Marburg in alten Ansichten

Marburg in alten Ansichten

Auteur
:   Dieter Woischke
Gemeente
:   Marburg
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6053-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Marburg in alten Ansichten'

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69 Im Iahre 1908 wurde als Verbindung für Fußgänger über die Lahn von der Deutschhaustraße zum Ortenberg der Stroinskysteg eröffnet. Es war ein aufBetonpfeilern ruhender Holzsteg. Da er nur die Lahn überspannte war er nur über die Lahnwiesen zu erreichen. Da diese bei den regelmäßigen Hochwassern überschwemmt wurden, setzte man Schrittsteine in die Wiesen. So konnte der Steg auch bei geringerem Hochwasser benutzt werden. Mit dem Bau der Stadtautobahn entstand der Betonsteg der von der Deutschhaustraße bis zum Schülerpark reicht.

70 Das Bild zeigt das Kurhotel am Ortenberg. 1929 wurde es eröffnet und da Marburg Luftkurort war mußte auch Kurtaxe bezahlt werden. Immerhin galt Marburg vor dem Ersten Weltkrieg als gesündeste Stadt Deutschlands. Auch wenn Marburg heute noch immer keine Industriestadt ist, der Verkehr im engen Lahntal würde das Prädikat eines Luftkurortes verhindern. Heute nutzt eine christliche Gemeinschaft das ehemalige Kurhotel.

7 1 Die von der Lahn vor vielen Millionen [ahren geschaffenen Terrassen wurden bis zur Bebauung nach dem Krieg landwirtschaftlich genutzt. Das Getreide wurde mit der Sense oder später auch mit der Mähmaschine geschnitten. Auf dem Bild sehen wir die Tätigkeit der Frauen, noch in Tracht, bei der Getreideernte. Sie banden die Halme mit vorgefertigten Strohseilen zu Garben zusammen, die zu Puppen zum Trocknen aufgestellt wurden.

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72 Eine Feldpolizei gab es in Marburg noch nach dem Krieg. Die 'Peldschûtzen' hatten dieAufgabe durch Streifengänge in der Flur Diebstähle zu verhindern. Das Bild zeigt die drei Marburger 'Feldschütze' Christian Schäfer, Hennig Lorenz und Daniel Müller aus dem Iahre 1907. Als Zeichen ihres Amtes trugen sie eine Dienstmütze und waren mit einem Spazierstock 'bewaffner'.

73 Auch einen Gänsehirten gab es im Vorort Ockershausen. 'Essig' nannte man ihn, weil er den Leuten anrwortete, wenn er nach dem Inhalt der stets mitgeführten Flasche gefragt wurde: 'Do eas Essig drin.' Mit dem Signalhorn blies er morgens seine Gänseschar zusammen und führte sie auf zur Hute auf die Lahnwiesen.Und mit der Gäßel (Peitsche) hielt er seine Gänseschar zusammen.

74 Bevor das Gasthaus Spieleslust auf dem Ortenberg erbaut wurde nannte sich. dieser Aussichtspunkt Köhlersruhe und war auch ein Ausflugsziel für die Marburger. Otto Ubbelohde hielt mit seinem Zeichenstift fest, wie am Himmelfahrtstag 1886 'Die sieben Raberi' im Pavillon spielten und der alte Brand die Ausflügler bediente. Man stelle sich mal vor wie Herren mit Gehrock, stelfen Kragen und Hut, und die Damen mit ihren langen Kleidern den artenberg erstiegen.

75 Ein weiteres beliebtes Ausflugsziel für die Marburger war der 381 m hohe Frauenberg mit seiner Burgruine, die heute von Bäumen verdeckt wird. Man konnte sogar mit der Kreisbahn bis zur Haltestelle Frauenberg fahren und von dort aufsteigen. Das Hotel Secbode wurde 1907 eröffnet. Sein Fachwerkstil entspricht der damaligen Zeit, wobei für den Keller der hier anstehende Basalt verbaut wurde. Das notwendige Wasser wurde mit einem Windmotor zum Hotel hinaufgepumpt. Im Winter wurde von hier oben bis hinunter nach Cappel gerodelt.

Gruss von der Rodelbahn auf dem Frauenberg bei Harburg

76 Mit der Zeichnung von Otto Ubbelohde, die er 'Marburg aus der Sicht eines Bücherwurmes' nannte, endet der Spaziergang durch das alte Marburg. Von rechts nach links symbolisieren: der Qualm den Bahnhof, die zwei Weinflaschen die Türme, die Zigarrenkiste das Schiff und der Federhalter den Dachreiter der Elisabethkirche, die ansteigenden Bücher den Steinweg und die Neustadt, der Brechpunkt die Wasserscheide und danach die abfallende Wettergasse, die 'Ionflasehe nut der Brille die Universität, die Kerze das Rathaus, die Feder die lutherische Kirche, die schrägstehenden Bücher die Schloßmauer und den Wil-

helmsbau, das Tinte:óJaß das Türmchen der Schloßkapelle und das Bierglas die Sternwarte arn Renthof

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