Malchow (Meckl.) in alten Ansichten

Malchow (Meckl.) in alten Ansichten

Auteur
:   Sabine Schöbel und Eberhard Fromhold-Treu
Gemeente
:   Malchow (Meckl.)
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6354-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Malchow (Meckl.) in alten Ansichten'

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63 Dr. Friedrich Zelck, geboren 1852,istalsBürgermeister von Malchow (1895-1926) amAufschwung der Stadt maßgeblich beteiligt gewesen. Der promovierte Jurist hat vor seiner Amtszeit in Malchow von 1889 bis 1895 dem Städtchen Bad Sülze als Bürgermeister vorgestanden. Sein ausgesprochenes Ziel war es, gemeinsam mit der Bürgervertretung die Stadt vorwärts zu bringen und zu einem ansehnlichen Ort zu machen. Er strebte die Förderung der öffentlichen Interessen von Malchow und die Wohlfahrt seiner Bürger an. Bekannt ist sein Ausspruch, er wolle das 'unter maßvoller Berücksichtigung

der politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse' tun. Dr. Zelck galt als liberal und hatte eine humanitäre Grundeinstellung.

64 Der Magistrat der Stadt Malchow um 1908 bestand aus dem Bürgermeister Dr. Friedrich Zelck (mitte), dem Senator Hermann Müller (links) und dem Senator August Koepke (rechts). In der Stadtordnung von

1839, gegeben durch Paul Friedrich, von Gottes Gnaden Großherzog von Mecklenburg ... et cetera heißt es: 'Der Magistrat ist die obrigkeitliche und allein ausführende Behörde, welche in Grundlage der Landes- und Stadtgesetze, besonders des allerhöchsten Rescripts vom 20.08.1827 ... das Stadt-Regiment zu führen hat.' Die Senatoren führten damals noch den Titel 'Ratsherreri'.

65 Gruppenbild der Stadtverordneten um 1925. In der alten Stadt-Ordnung hieß dieses Gremium 'Bûrger-Ausschuß'. Ihm gehörten zwölf Repräsentanten an, von denen mindestens neun 'rnit einem Wohnhause ansässig sein müssen'. Nach 1918 waren auch Akkerbürger, Tuchmacher, Arbeiter und Rentner vertreten.

In der ersten Reihe sitzen die Herren, von links:

Mohr, Bobsin, Koepke, Dr. Zelck und Scharfenberg. In der zweiten Reihe vierter von links: Müller Voß, Hermann Reeps, Dr. Köpff. In der hinteren Reihe: Geheimrat Günther, Wachholz (Stadtkasse) und Forstmei ster Tolzien.

66 Nach dem DeutschFranzösischen Krieg von 1870/71 entstanden überall in deutschen Landen die Kriegervereine. Der Malchower Kriegerverein wurde 1873 gegründet. Ein Höhepunkt war 1932 das Landes-Krieg erverbandsfest in Malchow. Das Bild zeigt den aus diesemAnlaß stattfindenden Vorbeimarsch mit Pauken, Trompeten und Fahnen. Auf der Rampe vor der Molkerei erkennt man den Ehrenpräsidenten Großherzog Friedrich Franz, den Präsidenten Oberstleutnant von Bornim (beide Vertreter des Landesverbandes) und den Malchower Vorsitzenden Karl Rademacher.

67 Die Pflege des Niederdeutschen hat in Malchow eine mehr als hundertjährigeTradition. Besonders hat sich der Plattdeutsche Verein um dieses Kulturgut verdient gemacht. Regelmäßig treffen sichJung undAlt auf einen 'Snack'. Besonders wird auch die plattdeutsche Literatur wachgehalten und der jeweils jungen Generation vermittelt. Das Foto hat die Aufführung des Theaterstückes 'Ein Abend in einem mecklenburgischen Bauernhause' festgehalten. Autor ist der bekannte Volkskundler und Schriftsteller Prof. Richard Wossidlo.

