Maintal in alten Ansichten

Maintal in alten Ansichten

Auteur
:   Walburga Edeling-Teves
Gemeente
:   Maintal
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5124-5
Pagina's
:   104
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Maintal in alten Ansichten'

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van

W. edeling-Teves

Europäische Bibliothek - Zaltbommel/Niederlande

W~OEN

OEKJE

rSBNlO: 90 288 5124 0 rSBN13: 978 90 288 5124 5

© 1990 Europäische Bibliothek - Zaltbommel/Niederlande © 2010 Reproduktion des ursprünglichen Druckes aus 1990

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EINLEITUNG

Die Buchreihe 'in alten Ansichten' des Verlages Europäische Bibliothek stellt Gemeinden und Städte vor, wie sie auf Postkarten oder Fotos zwischen den Jahren 1880 und 1930 aussahen. Die Zeitspanne umfaßt also die Kaiserzeit mit fortschreitender Industrialisierung und den Ersten Weltkrieg mit nachfolgender Inflation und Währungsreform (1923) bis zum Tiefpunkt des wirtschaftlichen Niedergangs in den dreißiger Jahren.

Die bis zum Jahr 1974 selbständigen Gemeinden Wachenbuchen, Bischofsheim, Hochstadt und die Stadt Dörnigheim schlossen am 27. November 1973 einen Grenzänderungsvertrag über ihre Vereinigung . zur Stadt Maintal, 'nachdem der Hessische Landtag keine andere Wahl gelassen hatte' (H. Lippert). Die benachbarte Großstadt Frankfurt hatte damals Pläne für die Eingemeindung umliegender Ortschaften entwickelt, wo ohnehin zahlreiche ihrer ausgebombten Bürger Wohnung gefunden hatten. Um sich diesem Zugriff zu entziehen, schlossen sich nun auch Gemeinden zusammen, die viel lieber ihre Selbständigkeit bewahrt hätten. Auch die oben genannten vier Ortsteile fügten sich in das Unvermeidliche. Die Sach' werd immer netter: als Bauern gehn mer heut' ins Bett un' wache uf] als Städter,

glossierte ein Karnevalist eine Gebietsreform, die in dieser Zeit zahlreiche Gemeinwesen betraf.

Dörnigheims Vergangenheit ist bis ins 8. Jahrhundert urkundlich nachzuweisen. Es hatte - an einer Hauptdurchgangsstraße von Ost nach West und Nord nach Süd gelegen - ein wechselvolles Schicksal, wie auch die drei anderen aus früher Zeit stammenden Dörfer, worauf aber hier nicht näher eingegangen werden soll.

Die vorliegenden Bilder lassen erkennen, daß in der ausgewählten Zeitspanne (1880-1930) zwar allgemein eine soziologische Umstrukturierung stattfand, die aber den Bewohnern eines Gebietes um die Städte Frankfurt, Offenbach und Hanau keinen besonderen Wohlstand brachte. Sie lebten - wie eh und je - 'vor den Mauern' und waren nur mangelhaft in die Infrastruktur eingebunden. Wer nicht mehr als Landwirt seinen Lebensunterhalt verdienen konnte, verdingte sich als Arbeiter in den zunehmend entstehenden benachbarten Industriebetrieben. Der tägliche Weg zur Arbeit mußte verwiegend zu Fuß zurückgelegt werden - auch wenn inzwischen Eisenbahnstationen in Dörnigheim und Bischofsheim eingerichtet worden waren.

Die Agrarerzeugnisse und die in Heimarbeit oder kleine-

ren Gewerbebetrieben fabrizierten Produkte wurden auf Fuhrwerken oder Schubkarren zu den Abnehmern gebracht, Obst in kleineren Mengen in geflochtenen Weidenkörben zum Verkauf nach Hanau oder Offenbach getragen. Das erste Auto fuhr z.B.in Bischofsheim erst 1919.

