Malchow (Meckl.) in alten Ansichten

Malchow (Meckl.) in alten Ansichten

Auteur
:   Sabine Schöbel und Eberhard Fromhold-Treu
Gemeente
:   Malchow (Meckl.)
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6354-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Malchow (Meckl.) in alten Ansichten'

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43 Die Malchower Mühlenstraße war das ursprüngliche Zentrum derTuchmacherei. Links im Bild sieht man die Privatspinnerei um 1 911 . Die älteste Fabrik war jedoch die MaschinenLohnanstalt (rechts im Bilde) . Sie wurde zunächst unter Regie der Stadt betrieben und 1893 in eine 'Werkgenossenschaft MalchowTuchfabrikanten' umgewandelt. Nach einem Totalbrand wurde die Fabrik von der Firma Gottfried Blank erworben.

44 Im Iahre 1866 gründeten sieben Tuchmachermeister die 'Privatspinnerei' am Ende der Mühlenstraße. 1899 in eine Genossenschaft umgewandelt, zählte sie 29 Mitglieder. Damit hatte Malchow drei Tuchfabriken, welche ihr den Ehrennamen 'Manchester des Nordens' einbrachten. Das Luftbild zeigt die Lage der Fabrik am Malchower See. Im Vordergrund sieht man Rahmen zum trocknen der gewebten und gewaschenen Rohware. DieTuchmacherei hat eine uralteTradition. Schon vor dem Dreißigjährigen Krieg, besonders aber im 19. und 20. [ahrhundert bestimmte sie die Wirtschaft der Stadt.

45 Die Klingberg'sche Mühle war lange ein Wahrzeichen Malchows. Sie stand erhöht an der Nordseite der Mühlenstraße und war vom Kloster und vom Malchower See aus nicht zu übersehen.

46 Malchow war unter anderem auch eine Mühlenstadt. Zahlreiche Windmühlen, einige Wassermühlen und später gebaute Dampf- oder Motormühlen sind auf alten Stadtansichten zu sehen. Wer von Karow kommend die Stadtgrenze passierte und in die spätere Umgehungsstraße (Friedrich - Ebert -Straße) einbog, den grüßte unübersehbar die Windmühle von Wilhelm Bobsin. Sie wurde später durch Dampfantrieb und ein Lagerhaus vervollständigt. Viele Jahrzehnte hindurch wurde die hier noch ansehnliche Mühle vernachlässigt und verfiel. Jetzt wird das in Stadtbesitz übergegangene Baudenkmal wieder aufgebaut.

47 Ein Handwerk, das in den Jahrzehnten der Motorisierung fast völlig auszusterben drohte, war die Sattlerei. Sie war eng mit dem Einsatz des Pferdes in der Landwirtschaft, im Transportwesen, im Sport und bei der Kavallerie verbunden. In Malchow wurde dieses Handwerk durch die Familie Luer vertreten. Die Abbildung zeigt die Großeltern von Martin Luer inmitten seiner Gesellen auf dem Hof der Werkstatt in der Langen Straße. Das Bild soll aus dem Iahr 1860 stammen. Heute befindet sich in diesem Haus das Leder- und Täschnerwarengeschäft der Familie Schimmel.

48 Das Foto zeigt den Stadtteil 'Kloster ' mit der Klosterkirche auf dem aufragenden Südufer des Malchower Sees. Es soll jedoch die Aufmerksamkeit des Betrachters auf ein für das Müritzgebiet typisches Transportmittellenken. Jahrhundertelang transportierte man auf diese Weise Massengüter wie Getreide, Kohle, Baumaterialien, Holz, um nur die wichtigsten zu nennen, über weite Strecken.

49 Die Holzverarbeitung und -bearbeitung war seit altersher ein wichtiger Wirtschaftszweig für die waldreiche Umgebung von Malchow und für die Stadt. Der Transport indes war umständlich und teuer und drückte die ohnehin niedrigen Holzpreise. So wurde schon in frühen Zeiten und bis in unser Jahrhundert das Flößen betrieben. Zu Lande erfolgte derTransport mit Pferdefuhrwerken, deren Aktionsradius begrentzt war. So machte man sich

die Schwimmfähigkeit der Stämme zunutze. Seit der Erschließung der Wasserwege, die Malchow durchzogen, wurde geflößt. Das war körperliche Schwerstarbeit.

Später wurden Dampfschiffe vor die Flöße gespannt. Das war immer noch die billigste Transportform. Das Foto zeigt ein Floß auf dem Malchower See, im Hintergrund der Erddamm.

50 Der Dampfer 'Anna' wurde 1906 gebaut. Er erlangte durch seine Passagierfahrten von Malchow nach Plau, Waren und Röbel eine gewisse Berühmtheit. Die 'Anna' war noch ein echter kohlebeheizter Dampfer. Eine einzige Havarie (1 950) ist bekannt. Er wurde erst 1968 aus dem Schiffsregister gestrichen. Auch in den Wintermonaten tat er als Schlepper seinen Dienst und zog bis zu fünfSchleppkähne mit Zukkerrüben, Ziegeln und Kohlen; er beförderte sogar Floßholz. Dazu wurde er 'geleichtert', indem alle Aufbauten abmontiert wurden. Seine weitesten Fahrten gingen bis Fürstenberg

und Lübz. Das Foto von

1 91 6 zeigt die' Anna' an der Anlegestelle am Eldekanal bei Lenz. Alljährlich trafen sich hier junge Leute am Himmelfahrtstag.

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Lenz b. Malchow in "'eck!.

51 Seit der ersten Besiedlung des in eine Seenlandschaft eingebetteten Stadtgebietes waren Fische eine Hauptnahrungsquelle. Schon in vorgeschichtlicher Zeit war Fischer ein für Malchow typischer Beruf. Die Abbildung von 1935 zeigt eine Abordnung der Fischergilde in Ölzeug und mit Südwester anläßlich der 700 Jahr-Feier der Stadt. Zweiter von rechts Fischermeister Schulze, daneben seine Tochter Emmi.

52 Im März 1931 fand im Saal des Hotels 'Fûrst Blücher' eine Ausstellung von Arbeiten des Malchower Handwerks statt. Das Transparent über der Bühne war damals wie heute hochaktuell. Im Hintergrund sind altehrwürdige Gildefahnen zu erkennen. Das dunkle Bild in der Mitte der Bühne ist ein Porträt des 1 92 5 und 1 932 gewählten Reichspräsidenten Paul von Hindenburg.

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