Luckenwalde in alten Ansichten

Luckenwalde in alten Ansichten

Auteur
:   Roman Schmidt
Gemeente
:   Luckenwalde
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5964-7
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Luckenwalde in alten Ansichten'

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59. Ein nicht ganz alltäglicher Unfall ereignete sich am 28. Mai 1904 in der Treuenbrietzener Straße 13 auf dem 'Leonhardtschen Grundstück'. Etwa um 13.00 Uhr senkte sich das gerade neugebaute Haus aus ungeklärten Gründen derart, daß große Risse entstanden und die Feuerwehr gerufen werden mußte. Vorsichtshalber wurdedas Gebäude geräumt. Durch Anspritzen des Fundarncntes wollte die Feuerwehr den Einsturz der betroffenen Giebelwand beschleunigen und harte damit auch Erfolg. Gegen 6.00 Uhr Abends brach der Gebäudeteil zusammen. Dabei bildete sich eine übergroße Menge Staub, die bis in die Breite Straße drang. Das Schauspiel wurde von einer große Menschenmenge verfolgt.

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60. Glücklicherweise kam bei diesem Eisenbahnzusammenstoß kurz vor dem Luckenwalder Bahnhof niemand zu Schaden. In einer Empfehlung der Eisenbahnbehörde vom 18. Juli 1907 heißt es: c ??? Mehrere zum Teil schwere Zusammenstöße von Eisenbahnzügen sind neuerdings dadurch veranlaßt worden, daß die Lokomotivführer die zulässige Geschwindigkeit überschritten haben und daher den Zug nicht vor dem in Haltestellung befindlichen Einfahrtsignal zum Stillstand bringen konnten. Der Eisenbahnminister ernpfiehlt daher den Eisenbahndirektionen, ihre Lokomotivführer nachdrücklich auf die über die Fahrgeschwindigkeit bestehende Vorschrift hinzuweisen .. .'

61. Die Jüterbog-Luckenwalder Kreiskleinbahn wurde am 20. Dezember 1900 in Betrieb genommen. Sie verband die Städte Jüterbog und Luckenwalde mit Dahme und hatte eine Gesamtlänge von rund 80 km. Die Tatsache, daß die Bahn von Anfang an ein Zuschußbetrieb war, konnte zunächst in Kauf genommen werden, da sie jährlich etwa 50 000 Tonnen Güter und 80 000 Personen beförderte. Da jedoch in den Jahren 1929 bis 1931 der Güterverkehr erheblich zurückging und vor allem die Personenbeförderung immer unzeitgemäßerwurde (Fahrzeit Dahmc-Jüterbog 2 Stunden), stellte man am 15. Januar 1932 die Beförderung von Personen und Gepäck auf Omnibusse um. Ihre letzte Fahrt machte die im Volksmund 'Fläming-Expreß' genannte Bahn am 15. Februar 1939.

62. Der Marktturm, in seiner ursprünglichen Substanz romanisch/frühgotisch (12.-13. Jahrhundert), erhielt seine Barocke Haube 1730. Leider existieren weder von seiner Erbauung noch von der ihm zugedachten Funktion irgendwelche urkundlichen Übcrliefcrungen. Seit den archäologischen Untersuchungen im Neubaugebiet 'Burg' im Jahre 1987/88 kann die Meinung, daß der Turm zur Luckenwalder Burg gehörte, nicht mehr aufrecht erhalten werden. Klaus Grebe vom Museum für Ur- und Frühgeschichte dazu: ' ... Die Burg ging in ihrer Ausdehnung aufkeinen Fall, wie früher vermutet, bis in den Bereich des Marktplatzes ... ' Ab 1484 wird der Marktturm als Glockenturm der Sankt-Johannis-Kirche genutzt.

63. Stolz präsentiert hier der Klempnermeister Kar! Nunsdorf die neue Turmspitze, die er selber angefertigt hatte. Seine Werkstatt befand sich in der Treuenbrietzener Straße 134/135 (heute Rudolf-BreitscheidStraße). Ein enges freundschaftliches Verhältnis bestand zwischen der Familie des Klempnermeisters Nunsdorf und der Familie Rose. Letzterer war Pastor der Sankt-Petri-Kirche. In einem alten Fotoalbum der Familie Nundorf kann man eine ganze Reihe von Aufnahmen bewundern, die die beiden Familien bei allen möglichen Unternehmungen zeigen. Übrigens wurde dieses Fotoalbum auch mit Untertexten versehen, was ungemein hilfreich bei der Bestimmung der Aufnahmen ist.

