Malchow (Meckl.) in alten Ansichten

Malchow (Meckl.) in alten Ansichten

Auteur
:   Sabine Schöbel und Eberhard Fromhold-Treu
Gemeente
:   Malchow (Meckl.)
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6354-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Malchow (Meckl.) in alten Ansichten'

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10 Das Richtschwert aus der Zeit, als die Familie von Flotow (Stuer) die Gerichtsbarkeit in Malchow ausübte. Dieses feudale Recht war mit einer Mehrung des Ansehens und der Bareinnahmen verbunden. Es bestand seit dem 14. Jahrhundert und ist vielen Malchowern noch heute durch den sogenannten Hexenprozeß gegen den verdienstvollen Bürgermeister Joachim Blanck im [ahre 1662 in Erinnerung. Dieser starb nach mehrfacher Folter. Das kunstvoll gearbeitete Schwert ist mit den Bildnissen von Justitia und Mars versehen und trägt die ironisch an-mutende Inschrift: 'Wan Ich das Schwert duun uff hebeben, dan wünsch Ich dem armen Sünder das ewige Leben.'

11 Eine der ersten Mehrbilderkarten von Malchow um 1900. Links oben ist das wohl häufigste Motiv für Maler und Fotografen zu sehen: Die Klosterkirche über dem Malchower See. In der Mitte oben sieht man eine Stadtansicht, den See im Vordergrund. Links in der Mitte der Erddamm und rechts oben der Garten von Bührings Hotel. Links unten schließlich, in starker Verkleinerung, erkennt man den van G. Drecoll 1884 gezeichneten Grundplan der Stadt und des Klosters Malchow.

12 Die kleine Stadt Röbel beherbergte im 13. [ahrhundert zwei Klöster. Der Grund war eine Grenze der Bistümer Havelberg und Schwerin, quer durch das Städtchen. Da die Nonnen des Ordens der Büßerinnen verarmt waren, erbarmte sich Fürst Nikolaus von Wede und veranlaßte 1298 deren Übersiedlung nach Malchow. Beide Bischöfe willigten ein. Eine Kirche war schon vorhanden und so wurde in Alten-Malchow 'ohne Zweifel an der Stelle der ehemaligen fürstlichen Burg' das Kloster Malchow erbaut. Das Kloster erhielt das Patronatrecht und wurde Eigentümer der Kirche. Die erste Priorin war Elisabeth von Wede, die Tochter des Fürsten Nikolaus. Die Abbildung zeigt das Kloster und die Klosterkirche um 1850. Nach der Reforma-

tion entstand hier ein adliges Damenstift.

13 Der im offenen Viereck umbaute eigentliche Klosterhof zeigt rechts das Haus der Domina und der ihr zugeordneten Priorin. Das Gebäude soll vor dem Umbau am Anfang des 19. Jahrhunderts einstöckig gewesen sein. Im rechten Winkel schließen sich Wohnungen der Konventualinnen an. Dieses hintere Gebäude soll das 'Haus auf dem Hofe' gewesen sein und ist der älteste Teil des Klosters. Später wurde der Komplex durch einen Kreuzgang vervollständigt, der an der angrenzenden Kirche begann. Er ist zum Teil heute noch erhalten.

14 Der Gebäudekomplex des Klosters Malchow umfaßt fünfWohnhäuser und zahlreiche Wirtschaftsgebäude, die im 13. bis 1 9. [ahrhundert entstanden. Die Abbildung zeigt den 'Darnenplatz.' mit Wohnungen der Konventualinnen (Stiftdamen ); rechts im Bild. Die Zierde der Gartenanlagen waren Magnolien und Spanischer Flieder.

Im Hintergrund rechts erkenrit man den Turm der Klosterkirche.

Das kolorierte Foto stammt aus dem Iahr 1904.

15 Das Innere der Klosterkirche vor dem Brand 1888. Hier ist die alte Holzdecke aus waagerechten Balken zu sehen. Die noch erkennbaren silbernen Wappen der Konventualinnen an den Stirnseiten der Chöre, der Altar, die Orgel - alle Holzteile sind verbrannt. Erwähnenswert im Neubau sind das von Prof. Carl Andreä geschaffene Altargemälde und die tiroler Glasmalerei an den Ostfenstern - von Innsbrucker Künstlern geschaffen. Im Turm hängen zwei Glocken. Die älteste entstand in der Amtsperiode der Domina Barbara Rostken 1 614 und die zweite wurde unter der Domina Sophie Magdalena von Pressentin 1 776 in Rostock aus einer älteren Glocke umgegossen.