68 Ein wenig in Vergessenheit geraten ist in Malchow der 'Weiße Sport'. Dabei wurde derTennisklub schon um 1911 gegründet. Auf dem Kinderplatz gegenüber der heutigen Bowlingbahn und am Kurhaus Flesensee entstanden die ersten Tennisplätze. 1 92 5 schufen tennisbegeisterte Sportler aus privaten Mitteln auf dem Tennis- und Spielplatz der früheren höheren Töchterschule eine moderne Neuanlage. Malchow soll damals eine spielstarke Mannschaft gehabt haben. Auf dem Foto sind unter anderen in der zweiten Reihe Herr Apotheker Köpff und Herr Scharfenberg und in der dritten Reihe Herr Bür-

germeister Dr. Zelck sowie Geheimrat Günther zu erkennen. Vorne links sitzt der Arzt Dr. Nahmacher.

69 Der Malchower Schützenverein ist offiziell 1884 gegründet worden. Er ist ein besonders traditionsreicher und wohl auch der älteste Verein der Stadt. Nach mündlichen Überlieferungen soll die frühere Schützengemeinschaft aus der Not des 15. und 16. [ahrhunderts entstanden sein, die alle wehrfähigen Männer der Stadt zusammengehalten habe. Im 1 9. [ahrhundert bestand bereits ein Verein, der jedoch - wahrscheinlich wegen revolutionärer Betätigung - 1848 verboten wurde. 1932 umfaßte der Verein eine ansehnliche Zahl von Schützen. Der ältere Herr hinter der linken Scheibe stehend,

ist Musikdirektor C. Leßle, der sich auch um diesen Verein verdient gemacht hat.

70 Das Schützenhaus am heutigen Buchenwaldweg war nicht nur das Vereinslokal der Schützen; es war auch dank seiner schönen Lage und der guten gastronomischen Betreuung, ein begehrtes Ausflugsziel. Die Abbildung von 1924 zeigt das Lokal inmitten von hohen Bäumen. Neben dem Schützenhaus befand sich ein schon 1886 gebauter Schießstand. Ursprünglich bestand nur die Möglichkeit, auf 1 75 m Entfernung zu schießen. Erst 1927 wurde er so modernisiert, daß auf 80 m mit Kleinkaliberwaffen geschossen werden konnte. Der Besitzer des Schützenhauses war der Gastwirt Paul Wuthenow,

vormals Inhaber des Kurhauses 'Flesensee' . Eine Sehenswürdigkeit war das Jagdzimmer mit hunderten Trophäen, Jagdbildern und anderem.

71 Zu den zahlreichen Bildungsstätten Malchows gehörte seit 1895 die Militär-Musik- Vorschule. Ihr Gründer und Leiter war der spätere Musikdirektor Karl Leßle. Die Schule befand sich neben der Werle- Drogerie in der Güstrower Straße. Hier wurde in erster Linie der Nachwuchs für Militärmusiker ausgebildet. Die Schüler trugen die Uniform der Mecklenburgischen Jäger und erfuhren eine straff militärische Erziehung. Im Mittelpunkt der Ausbildung werden Märsche gestanden haben. Das Orchester unternahm aber auch Konzertreisen ins Inund Ausland und war an der Gestaltung des Kulturlebens

in Malchow maßgeblich beteiligt.

Die Abbildung entstand 1929 aus Anlaß des 75. Geburtstages von K. Leßle.

72 Das Kinderfest in Malchow hat eine langeTradition. Schon 1837 wurde durch den Magistrat die Genehmigung dafür erteilt und zwei [ahre später wurde der Kinderfestplatz (heute Volksfestplatz genannt) angelegt. Es bürgerte sich ein, daß dieses von allen Kindern geliebte Fest jährlich am Freitag vor den Hundstagsferien stattfand. Die Abbildung entstand um 1905. Mittelpunkt war stets der von einer Musikkapelle angeführte Festzug durch die Straßen der Stadt. Die Mädchen trugen weiße Kleider, Kränze im Haar und Blumengebinde bzw. -bögen in den Händen. Die Knaben in ihren besten Anzügen hatten eine Rose im Knopfloch. Bei Sport, Spiel

und Spaß - ans leibliche Wohl wurde auch gedacht endete derTag auf dem Tanzboden. Aus den Nachfeiern für Erwachsene entstand das Volksfest.

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