Luckenwalde in alten Ansichten

Luckenwalde in alten Ansichten

Auteur
:   Roman Schmidt
Gemeente
:   Luckenwalde
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5964-7
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Luckenwalde in alten Ansichten'

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49. Beim Umbau der Sankt-Johannis-Kirche wurden auch die bis dahin unter einer Putzschicht ruhenden Malereien im Innenraum gcfunden. Dazu finden wir in einem alten Heirnatkalender folgendes: '". Nun wäre durch diese Auffindung keine erhebliche Verzögcrung der Sache eingetreten, wenn entweder. was viele verlangten. die Malereien einfach wieder überstrichen und dadurch auf's neue für Jahrhunderte vergraben worden wären, oder wenn die kirchlichen Körperschaften sogleich bereit gewesen wären, dieselben auf Kosten der Gemeinde in würdiger Weise wieder herstellen zu lassen ... '. Nach langem hin und her entschied man sich zum Glück für ein Restaurieren der Malereien durch den Kunstmaler Kutschmann aus Berlin.

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SO. Durch den Anschluß Luckenwaldes an die Berlin-Anhalter Eisenbahn dehnte sich die Stadt zunehmend aus. Der Bau einer zweiten Kirche wurde somit dringend erforderlich. Am 14. September 1890 fand die feierliche Grundsteinlegung in der Frankenstraße statt. Nach einer behördlichen Anordnung vom 28. April 1892 erhielt die zu bauende Kirche den Namen Sankt-Petri-Kirche. Die gotische Formgebung entsprach dem damaligen Zeitgeschmack (Neogotik). Generalsuperintendent Dyrander weihte die Kirche am 3. Mai 1892 ein. 350 Sitzplätze standen in der neuen Kirche zur Verfügung.

51. Am selben Tag an dem die feierliche Einweihung der Sankt-Petri-Kirche stattfand (3. Mai 1892), legte man auf dem alten Friedhof in der Zinnaer Straße den Grundstein für die Sankt-Jacobi-Kirche. Der Entwurf für diese Kirche stammt von Dr. Adler. Im Beisein der Prinzessin LeopoJt von Preußen, die als Vertretung für die durch Unwohlsein verhinderte Kaiserin anwesend war, fand die Einweihung am 12. Dezember 1894 durch Generalsuperintendent D. Dryander statt. Als Baustil wird der sogenannte 'Übergangsstil' angegeben. Stolze 1 200 Sitzplätze sind im Inneren der Sankt-JacobiKirche vorhanden. Ihr Turm überragt alle Bauwerke der Stadt, auch den Marktturm.

52. 1729 erhält Abraham Moses als erster Jude das Wohnrecht in Luckenwalde. Über 100 Jahre vergingen, bis sich 1869 hier eine jüdische Gemeinde gründete, Vorher gehörten die gläubigen Juden dem Synagogenbezirk Beelitz an. Bis zur Einweihung der Synagoge (Foto) in der Carlstraße 38 (Puschkinstraße) am 4. Oktober 1897 fanden die Gottesdienste in gemieteten Räumen, in Privatwohnungen und fast zehn Jahre lang im Gartenhaus (gottesdienstliches Lokal) des Geheimen Sanitätsrates Dr. Luther statt. Der Regierungsbaumeister Gerstenberg aus Berlin entwarf die Synagoge und leitete den Bau.

53. Die veranschlagte Bausumme für die Synagoge von 25 000 Mark wurde um etwa 5 000 Mark überschritten. Aus diesem Grund mußte die Innenausstattung (Foto) größtenteils mit Hilfe von freiwilligen Spenden der Gemeindemitglieder erfolgen. Das fertige Gotteshaus diente der Synagogengemeinde viele Jahre als Heimstätte. In der Luckenwalder Zeitung finden wir bis zum 15. April 1933 die Ankündigungen für die Gottesdienst der jüdischen Gemeinde. Am 10. und 11. November 1938 (Novemberpogrom) wurde die Synagoge beschädigt und die Inneneinrichtung verwüstet...

