Marburg in alten Ansichten

Marburg in alten Ansichten

Auteur
:   Dieter Woischke
Gemeente
:   Marburg
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6053-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Marburg in alten Ansichten'

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29 Das Bild zeigt die ursprüngliche Ausgestaltung der 1891 eingeweihten Universttätsaula. Die aus Holz geschnittenen Stühle wurden nach dem Zweiten Weltkrieg durch nicht in den Raum passende gepolsterte Stühle ersetzt.Als nach 1905 auch in Marburg der elektrische Strom Einzug hielt wurden die Gasleuchter aufStrom umgestellt.

30 Ein Iieblingsobjekt für Studentenulks waren zu kaiserlichen Zeiten die Polizeibeamten. Das Bild zeigt wie ein von preuBischer Pickelhaube behüteter Polizeibeamter einen von Kindern und dem Wehrshäuser ]örge begleiteten Studentenulk zu Protokoll nimmt.

31 Da die Universität ihre eigene Gerichtsbarkeit hatte gab es auch ein Universitätsgefángnis, den noch heute vorhandenen Karzer. In ihm mußten dann die vom Rektor abgeurteilten Studenten ihre Strafe absitzen. Das Bett war zwar nur eine Holzpritsche, aber der Besuch durfte wohl auch Bier und Wein mitbringen. wie das Bild zeigt. Und so war das 'Absitzeu' wohl mehr Spaß als Strafe. Dies geht auch aus den Eintragungen an den bemalten Wände hervor. Man hat den Eindruck, daB eine Karzerstrafe ein Bestandteil des Studiums

war.

32 Nicht immer waren die monarchistisch, konservativ und nationalistisch eingestellten Studenten nur zu Ulken aufgelegt. So standen sie dem neuen republikanisch und demokratisch orientier-

ten Staat nach 1 9 1 8 keineswegs positiv gegenüber. Daran erinnert das Massengrab im Ort Tahl bei Eisenach. Hier sind fünfzehn im März 1 92 0 von Marburger Studenten' auf der Flucht' erschossene Ar-

beiter beigesetzt Der damals erfolgte Freispruch erregte einen heftigen Widerspruch. Nicht nur der spatere Bundespräsident Gustav Heimarm protestierte als Marburger Student, sondern auch der

Zeichner George Grosz mit dieser Zeichnung. Das Bild zeigt Marburger Studenten während des Einsatzes in Thüringen, als Marburger Studentenkorps.

OMarburg. 0 Marburg, du wunderschöne Stadt.

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33 Die Studenten unterschreden sich von den Bûrgern in Kleidung. Haltung und Gang. wie dieses Bild aus den zwanziger [ahren auf der Wasserscheide zeigt. Während früher der Student in der Regel einer Verbindung angehórte sind es heute nur noch 3-4 Prozent.

34 Boppsterrassen, das beliebte Marburger Gasthaus, in der Reitgasse wurde 1965 ein Opfer des 'Fortschnttes'. das heißt es wurde '1Îe andere historische Gebäude in Marburg abgerissen. Kein Wunder, denn noch 1969 empfahl ein Gutachten den Abriß weiterer älterer Häuser in Marburg. Erst ein Umdenken bei den Politikern und ein neues Denkmalschutzgesetz verhinderten die weitere Vernichtung von historischer Substanz in Marburgs Altstadt, die nach 1 970 vorbildlich saniert wurde.

35 Auch das 1868 in Betrieb genommene Königliche Gymnasium Philippinurn in der Untergasse wurde 1973 trotz heftigen Widerstandes abgerissen, nachdem in der Leopold-Lucas-Straße ein Neubau entstanden war. An der Stelle des alten Gymnasiumbaues wurde der Betonklotz des Horten-Kaufhauses errichtet. Das Kaufhaus Horten gibt es inzwischen auch nicht mehr, aber dafür gibt es jetzt das Schloßberg-Center.

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36 Der Hundsturm, ein Rest der alten Stadtbefestigung, ist nicht dem Abriß zum Opfer gefallen und dient auch nicht mehr als Gefmgnis. In ihm wohnte Ernst Koch, der Autor des Romanes 'Prinz Rosa Stramm' in dem er feststellt, daß 'Marburg eine Universität 'ist' und Göttingen nur eine 'hat', und darauf ist man in Marburg noch immer stolz. Durch die Errichtung des Schloßberg-Centers ist er dem Blickfeld fast entzogen.

371m Iahre 192 7 gedachten die Marburger mit einem großen Festspiel der Einführung der Reformation vor vierhundert Iahren in Hessen. Die lutherische Kirche bot die Kulisse und der Kirchof den Platz für die Zuschauer, die zum Teil von weither angereist waren. Das Bild zeigt die Schlußszene der Aufführung an der 250 Marburger Bürger und Bürgerinnen als Laienspieler und elf Berufsschauspieler teilnahmen auf dem Potest vor der Kirche. Die Spielleitung lag in den Händen von Dr. Budde, der auch den Anstoß für die Errichtung der Freilichtbühne auf dem Schloßberg gab.

38 Nachdem Marburg 1866 preußisch geworden war wurde das Schloß vom Gefängnis in das Staatsarchiv umgewandelt, das bis 1938 zum Neubau am Friedrichsplatz hier verblieb. Im Zuge der Umgestaltung erfuhr das Schloß auch eine neue Ausgestaltung. Der äußere Schloßhof wurde wie das Bild zeigt bepflanzt. Die Kinder tragen die typische Kleidung der Kaiserzeit, so der Junge mit Strohhut und Schürze. Nach

1 926 gab es wieder Veränderungen am Schloß. Die spitzen Turmhauben mußten den heutigen weichen und der äußere Schloßhof wurde gepflastert. Ob man damals schon in 'weiser'Voraussicht Parkplätze schaffen wollte?

jYfaróurg a . .I:. partie auf d, Schloss.

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