5chützenhaus.

64. Die Deputierten der Schützen-Gesellschaft veröffentlichten am 20. März 1841 eine Anzeige 'Verpachtung', aus der hervorgeht, daß 'das Schützenhaus nebst dem daran liegenden Garten und dem dazu gehörigen Inventarium zu Michaelis pachtlos wird.' Die Verpachtung lief auf sechs Jahre. Außerdem sollte der 'der Schutzengilde noch zugehörigen 6 Morgen 73 Quadratruthen 81 Quadratfuß Acker Wiesenwachs' verpachtet werden. Des weiteren erfahren wir: 'Am 26. September 1841 werden auf dem Schützenhause 1 Billard nebst Zubehöhr, Tische, Stühle, Schränke und ein großer Mehlkasten, sowie steinerne und gläserne Bierflaschen, Biergläser, steingutenes Geschirr versteigert,'

65. Die Luckenwalder Schützengilde betrachtet als Gründungsjahr ihrer Gilde 1425 und führt als Beweis die Gründung der Nachbargilden in Treuenbrietzen, Beeskow, Müncheberg, Lübben und Luckau sowie den Schützenaltar in der Johanniskirche an. Einen urkundlichen Nachweis gibt es für das Gründungsjahr nicht. Erstmals wurde die Schützengilde Luckenwalde im Erbregister des Klosters Zinna vom Jahre 1471 genannt. Im Dreißigjährigen Krieg existierte die Gilde durch Verbot oder Selbstauflösung nicht mehr. Am 24. Juni 1698 wurde die Schützengilde von Kurfürst Friedrich lIL erneut bestätigt. Das Schützenfest bildet, wie auch schon in dieser Aufnahme von 1899, heute wieder einen jährlichen Höhepunkt in Luckenwalde.

66. Als es im Jahre 1867 zu einem größeren Brand in der Geraer Kolonie kam, verweigerten die feuerlöschpflichtigen Bürger dem Kommandanten den Gehorsam, ließen die Brandstelle im Stich und gingen einfach nach Haus. Der städtischen Verwaltungsbericht von 1874 beschreibt uns die Lage des Feuerlöschwesens noch als chaotisch. Die Bürger versuchten sich auf alle mögliche Art und Weise vom Feuerlöschdienst zu drücken. Der Luckenwalder Bürgermeister Friedländer änderte diesen unerträglichen Zustand im Jahre 1875. Er gründete unter Mitwirkung des Männer-Turnvereins die Freiwillige Turner-Feuerwehr. Das Kommando hatte der Forstaufseher Karl Wolf. Erst 1880 löste sich die Wehr (Foto von 1910) vom Turnerverein.

67. Der Handwerkerverein Luckenwalde wurde 1846 gegründet. Die Flußbadeanstalt im EIsthal unterhielt er seit 1861. Dieses Freibad wurde 1911 erneuert (siehe Foto). Der Betrieb kam nun erst richtig in Gang. Die Anlage war bald wieder zu klein und mußte ab März 1925 erweitert werden. Weniger bekannt ist die zweite Badestätte. Wenn man in den zwanziger und dreißiger Jahren, die Madehen und Jungen hinter der Bahn befragte: 'Wo geht ihr baden?'. bekam man die Antwort: 'Bei Rietdorfs Willem!' Der Badebetrieb soll dort schon seit 1912 bestanden haben. Die Lage des Bades ist etwa mit der des ehemaligen Freibades X. Weltfestspiele identisch.

Zur Erinnerung an die Einweihung des Turnplatzes der Luckenwalder Turnerschaft am 4. August 1907,

68. Bereits 1845/46 entstand der erste Turn- und Tummelplatz in Luckenwalde (Schützenstraße ). Die 'Turnriege' des Handwerkervereins baute und nutzte den Platz. Diese Riege wuchs zahlenmäßig so schnell, daß sie sich 1862 aus dem Handwerkerverein löste um als 'Männerturnverein' Iortzubestehen. Nach einer Namensänderung 1890 hieß der Verein 'Freie Turnerschaft'. Am 1. Januar 1906 vereinten sich die Turnvereine 'Freie Turncrschaft', 'Vorwärts' und 'Freundschaft' zur 'Luckenwalder Turnerschaft'. Der neu entstandene Verein baute sich einen Sportplatz an der Frankenfelder Chaussee und weihte diesen am 4. August 1907 feierlich ein (Foto).

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