Malchow (Meckl.) in alten Ansichten

Malchow (Meckl.) in alten Ansichten

Auteur
:   Sabine Schöbel und Eberhard Fromhold-Treu
Gemeente
:   Malchow (Meckl.)
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6354-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Malchow (Meckl.) in alten Ansichten'

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53 Die Karte zeigt hinter der Brücke die DrogerieAIwin Müller (1904). Darin wurde das übliche Warensortiment vertrieben wie Parfümerien, Kosmetika, Drogen, Chemikalien, Farben, Bürsten und anderes. Eine interessante Erweiterung erfuhr die Firma durch die Mineralwasserherstellung, Kaffee-Dampfbrennerei, eine Weinstube und ab 1935 eineTankstelIe, die auch für Motorboote vom Wasser aus zu erreichen war. Die Drogerie besteht bis heute in der Langen Straße 26. Im Hintergrund sieht man den Malchower See, die Klosterkirche und Teile des Klosters.

54 In Malchow hat es im Laufe der vorangegangenen Jahrhunderte mehrere Ziegeleien gegeben. Diese Abbildung aus den zwanziger [ahren zeigt Arbeiter des letzten Ziegelwerkes der Stadt. Es befand sich auf der Klosterseite unmittelbar am Recken. Hier ist zu sehen, unter welch geradezu mittelalterlichen Bedingungen Ziegelsteine im Handstrich (Kasten in der Mitte) geformt und anschließend in die Trockengerüste gelagert wurden. Erst nach dem Lufttrocknungsprozeß erfolgte das eigentliche Brennen. Noch zu dieser Zeit wurden alle Arbeiten im Freien und manuell ausgeführt. Lediglich der Tonund Lehmtransport erfolgte in pferdegezogenen Loren.

55 AusAnlaß der 700 Jahr-Feier der Stadt Malchow war auch das Haus des stadtbekannten Kupferschmiedemeisters Hans Jonas mit Girlande und Wappen geschmückt. (Güstrower Straße 28). Der Betrieb war schon 1855 van Karl Jonas gegründet worden, ursprünglich als 'Kupferschmiederei' und Schmiede für kupferne Waschkessel. Hier wird von den Mitarbeitern ein Riesenexemplar präsentiert. (3. von links Hans Jonas.) Ein Jung-Geselle mußte aus einer Kupfermünze einen großen Kessel schmieden! Später spezialisierte sich der Handwerksbetrieb auf den Bau von Heizungen und Sanitäreinrichtungen und auf den Brunnenbau. Die Firma Jonas existiert noch heute.

56 Das Sägewerk und Baugeschäft von H. Rehberg war einer der holzbearbeiten den Betriebe der Stadt. Die Abbildung zeigt die umfangreichen Gewerbegebäude, davor die Bahnlinie Malchow-Karow. Im Hintergrund sind die Wohnhäuser der Rostocker Straße zu sehen.

57 Die Glaserei Hagen wurde 1797 in der Güstrower Straße gegründet. Sie betrieb zunächst allgemeine Glaserei, wurde dann später zu einer Bauglaserei mit Rahmenfabrikation und 'Kittfabrik' erweitert. Der Glasermeister Paul Hagen betrieb auch schon um 1925 Kunsthandel. Die Abbildung zeigt das Haus für die 700 Jahr-Feier der Stadt geschmückt. Der Betrieb befindet sich bis heute mit kaum verändertem Profil in Familienbesitz.

58 An der Entwicklung der Firma Karl Kentzler kann man gut verfolgen, wie sich das Handwerk den Herausforderungen des technischen Zeitalters gestellt hat. Als die Firma Kentzler am 5. April 1905 von der Kirchenstraße nach der Güstrower Straße 300 (heute Nr. 12, Foto van 1935) verlegt wurde, war sie eine Klempnerei. In einer Annonce von 1926 übernimmt der Klempnermeister 'sämtliche Bauarbeiten undReparaturen'. 1932 ist dann die Elektroinstallation dazugekommen und wird für die Reparatur von Radioanlagen geworben.

59 Im Iahre 1908 befand sich in der Güstrower Straße 48 die 'Mechanische Werkstatt' von Richard Auge. Hier wurden 'Dürkopp undAnker-Fahrräder' gehandelt und 'billigst' repariert. Auch waren Nähmaschinen und sämtliche Ersatzteile am Lager. Der Betrieb wurde in späteren Jahrzehnten aufKraftfahrzeuge umgestellt, mit Möglichkeit zum Auftanken.

Auf dem Foto: Richard Auge beim Probesitzen im Automobil von Graf von Thiele Winckler, rechts Frau Auge mitTöchterchen.

60 Die Postzustellung erfolgte bis zum Zweiten Weltkrieg mit einem Postwagen und einer 'Pferdestärke'. Der Wagen läßt unschwer seine 'Abstammung' von einer Postkutsche erkennen, welcher ein einfacher, ungefederter Postwagen vorausgegangen war. Schon im 17. Jahrhundert wurde Malchow einmal wöchentlich von einem Postkurs berührt. Der Bote beförderte die Briefe zu Fuß auf der Strecke GüstrowMalchow-Röbel. Bald wurde seine Arbeit durch Pferd und Wagen erleichtert. Eine eigene Postexpedition erhielt Malchow erst nach dem Siebenjährigen Krieg (1756-1763).Bis 1941 hat sich offensichtlich nicht viel geändert.

61 In den [ahren 18831885 wurde endlich der Malchower Bahnhof gebaut und unsere Stadt an die Mecklenburgische Südbahn angeschlossen. Dem waren schier endlose Debatten und Proteste im Rathaus und an den Stammtischen vorausgegangen. Schließlich wurde gebaut - indes weit draußen vor der Stadt. Man befürchtete, daß die Ruhe

in dem aufstrebenden Kurstädtchen dahin wäre. Die Südbahn verband Ludwigslust und Neubrandenburg. Somit waren von Malchow aus bequem die Strecken Berlin-Hamburg und andererseits über Waren die Verbindung Berlin-Rostock zu erreichen. Damals wurden die Fahrgäste mit Kutschen und Gepäckwagen zum Bahnhof gebracht bzw. abgeholt.

62 Die 'Wirtschaftliche Frauenschule auf dem Lande' in Malchow war die erste ihrer Art in Mecklenburg. Sie wurde aufInitiative von Fräulein C. von Bescherer vom Charlottenburger Architekten Roensch entworfen und in nur zehnmonatiger Bauzeit fertiggestellt (1 91 6). Der damalige Bürgermeister Dr. Zelck unterstützte die Schulgründung sehr aktiv. Hier wurden Töchter der' gebildeten Stände', später auch Bauerntöchter für die hauswirtschaftliche Leitung von landwirtschaftlichen Betrieben in Theorie und Praxis ausgebildet. Die Schule gehörte dem Reifenstein'schen Verband an, der schon der-

artige Bildungsstätten in Preußen betrieb. Die Landfrauenschule, wie sie später hieß, bestand bis 1945.

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