Marburg in alten Ansichten

Marburg in alten Ansichten

Auteur
:   Dieter Woischke
Gemeente
:   Marburg
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6053-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Marburg in alten Ansichten'

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39 Auch die 1288 geweihte Schloßkapelle erhielt in preußischer Zeit ein neues Aussehen. Die Wände wurden farbig gestrichen, einAltar wurde errichtet und eine kleine Orgel installiert, wie das Bild zeigt. Die Schloßkapelle kann zur Zeit wegen Bauarbeiten nicht besichtigt werden.

Marburg Schloss-Kapelle

40 Das Bild zeigt den Rittersaal, auch Fûrstensaal, in preußischer Zeit. Auch hier wurde nach den damaligen Vorstellungen die Ausgestaltung vorgenommen. Die Wände wurden bunt angestrichen, mitTeppichen behangen und Wappenschilde wurden angebracht. Auch die tragenden Säulen aus denen die Rippen ohne Kapitelle herausragen erhielten eine Verzierung. Im Hintergrund ist ein Kamin zu sehen und rechts vorne das Portal mit den Einlegearbeiten aus der Zeit des Landgrafen Ludwig IV von Hessen-Marburg, der 1604 starb.

41 Der innere Schloßhof ist eines der fast vicrzig Märchenmotive die der Marburger Künstler Otto Ubbelohde in den Iahren 1906-1908 aus dem Bereich der Stadt Marburg für seine Illustration der Grimm'schen Märchen nutzte. In dem Märchen 'Die Bienenkönigin' bekommt der Prinz die Tafel gezeigt auf der steht wie er das schlafende Schloß aufwecken kann.

42 Vier Bilder zeigen die Entwiekhing bzw. die Verànderung Marburgs im Bereich des Biegenviertels nach 1880. Wo heute die Biegen- und Uferstraße entlangführen wurde Ackerbau getrieben und Wäsche gewaschen. Diese wurde nach dem Wasehen zum Bleichen ausgelegt und dabei mit Lahnwasser besprengt. Im Vordergrund ist die Bahnstrecke mit dem Einfahrsignal von Süden her zu erkennen, der heutige Standort hat sich nur unwesentlich verändert. Rechts vom Weg zur Lahn befindet sich heute der Schülerpark und links das Schwesternwohnheim.

43 Das Bild zeigt im Vordergrund den einstigen Bahnübergang 34 I am Schûlerpark, der durch eine Unterführung ersetzt wurde, Längs der Gleise stehen, wie noch nach dem Krieg, die Doppelmaste derTelegrafenleitung und das Einfàhrsignal. Ienseits der Lahn ist links bereits die 1899 eingeweihte Oberrealschule zu sehen. Rechts die Häuser in der Biegenstraße befinden sich zum Teil noch im Rohbau. Eine Story besagt, daß Kaiser Wilhelm Ir. stets die Vorhänge der Fenster seines Abteils bei der Durchfahrt mit dem Zug durch Marburg zugezogen hätte, weil er die

Bebauung des Biegenviertels alsVerschandlung des Marburger Stadtbildes ansah.

44 Auf dem Bild, wohl vom Kaiser- Wilhelm- Turm aufgenommen, erkennt man die Baugrube der 1906 eingeweihten Nordschule, heute Frledrich-Ebert-Schule. Die Uferstraße ist berelts als Damm aufgeschüttet. Durch den Erdaushub längst der lahn ist ein Lahnarm entstanden den im Winter die Schlittschuhläufer nutzten. Im laufe der Zeit kam es zu einer Verlandung, sodaß hier ein recht interessantes Biotop entstand, das aber im Zeitalter des 'Portschrittes' einem Parkplatz weichen mußte. Zu erkennen ist auch die auf der Lahn schwimmende Badeaustalt. Sie wurde irn Winter in den auf der linken lahnseite zu sehende Hafen gezogen.

45 Wie das Bild zeigt war die Deutschhaustraße (auch die Biegenstraße) von Bäumen gesäumt. Sie wurden dem 'Moloch'Verkehr geopfert. So parken bzw. fahren heute Autos wo einst Bäume standen.

46 Nachdem der Deutsche Orden 1809 säkularisiert wurde übernahm die Universität den Lustgarten der Deutsch-Ordensherren als Botanischen Garten in welchem sich schon immer ein Teich befand. Junge Frauen aus den Dörfern urn Marburg arbeiteten als Hilfskräfte im Botanischen Garten. Das Bild aus dem [ahre 1920 zeigt die damals noch alle Tracht tragenden weiblichen Hilfskräfte in einem Kalm auf dem Teich des Botanischen Gartens. Sie wollten wohl recht schick sein und haben nicht ihren Arbeitsanzug sondern den Sonntagsanzug für die Aufnahme angezogen. Die Tracht wurde nicht Kleid sondern

Anzug genannt. Die Frau in schwarz zeigt, daß sie Trauer hat,

47 Das Luisabad entstand wie die Kinderklinik und das Kunstinstitut im jahre 1927 anläßlich der 400-]ahrfeier zur Gründung der Universitar im [ahre 1527. Es trägt den Vornamen der Stifterin Luisa Haeuser geborene König, die 1953 starb. Zu erreichen war das Bad nur über die Brücke des Mühlgrabens, der in den siebziger [ahren verfüllt wurde. Heute ist das Luisabad wegen seines schlechten Zustartdes geschlossen und wird möglicherweise abgerissen.

48 Das Bild zeigt den Zustand am Pilgrimstein um die Jahrhundertwende. Rechts neben der Kirche steht auf dem Kornmarkt noch die städtische Scheune. Der Fachwerkbau mit den geschlossenen Holzläden unter der Universität ist das Brauhaus und trug die Hausnummer 35. Rechts daneben die heutige Gaststätte 'Altes Brauhaus' noch verputzt und ohneAnbau. Im Haus daneben wurden Kohle, Holz und Baumaterlal verkauft. Der Zaun im Vordergrund steht auf der Brücke des Mühlgrabens zu dem auch die Mauer gehört. Das Haus am Mühlgraben wurde abgerissen und der Mühlgraben zugeschüttet.

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