Luckenwalde in alten Ansichten

Luckenwalde in alten Ansichten

Auteur
:   Roman Schmidt
Gemeente
:   Luckenwalde
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5964-7
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Luckenwalde in alten Ansichten'

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19. Dieses heute nicht mehr vorhandene Gebäude ist für Luckenwalde von großer historischer Bedeutung. 1780-1785 entstand auf Veranlassung Friedrich 11. von Preußen hier die 'Große Fabrik', Der erste Verleger war Thomas de Vins. Durch Fehlschläge in der Fabrikation kam es zur Versteigerung der Fabrik. Übernommen wurde sie 1806 von Gottlieb Busse. Sein Schwiegersohn, der spätere Geheime Kommerzienrat von Carl übernahm den Betrieb 1819. Die Firma Tannenbaum, Pariser & Co. kaufte die 'Große Fabrik ' 1853 für 155 000 Taler. Drei Generationen wurde sie von der jüdischen Familie Pariser mitgeleitet, bis das Unternehmen und das Vermögen der Familie durch die Nazis beschlagnahmt wurden.

20. Die alteingesessene Familie Fähndrich gehörte zu den größten Luckenwalder Tuchfabrikanten. Am 1. April 1818 erfolgte mit der Eintragung der Firma in das Handelsregister der Stadt die Umstellung der handwerklichen Arbeit auf Anfänge der fabrikmäßigen Fertigung, so daß der Gründungstag der Firma c.w. Fähndrich mit dieser Eintragung festliegt. Der Stammbetrieb befand sich auf der Burg (heute Polizei). Die Nachfrage nach Fähndrichschen Tuehen stieg und die Firma erwarb 1864 das im Foto gezeigte Fabrikgelände im EIsthal. Der Name unserer Stadt wurde durch die Firma Fähndrich weltweit bekannt. Auf Messen erwarb sie für ihre Tuche 1873 in Wien, 1879 in Sidney und 1885 in Antwerpen erste Preise.

21. Diese Ansichtskarte vom Röthe-Fließ weist uns auf den Flachsanbau bei Luckenwalde hin. Der gernähte Flachs wurde zuerst auf einem großen Metallkamm geriffelt, um den Flachsstengel von den Sammenkapseln zu befreien. Die Faser sollte sich nun von den übrigen Teilen des Stengels lösen. Um dieses zu erreichen wurde der Flachs einem Gärungsprozeß unterworfen, indem man ihn ins Wasser legte. Diesen Arbeitsschritt nannte man Röhten (Röhte-Fließ), Anschließend wurde er zum Dörren auf flacher Erde ausgebreitet. Auf der Flachsbreche und der Schwingel befreite man die Faser vom hölzernen Keim und der Rinde. Nach dem Hecheln (feines auskämmen) konnte auf dem Spinnrad der Faden entstehen.

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Gasanstalt.

22. Diese Aufnahme von 1914 zeigt die Gasanstalt Luckenwaldes in der Brandenburger Straße 13. Die Stadt Luckenwalde schloß am 10. Januar 1856 rnit der Deutschen Continental-Gas-Gcsellschaft zu Dessau einen Vertrag, in dem sich die Geselischaft verpflichtcte, ein Gaswerk zu bauen, die Stadt mit Gaslicht zu versorgen und jedem Privaten Gas zu licfern. Im Gegenzug mußte sich der Magistrat verpflichten, der Gesellschaft das ausschließliche Recht der Benutzung der städtischen Straßen zum Verlegen von Gasröhen zu gewähren. Dieser Zustand blieb bis zur Kündigung des Vertrags 1926 bestehen.

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23. Die Stadt beschloß 1904 den Bau eines Schlachthofes auf dem J 1 000 qm großen Grundstück an der heutigen Berliner Straße. Als Begründung führte man die richtige Erkenritnis an, daß es ein dringendes Gebot der Gesundheitspflege sowie der Sanitäts- und Veterinärpolizei für eine moderne Stadt sei, einen ausschließlich dafür zu benutzenden, öffentlichen Schlachthof zu bauen. Das Stadtbauamt führte das Projekt aus und bildete eine Schlachthofbaukommission die aus den Herren Drinkwitz, Gottfried, Pariser, Lewin, Jurisch, Braunsdorfund Gerischer bestand. Bauinspektor Heine leitete den Bau, der nach dreizehn Monaten bereits fertiggestellt wurde, und am 18. August 1906 seiner Bestimmung übergeben werden konnte.