1 6 Der Kreuzgang des Klosters Malchow verband drei Gebäude miteinander. Sie sollen im ältesten Teil das 'Haus auf dem Hof' enthalten haben und Eigentum des Fürsten Nikolaus von Werle gewesen sein. Seine jetzige Form hat der Kreuzgang am Anfang des 1 9. Jahrhunderts erhalten. Er war jetzt geschlossen und mit der Kirche verbunden. So konnten die Konventualinnen die Kirche trockenen Fußes erreichen.

1 7 Die wildromantische Ansicht zeigt zwei Gebäude des Klosters, vom Fundament bis übers Dach mit Efeu bewachsen. Das Gebäude in der Bildmitte soll in seinem Kern bereits vor 1298 bestanden haben. Dieser älteste Gebäudeteil, 'Haus auf dem Hofe' genannt, wurde den Nonnen durch den Fürsten Nicolaus aus dessen Besitz zugeeignet.

Parale am Kloster

Ma'chow i, Meckl.·

18 Die hier abgebildete Glocke war die vierte Glokke der Klosterkirche. Sie wurde 1858 im Warener Betrieb des Herren C. Illies 'aus guter Bronze' gegossen. Sie ist also ein einheimisches, mit Ornamenten reich verziertes Kunstprodukt. Sie trägt die Inschriften der Domina von Koppelow, der Gutsbesitzer von Bülow, von Maltzahn und von Oertzen, und von Pastor Scheven. Auch die Malchower Glocke erlitt das Schicksal vieler, sie wurde 1915 eingeschmolzen und das wertvolle Material wurde der Rüstungsproduktion zugeführt.

1 9 Die Klosterkirche ist eines der markantesten Wahrzeichen Malchows. Sie wurde am Südufer des Malchower Sees 1888-1890 von Oberbaurat Daniel erbaut. Die vor ihr 18441849 an gleicher Stelle erbaute Kirche brannte in der Johannis-Nacht 1888 vollständig aus. Nur derTurm und die Mauern blieben stehen. Was davon von Daniel als brauchbar begutachtet wurde, kam im Neubau wieder zu Ehren. Das neugotische Gotteshaus erhielt jetzt eine gewölbte Decke. In der Zeit bis 1889 wurden das Bauholz vorbereitet und die Formsteine hergestellt.

i Malchow i. Mecklbg.

I

20 Links: Die schönen und wertvollen Holzplastiken befinden sich in der Klosterkirche und sind dem Andenken zweier bedeutender Kirchenmänner gewidmet. Das erste Bildnis zeigt Otto von Bamberg, den ersten Evangelisten im Lande Malchow ab 11 28. Beide Plastiken wurden 1 91 7 aus Anlaß der 400sten Wiederkehr des Reformationstages aufgestellt.

Rechts: Der Magister Martin Bambam war der erste evangelische Prediger an der Klosterkirche zu Alten Malchow. Er trat sein Amt 1553 an, nachdem sich die Reformation durchgesetzt hatte und das katholische Kloster in ein evangelisches adliges Damenstift umgewandelt wurde. Dieser

Wandlungsprozeß wird der einflußreichen Familie von Flotow zugeschrieben, die schon seit 15 24lutherisch

war.

2 1 Frau Gertrud von Lücken war die letzte Domina des evangelischen Damen stift es (Klosters) zu Malchow. Sie überlebte das Stift um Jahrzehnte und starb 95jährig irn Iahre

1 972. Frau von Lücken war eine allseits geachtete und verehrte Persönlichkeit in Malchow. Das Bild entstand anläßlich ihres 90. Geburtstages und zeigt sie in ihrer Festtagsrobe. Eine letzte Zeitzeugin - im Kloster aufgewachsen - erkannte das Ordenskreuz pOUf la vertu mit Diamanten, das an einem breiten von der rechten Schulter zur linken Seite reichenden roten mit weiß eingefaßten Bande zu tragen war. Die Herzogin Louise Friederike hatte es gestiftet. Darüber trägt die Domina den silbernen Stern.

22 Ein besonders originelles Bild, das noch vor der Jahrhundertwende entstanden sein mag. Man sieht eine Sänfte, die von bediensteten Frauen getragen wird. In ihr wurden die Domina, die auf Lebenszeit gewählte Vorsteherin des evangelischen Damenstiftes und die Konventualinnen zu ganz besonderen Anlässen getragen. Ein solcher wiederkehrender Anlaß war der jährliche Konvent.

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