Mahlow-Glasow in alten Ansichten

Mahlow-Glasow in alten Ansichten

Auteur
:   Christlieb Ludwig
Gemeente
:   Mahlow-Glasow
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6033-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Mahlow-Glasow in alten Ansichten'

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59 Die Bauern durften in zunehmendem Maße nicht mehr selbst ihre Produkte nach Berlin transportieren und dort verkaufen. Dafür sprangen Obst- und Gemûsehändler ein, die an Ort und Stelle die Waren aufkauften und vermarkteten. Im Ort gab es drei solche Händler, und zwar Max Vetter, Georg Krahn und Karl Freiert. Mit solchen Federwagen fuhren die Händler nach Berlin und brachten die Produkte hauptsächlich in die Zentralmarkthalle. Hier ist der Wagen von Max Vetter zu sehen. Die Petroleumlampe unter dem Wagen spendete bei Dunkelheit soviel Licht, daß der Wagen gesehen wer-

den konnte. Hier dient er als Spielplatz fûr Alfred, Trudchen, Hannchen und Ruth.

60 Den Spinat erntete man im späten Herbst oder im zeitigen Frûhjahr, Mitunter war der Spinat durch Witterungseinflüsse schmutzig, und er mußte gewaschen werden, bevor man ihn an den Händler abgab, Das geschah draußen in großen Wannen und war oft eine 'kalte Angelegenheit'. Hier wird auf dem Hof von Georg Gäbert der Spinat gesäubert.

61 Spargel wurde in Glasaw in geringem Maße angebaut. Auf dem Bild ist Paul Schutsch beim Spargelstechen. In der rechten Hand hält er das Spargeleisen und in der linken einige Spargelstangen. Der Spargelanbau ist aufwendig und die Ernte ebenfalls.

62 Die im zeitigen Frühjahr, wenn es die Temperatur hergab bereits im januar / Februar, gesäten Mohrrüben, wurden etwa Anfang Juni geerntet. Die Aussaat des feinen Samens erfolgte reihenweise mit Handsämaschinen. Wenn sich nachAufgang der Saat das erste Unkraut zeigte, mußte immer wieder gehackt und gewietet werden. Auf dem Bild ist links der Bauer Ferdinand Richter mit seinen Arbeitsleuten beim Ziehen der Mohrrüben. Ieder hatte vorher zurechtgeschnittene Strippen an seinem Schürzenbund. Nach Wunsch des Händlers banden die Arbeiter zehn oder zwanzig Möhren zu einem Bund zusammen.

63 Damit die Mohrrüben sauber und ansprechend aussahen, wurden sie gleich auf dem Feld in Wannen gewaschen. Das Wasser transportierte man in großen Fässern auf den Acker. Es konnte dann, je nach Bedarf, in die Wannen eingelassen werden.

64 So aufwendig und schwer war früher das Kartoffelsetzen. Nach derVorbereitung des Bodens wurden mit einer Maschine die Löcher zur Aufnahme der Kartoffeln in den Boden gemacht. Die Kartoffelsetzer banden sich sehr stabile Schürzen um und füllten die Kartoffeln ein (zirka 10 kg). Dann ließ man die Kartoffeln einzeln in die Löcher fallen und deckte beim Laufen mit dem Fuß den Sand ûber die Knolle. Hier sind Werner Neuendorf, Minria Klucke und Elia Gäbert bei der Arbeit. Gleich dahinter häufelt Paul Gäbert die Kartoffeln an.

65 Hier werfen wir einen Bliek auf den Bauernhof von Paul Liesegang, Nr. 37. Der Hof wurde von zwei Stallgebäuden und der Scheune begrenzt. In der Mirte lag der Dunghaufen, den man mit den Ackerwagen umfahren konnte. Das Gras, das vom Wagen abgeladen wird, mußte jeden Tag frisch von den Wiesen geholt werden. Alle vorhandenen Tiere warteten schon darauf. Der Käfig im Vordergrund war für die Hühnernachzucht bestimmt. Die Glucke mit ihren Küken war hier sicher untergebracht. Er schützte gegen 'Räuber' (Hunde, Katzen. Greifvögel). Das Wasser für Mensch und Tier spendete diese Pumpe. Zu Koch- und

Trinkzwecken standen zwei oder drei Eimer in der Küche auf der Wasserbank. Die Großtiere zu tränken war jeden Tag eine schwere Arbeit. Im Winter mußte der Brunnen mit Stroh eingepackt

werden, damit das Wasser nicht einfror.

66 Während der Kartoffelernte gab es die Mahlzeiten meistens auf dem Feld. Die Brote für das zweite Frühstück nahm man gleich morgens rnit. In Handtücher und Heu eingepackt (es gab noch keine Thermophore) wurde das Mittagessen mit einem Pferdewagen auf den Acker gebracht. Die Vespermahlzeit war auch gleich dabei. Dort draußen in freier Natur schmeckte alles besonders gut. Ieder war froh, sich ein Weilchen ausruhen zu können. Dieses Bild zeigt die Kaffeepause auf dem 'Kiebitzberg'.Von links sind zu sehen:

Der 'Neuköllner' (er kam jedes [ahr zur Kartoffelernte ), Minna Klucke, Hilde, Ella Gä-

bert, Paul Gäbert, Tochter Brunhilde, Auguste Korke und Werner Neuendorf.

67 Zum Anfang des Iahrhunderts war es noch üblich, die Kartoffeln mit einer vierzinkigen Hacke auszugraben. Sie wurden in Körbe gesammelt und dann in Säcke geschüttet. Später harten die Bauern Kartoffelroder. Da fiel das beschwerliche Ausbuddeln weg. Die Kartoffeln lagen sauber in einem Streifen auf der Erde und ließen sich schnell einsammeln. Die großen Kartoffeln waren fûr die menschliche Ernährung, die kleinen für die Tiere bestimmt. Außerdem sortierte man noch Saatkartoffeln für das nächste [ahr gesondert aus. Jedes jahr kaufte der Bauer aber auch neue Saatkartoffeln dazu. Das Bild zeigt Max

Grüneberg neben dem Kartoffelroder mit seinen Helfern.

68 Bevor man, kurz nach der [ahrhunderrwende, diesen Mähmaschinenableger in der Landwirtschaft einsetzen konnte, mußten die Bauern das Getreide mit der Sense mähen. Danach kamen die Frauen, banden das Getreide mit Strohbändern zusammen und setzten die Garben zum Trocknen in Hocken (Mandeln) auf Bei diesemAbleger mußten die Garben auch noch von Hand gebunden werden.

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