54. Das Gotteshaus der Baptistengemeinde Luckenwalde wurde am 10. Juni 1894 in der Carlstraße 36 (Puschkinstraße) eingeweiht. Über die Einweihungsfeier berichtete seinerzeit der Prediger G. Späth im 'Wahrheitszeugen': 'Am Morgen lag schon eine Betgemeinde mit innigern Dank und heißern Flehen vor dem Herrn, und es war herzerhebend, der Versammlung beizuwohnen. Prediger Peters aus Berlin leitete den Vormittagsgottesdienst und legte in begeisterter Rede der äußerst zahlreichen Versammlung dar, was der eigentliche Zweck des Gebäudes sein sollte, nämlich, daß hier das einfache Evangelium in apostolischer Weise verkündet werde ... '

55. Ein besonders beliebter Mann in Luckenwalde war der Arzt Dr. Fritz Rothe. Er verstarb im Jahre 1918. Da er zu keiner Kirche gehörtc, für ihn überhaupt keine religiösen Fragen existierten, woraus er auch keinen Hehl machte, verweigerte ihm die evangelische Kirche das letzte Geleit. Der Baptistenprediger Bohle (Foto) übernahm diese Aufgabe. Die Beerdigung des Dr. Rothe fand am 5. Mai 1918 auf dem Jüterboger Friedhof statt. Er war stets ein hilfsbereiter und ein Hilfe bringender Arzt, so daß die Luckenwalder zu tausenden an seiner Beerdigung teilnahmen. In seiner Grabpredigt sprach Bohle über die Worte Joh. 8. 7: 'Wer von euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf ihn.'

Cudtenmalde Einden-Hllee

Kath. Kirche

56. Durch den Zuzug von katholischen Arbeitern aus Österreich und Süddeutschland in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts, entstand in Luckenwalde eine kleine katholische Gemeinde. Nachdem man von 1833 bis 1847 in einer gemieteten Tuchmacherstube die Gottesdienst abhielt, baute sich die katholische Gemeinde eine kleine Kapelle in der Zinnaer Straße. Diese erwies sich bald als zu klein. 1908/1909 entstand in der Lindenallee 3 das neue Pfarrhaus. Gleich daneben baute man in den Jahren 1913/14 die Sankt-JosephKirche. Das Foto zeigt die katholische Kirche kurz nach Beendigung des Ersten Weltkrieges.

57. In diesem Gebäude in der Zinnaer Straße 38 war das Königliche Amtsgericht Luckenwalde von 1834 bis 1913 untergebracht. In der Woche war es täglich von 8.00 bis 13.00 Uhr und von 15.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Es gab sogar eine Sprechstunde für das 'Recht suchende Publikurn und ein Untersuchungs- und Stratgefängnis, Im Jahre 1905 war der Amtsrichter Borchard gleichzeitig als Gefängnisvorsteher angestellt. Seit 1913 wird das jetzige Gerichtsgebäude in der Lindenallee genutzt.

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58. Kein Hochwasser, sondern die Überschwemmung der Friedrichstraße durch starke Regenfälle wird auf dieser Posrkarte vom 21. November 1901 gezeigt. Wie uns die 'Luckenwalder Zeitung' berichtet, kam es mehrere Tage hintereinander zu sehr starken Regenfällen. Auch an anderen Stellen der Stadt hätte man ein solches Foto machen können. Über ein anderes kurioses Ereignis berichtet die 'Luckenwalder Zeitung' am 21. August 1901: 'In einer sehr fatalen Lage befand sich gestern Abend gegen 7 Uhr eine Frau, deren Stahlroß an der Löwenapotheke plötzlich den Dienst versagte. Um nicht zu stürzen, trat die junge Dame kraftig in die Pedale, verlor dabei die Ruhe und fuhr direkt in die Nuthe hinein ... '

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