seiner Zeit Papp-Hoppe genannt wurde. Heute steht es, wie so viele andere Häuser in dieser Straße, nicht mehr.

73. Hier hat die ursprünglich schmale Straße Bei der Abtspferdetränke (siehe Nummer 71) schon ihre heutige Breite in Flucht mit dem stehengebliebenen Restaurant Peter Meyer. Die Bäckerei und Konditorei von Heinrich Benecke Am Berge 46 mit ihren zweigeschossigen Utluchten hat dem 1913 errichteten Neubau des Schlachtermeisters Mehlhorn weichen müssen. In dem noch stehenden rechten Hause Nummer 45 wohnte damals der Schlossermeister Kaiser. Ein großer eiserner Schlüssel vor seinem Hause deutet darauf hin. Derartige Hauszeichen - bei Buchbindern, Schlossern, Glasern, Schirmmachern und so weiter - belebten früher reizvoll das Straßenbild. Die Letzten, die solche benutzten, waren die Friseure und Bäcker.

74. Der Bliek geht von der Lünertorstraße in die Straße Am Lünerdamm. Rechts vom Verkaufspavillon ist das Geländer der über den alten Lösegraben führenden Brücke sichtbar, der bei Anlage der Reichsbahnlinie Berlin-Wittenberge-Brernen in den Jahren 1873/74 zugeschüttet und mit dem Bahndamm bedeekt wurde. Die dazu benötigten Erdrnassen wurden bei Abtragung der im Osten der Stadt noch vorhanden gewesenen ehemaligen Stadtwälle gewonnen (siehe Nummer 53). Der alte Lösegraben verlief östlich der in Verlängerung des Lünerdammes nach Norden führenden Lindenallee zum Kloster Lüne. Das große zweigeschossige Wohnhaus steht noch am Lünerdamm Nummer 5/6.

75. Seitdem der südliche Stadtwall zwischen Roter Straße und Sülztor abgetragen war, konnte diese Gegend bebaut werden. Im Jahre 1866 waren bereits die ersten Häuser auf der Nordseite entstanden. Die Herberge 'Zur Heimat', rechts im Bilde, am Eingang der Gummastraße, ist J 869 eröffnet worden. Inzwischen ist sie einem Neubau der Kronenbrauerei gewichen. Rechts von ihr und im Hintergrund St. Michaelis, links im Bilde das große Dach der Heiligengeistschule mit dem gotischen Dachreiter des Hospitals. Im Vordergrund ist in zwei Grabsteinen links der bereits dem Untergang einer alsbaldigen Bebauung geweihte Gertrudenkirchhof zu erkennen.

üneburg

Mar enptatz.

76. Der Gebäudekomplex des Rathauses mit dem Kämmereigebäude ist hier von der Kaiserlichen Post aus aufgenommen. Der Anbau weist noch die aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts stammenden neugotischen Zutaten auf', die vor dem Ersten Weltkrieg durch einen Staffelgiebel im Stil der Renaissance nach den Plänen des Architekten Krüger ersetzt wurden. Auf dem links sichtbaren Teil des Marienplatzes stehen hinter dem Verkaufspavillon noch alle Linden. Der uns heute bekannte Parkplatz wurde nach Planierung des unebenen Geländes zunächst für die britische Besatzungsmacht eingerichtet und später nach deren Abzug für die Allgerneinheit freigegeben.

77. Der Zugang durch die hohe gotische Flügeltür am Ochsenmarkt in das Rathaus mündet in ein trostlos wirkendes Treppenhaus, das doch in gewissern Sinne das Vorzimmer für die von ihm aus zugänglichen Festräume des Rathauses sein soll. Offensichtlich wird dieser Eindruck durch den grau gehaltenen Anstrich gefördert, mit dem man wohl schon zu Beginn des vorigen Jahrhunderts vom Chorgestühl in St. Johannis angefangen bis hin zu den Hausfassaden alles einzutünchen pflegte. Die Treppe ist inzwischen umgestaltet. Sie führt heute mit einem Absatz und in einem Zuge bis zum Podest in Höhe des Fürstensaales. Die auf dem Bilde hinter der Gaslampe sichtbaren Stufen sind daher verschwunden.

78. Das alte Eckhaus (jetzt Baumhauer) weicht von den üblichen Haustypen ab, da die Spitzbogentür zur Altenbrückertorstraße zeigt und der Giebel mit dem Aufzug zu den Lagerböden auf die Straße Bei der Ratsmühle blickt. Die großen Eichenbalken über den Fenstern sind fast an jedem alten Hause in Lüneburg zu bemerken. Heute üben eiserne T-Träger die gleiche Funktion aus. Nach Abriß des Maschinenhauses der Ratsmühle (links) vor wenigen Jahren bieten die kleinen Häuser einen freundlichen Anblick. Die Ecke des um 1905 abgerissenen Hauses ist aus abgerundeten Formsteinen gebildet, Diese Erscheinung war früher allgemein.

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