Malente-Gremsmühlen in alten Ansichten Band 1

Malente-Gremsmühlen in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Hanns Zimmermann
Gemeente
:   Malente-Gremsmühlen
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2505-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Malente-Gremsmühlen in alten Ansichten Band 1'

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29. Auf der höchsten Erhebung der Bahnhofstraße steht das 'Hotel zum Brahrnberg", erbaut 1888. Es ging aus einem Gasthaus auf dem Nachbargrundstück hervor. Heute ist das Hotel ein Schulungsheim. Etwas versetzt in der Lindenallee ist das 'Hotel Bellevue' zu sehen. Der Grundstock in Form eines einstöckigen Gebäudes wurde 1887 errichtet. Auch dieses Hotel dient nicht mehr dern Fremdenverkehr, es ist ein Seniorenheim.

/-lau8.Ansicht vom Garten

ï èrrasse vor dem Hoteleingang

30. Das 'Kurhotel Luisenhöh' mit schönem Fernblick nach Süden und Osten trägt nicht nach der Preußischen Königin, sondern nach der Idylle 'Luise' von Johann Heinrich Voß seinen Namen. Auch dieses Hotel ging, wie andere in seiner Nachbarschaft, aus bescheidenen Anfängen hervor. Zuerst stand an seinem Platz das 'Logierhaus Villa Armbrecht'. Weitere Ausbauten und Aufstockungen erfolgten ab 1907. Seit mehreren Jahren ist das ehemalige Hotel, völlig umgestaltet, Büro- und Wohnhaus.

31. Pastor Rhatgens, van 1892 bis 1909 hier als Ortsgeistlicher tätig, hat sich neben seiner hauptberuflichen Arbeit viele Verdienste um das Werden des Ortes erworben. Er wußte aber auch, seine Stimme mahnend zu erheben, wenn nach seiner Meinung gar zu viel gebaut wurde:

In der Gemeinde Malente ist alles im Werden. Auf mancher A ekerseholle, wo jahrhundertelang der Pflug seine Furchen zog, erwachsen stattliche Gebäude aus der Erde als Aufenthalt fiir die Städter mit ihren abgespannten Nerven. Ja, den idyllischen Zauber der Landschaft drohen die stetig sich mehrenden Scharen vergniigungssûchtiger Alltagsmenschen zu verdunkeln. Er kommt aber doch nach einigen weiteren Klagen zu der Erkenntnis, daß Altes und Neues sich pietätvoll verknüpfen lassen.

32. Der Wald Brahmberg, heute Kurpark, mitten im Ort gelegen, war schon immer ein Platz, an dem die Malenter feierten. Bis 1933 hielt die Volksschule hier ihr Kinderfest, das Vogelschießen ab. Der Lenter Gil! diente der öffentliche Platz als Freilichtbühne für die Theateraufführungen.

33. Auf der Kuppe des Waldes Brahmberg ließ der Großherzog Paul Friedrich August 1835 für seine Gemahlin Cäcilie einen Rastplatz einebnen, der irn Sornmer mit Tischen und Gartenbänken versehen wurde. Wege entstanden im Wald und zum Gedenken an den Dichter Johann Heinrich Voß wurde der Voß-Tempel gebaut. Er stand bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges auf halber Höhe des Berges.

34. Am 12. Februar 1894 brauste ein Süd-West-Orkan über Ostholstein hinweg und richtete in den Ortschaften und in der Natur großen Schaden an. Auf diesern alten Foto ist zu lesen: Ich ging mit meiner Toeher in den Wald. Diese uralte Rieseneiche hat der Orkan gefällt. Ein Bild der Vergänglichkeit aller irdischen Macht und Größe.

35. Im Diekseegehege im Bereich des jetzigen Wildparkes stand früher diese schlanke Buche. Ihre Zweige an der Spitze waren wie eine Krone geformt. Von kundiger Hand war in ihre Rinde eine Krone geschnitzt, die ihre Besonderheit betonte. Ein kleines Gitter um die 'Kronenbuche' sollte weitere unangebrachte Schnitzereien verhindern.

36. Das Gehege Holm zwischen Gremsmühlen und Niederkleveez gelegen, ist einer der schönsten Wälder der Holsteinischen Schweiz. Die weit in den See ragende Halbinsel diente bis 1850 den Bauern als Weide zur Schweinemast, daher der Name 'Schwiensort '. Die miteinander verbundenen Teiche, wegen der sich darin spiegelnden Bäume 'Spiegelteiche' genannt, gehörten in der Mitte des vorigen Jahrhunderts zu einer Fischbrutanstalt.

37. Zu den Nebenbetrieben der Gremsmühle gehörte eine Walkmühle, in der Tuche und Wollzeuge gewalkt wurden. Das Wasser aus einer sprudelnden Quelle, trieb das Rad. 1869 wandelte der Großherzog Friedrich Peter die Mühle, nahe am Wald Holm gelegen, in eine Fischzuchtanstalt um. Hier wurden in Verbindung mit den Spiegelteichen Lachse und Forellen gezüchtet. Sie sollten den Fischbestand im Dieksee veredeln. Man muß sagen 'sollten', denn alle Versuche schlugen fehl.

38. Nach dem Fehlschlag der großherzoglichen Fischzuchtanstalt als rentablem Betrieb setzte der Kunstmaler Hinrich Wrage die Zucht noch einige Jahre als Attraktion fort. Sie bot Besuchern von nah und fern ein beliebtes Ausflugsziel. Als Hinrich Wrage seine Malschule errichtete, bezog er einen Fachwerk-Teil der alten Walkrnühle in das neue Gebäude ein. Wrage war ein bedeutender Landschaftsmaler. Die Quelle, die einst das Rad der Walkmühle trieb, sprudelt jetzt irn 'Hotel Diekseequell' und speist ein Schwimmbecken.

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