Einen Ausgleich für die harte tägliche Arbeit boten die Vereine: Gesang-, Turn-, Musik-, Tanz- und Theatervereine, aber auch berufsbezogene oder politische Zusammenschlüsse, die zur Zeit der 'Sozialistengesetze' (1878-1890) und später häufig das Mißtrauen der Obrigkeiten weckten - sowie viele andere. So entstanden z.B. ein 'Humoristen-Verein', eine 'Rauchergesellschaft' und ein 'Frauen-Sanitätsverein'. Im freigewählten Kreis feierten die Mitglieder gemeinsam Feste, aber tauschten auch Meinungen aus und führten Gespräche.

Die Familienfeiern waren ein willkommener Anlaß, Verwandte und Freunde einzuladen und zu bewirten. Darüber hinaus war Nachbarschaftshilfe notwendig. Erst 1893 eröffuete ein Arzt in Dörnigheim eine Praxis. Nicht immer reichten die Hilfsfonds der Gemeinden und Kirchen für Notfälle aus. Die Sozialgesetze aus dem

vorigen Jahrhundert besserten zwar die Lage der Arbeitnehmer, aber nicht die der Landwirte und selbständig Gewerbetreibenden.

Die vier Gemeinden sind in diesem Buch in alphabetischer Reihenfolgen angeordnet. Es beginnt also Bischofsheim, deren Einwohner den Uznamen 'Frösch' bekamen; dann folgt Dörnigheim mit den 'Maahinkel' und Hochstadt mit den 'Käsdippe'; zuletzt Wachenbuchen, für dessen Einwohner auch Scherzbezeichnungen bekannt sind: 'Wachebicher Haaber' und 'Krautköpp'.

"Maahinkel" _ ,,("Krautköpp,,)

"Frosch" ~

"Käsdippell ("Schlisselrappeler")

1. Landkartenausschnitt (19. Jahrhundert) mit den Gemeinden Dornigheim, Hochstadt, Bischofsheim und Wachenbuchen, die seit 1974 durch den sogenannten Grenzänderungsvertrag vom 27. November 1973 die Stadt Maintal bilden, 'nachdem der Hessische Landtag keine andere Wahl gelassen hatte'. Nicht mehr eingezeichnet ist die Siedlung 'Großschlag' und das Gehöft 'Graslook' . Die Erstere lag südlich von Hochstadt, das Gehöft nordöstlich von Bischofsheim, ehemals im Besitz des Klosters Haina. Beide sind längst verschwunden und haben vielleicht nur noch unter der Erde Spuren hinterlassen. Die Gemarkung der jetzigen Stadt Maintal grenzt im Norden mit der alten, römischen 'Hohen Straße' an das Gebiet von Niederdorfeiden und Kilianstädten, bezw. Mittelbuchen, im Osten an Hanau, im Westen an Feehenheim und Bergen-Enkheim, im Süden an den Main.

BISCHOFSHEIM

2. Bischofsheim - vom Berger Hang aus gesehen. Der Kirchturm hatte noch seinen alten Helm. Im Vordergrund eine Obstbaumchaussee nach Enkheim. Rechts oben: Wappen der ehemaligen Gemeinde Bischofsheim.

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3. Diese Postkarte bietet Einblick in die Schäfergasse und das Straßengeschehen irn Jahr 1903. Auf dem Weg zur Kirche steht ein Kriegerdenkmal.

Gruss aus Bischofsheim (Kreis Hanau)

4. Auf der Postkarte von 1910 ist außer der Kirche auch ein Teil der Breulgasse zu sehen und die Colonialwaren-, Samen und Flaschenbierhandlung Ph. See wiedergegeben. 'Breul' bedeutet im Niederdeutschen 'feuchte, sumpfige Niederung', wie sie wohl häufig in der Mainebene anzutreffen war.

GruB aus Bischofsheim Kr. Hanau

5. Ansichtskarte von 1910 mit Waldschule und evangelischer Kirche.

Gruss aus dem Gasthaus "Zum grünen Baum"

6. Scherzkartevom Gasthans 'Zum Grünen Baum'.

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