24. Auf dem Haag befand sich die Carl'sche Kleinkinderbewahranstalt. Das Foto stammt aus dem Jahre 1925. Die Anstalt, eine Stiftung des Geheimen Kommerzienrates von Carl (1795-1867) und seiner Frau, ging im Jahre 1848 testamentarisch auf die Stadtgemeinde Luckenwalde über. Durchschnittlich war die Kleinkinderbewahranstalt mit vierzig Kindern im Alter von2-6 Jahren belegt, die während der Tagesstunden hier gepflegt und erzogen wurden. Außerdem erhielten die Kinder hier auch Milch und Kakao, sowie Mittagessen.

25. Das Carlstift für invalide Fabrikarbeiter in der Auguststraße 44, war ein weiteres testamentarisches Geschenk des Geheimen Kommerzienrates von Carl an die Stadtgemeinde (1867). Ebenso wie beim 'GebrüderHeinrich-Stift' wurden Anfangs die invaliden Arbeiter seiner Fabrik bei der Vergabe der Wohnungen bevorzugt behandelt. Im Gebäude befanden sich sechs Doppelwohnungen und achtzehn Kleinwohnungen. Von Carl starb 1867 in Berlin, ruht aber auf dem Luckenwalder Friedhof vor dem Jüterboger Tor im Erbbegräbnis seines Schwiegervaters Gottlieb Busse.

26. Diese Aufnahme des Luckenwalder Bahnhofs entstand 1890. Der Geheime Kommerzienrat Heinrich Conrad von Carl war es, der als Vorsitzender des Verwaltungsrates der Berlin-Anhalter-Eisenbahn dafür sorgte, daß die Bahn nicht über Treuenbrietzen (wie geplant) sondern über Luckenwalde gelegt wurde. Am 21. Juni 1841 konnte die Eisenbahnstrecke eröffnet werden. H.C. von Carl wurden viele Ehrungen zu teil. Vom Herzog von Anhalt erhielt er den Hausorden Heinrichs des Baren. der König verlieh ihm den Roten Adlerorden TI. Klasse mit Eichenlaub und am 18. Oktober 1861 das Adelsdiplom. Für seine Verdienste um die allgemeine Industrie-Ausstellung in Paris machte man ihn zum Ritter der französischen Ehrenlegion.

27. Dieses im historischen 'Neo-Renaissance-Stil' erbaute Backsteingebäude beherbergt die Hauptpost. Noch im Jahre 1717 erhielt Luckenwalde seine Post von Treuenbrietzen. Die Posthalterei lag 1766 irn Hause Markt 17/18, Posthalterwar Martin Fähndrich, Nachdem die Postexpedition erster Klasse (1841) zum Postamt (1870) erhoben wurde, brachte man dieses im Hause Breite Straße 33 unter. Im Jahre 1880 ist das von Färbereibesitzer Heinrich Bolze erbaute Gebäude Breite Straße 6 in Benutzung genommen worden. Die Diensträume erwiesen sich sehr schnell als nicht ausreichend. Am 1. April 1890 begann man mit dem Bau des heutigen Postgebäudes und am 30. September 1891 wurde der Dienstbetrieb eröffnet.

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28. In der Mitte des vergangenen Jahrhunderts bildete sich in Deutschland die Genossenschaftsbewegung. Unter dem Grundsatz 'Was du nicht allein verrnagst, dazu verbinde dich mit anderen' entstand 1865 in Lukkenwalde der Konsumverein 'Vorwärts', Weber der Fabrik von Schlüter & Ginnow in der Friedrichstraße gründeten den Verein. Im Protokoll der Gründungsversammlung ist zu lesen: ' ... Nach mehrfachen Beratungen trat heute eine Anzahl Arbeiter zusammen, um einen Konsumverein zu bilden. Luckenwalde, den 13. August 1865.' Die Aufnahme zeigt das 1870 gekaufte Haus (Markt 33) welches der Verein lange Jahre als Gesellschaftslokal nutzte.

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