Malente-Gremsmühlen in alten Ansichten Band 1

Malente-Gremsmühlen in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Hanns Zimmermann
Gemeente
:   Malente-Gremsmühlen
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2505-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Malente-Gremsmühlen in alten Ansichten Band 1'

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19. Das Pastorat zu Malente und seine Umgebung am Kellersee sind Schauplatz der Idylle 'Luise', die der Homerübersetzer Johann Heinrich Voß, Rektor in Eutin von 1782 bis 1802, als Lehr- und Erbauungsgedicht schrieb, Malente wird in der Idylle poetisch verklärt 'Grünau' genannt. Nach mehreren Bränden und Umbauten befindet sich das Pastorat noch am selben Platz wie vor über zweihundert Jahren.

Malente

Alle Dorlhnde bei der Kirche

20. Auf dem Grundstück des Pastorats standen viele Linden. Die letzte war die Dorflinde, sie wurde 1938 unter Naturschutz gestellt und mit den Daten: Höhe 15 m, Stammumfang 3,80 m in das Register eingetragen. 1949 mußte sie gefällt werden. Schuljungen, die in den Pausen alte Hufnägel aus der nahe gelegenen Schmiede in sie klopften, haben zu ihrem Ableben beigetragen. Die Rundbank um die Linde dient den Alten nach Feierabend zum Klöhnen und in den Nachtstunden den Liebenden zum Kosen so heißt es auf einer alten Postkarte.

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21. 'Wo Gott eine Kirche baut, setzt der Teufel einen Krug daneben', sagt der Volksrnund. Wenn das wahr sein soll, hat der Teufel sich in Malente recht verspätet: Die Kirche stammt aus dem 13. Jahrhundert und der Lenter Krug wird erstmals 1650 erwähnt. Diese Aufnahme aus dem Jahr 1904 läßt kaum erkennen, daß der Krug - Lorentzens Gasthofheute das 'Deutsche Haus' ist.

22. Feuer im Dorf! Am 31. Mai 1910 ist das Geschäftshaus A.H. Neve betroffen. Diese Kolonialwarenhandlung, erbaut 1885, gehört zu den ganz frühen Geschäften größeren Stils, die zweckentsprechend gebaut wurden. Weit über die Mitte des vorigen Jahrhunderts hinaus war es üblich, daß sich die 'Hökereien' mit den Waren für den täglichen Bedarf in der Stube einer Kate befanden. Auf dem Grundstück des Hauses Neve, heute Vollert, hatte früher so eine Hökerei gestanden. Größere Einkäufe tätigte man meistens als Sammelbestellung in Eutin.

23. Die freiwillige Feuerwehr 1928. Mit Patschen Stödt und Ehrig, Erste Reihe:

Schumacher, Wiese, Struck, Harrns, Böttcher, lensen, Nissen, Struck, Meier, Krützfeldt, Wildfang, Siems, Stöver, Nohr, Sindt, Gollop. Zweite Reihe: Stecker, Jenkel, Klupp, Rickert, Geerds, Sindt, Frahm, Neve, Repenning, Möller, Karstens, Struck, Wildf'ang, Pudieke, Koek, Bünning. Dritte Reihe: Witt, Harrns, Siems, Schröder, Düring, Mannweiler, Plötz, Wulf, Gomlich, Struck, Fischer.

24. Die Rosenstraße erhielt ihren Namen, weil in den Vorgärten, die sie säumten, so viele Rosen wuchsen. Als die Straße noch ein Feldweg war, hieß sie Plötzenredder, nach dem Weber Plötz, der dort wohnte. Um 1872, als der Kirchhof angelegt wurde, führt der Weg den wenig schönen Namen Dodenredder (Totenredder). Die ersten Steinhäuser wurden 1870 gebaut. In manchen hatten Handwerker ihre Betriebe. Der Wagen auf dem Fußsteig deutet darauf hin, daß hier ein Stellmacher seine Werkstatt hat.

25. Der Märchenerzähler Friedrich Meetz, geboren 1867, gestorben 1958, ist in Malente unvergessen geblieben. Seine Erzählungen, von Mutter und Großmutter übernommen, sind in bedeutenden Märchensammlungen festgehalten. Besonders bemerkenswert und volkskundlich wertvoll ist sein Bericht 'Der Knick als Lieferant für die Klüterkammer', in dem geschildert wird, welche Gegenstände sich aus Knickholz anfertigen lassen.

26. An dem weißen Geschäfts- und Wohnhaus Bahnhofstraße 47 steht die Jahreszahl 1906 und in großen Buchstaben: Ernst Stegelmann Buchdruckerei. Dieser unternehmungsfreudige Mann war der Herausgeber und Schriftleiter der Zeitung 'Ostholsteinischer Anzeiger'. 33 1/3 Jahre hatten die Malenter durch ihn ein eigenes Ortsblatt. 1937 mußte es eingehen. Was Stegelmann in der letzten Ausgabe wehmütig erkennt, ist geworden: es konnte zu keiner 'Wiederbegründung' kommen.

27. Bis zu dem endgültigen Umbau in ein Bürohaus nach dem Zweiten Weltkrieg war noch zu erkennen, daß das Gebäude Bahnhofstraße 31 früher anderen Zwecken diente. Erbaut wurde es als Villa. Als der Gemeindevorsteher Oskar Paulsen in das Haus zog, richtete er in der von seiner Frau bewirtschafteten Privatpension zwei Räume als Gemeindeverwaltungsbüro ein. Außerdem wurde in dem Haus eine Bank betrieben. Der Umbau des Gebäudes im Jahr 1930 hatte das Aussehen noch nicht wesentlich verändert. Jetzt ist es das Rathaus.

parlie in }Vialente.

28. Bald nach Fertigstellung der Bahnstrecken erwachte der Ort aus seinern Dornröschenschlaf. In langen Reihen marschierten auswärtige Vereine vom Bahnhof zu den Festplätzen und in die Tagungslokale. Das Gebäude Bahnhofstraße 26 ist das Kaufhaus Johannes Zimmerrnann, Er gründete 1895 das erste Te xtil- und Manufakturwarengeschäft am Ort.

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