Markt Isen in alten Ansichten

Markt Isen in alten Ansichten

Auteur
:   Rupert Fruth
Gemeente
:   Markt Isen
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4652-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Markt Isen in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

EINLEITUNG

Eingebettet zwischen Hügelketten und ausgedehnten Waldungen liegt im Osten von München der Markt Isen. Er strahlt eine eigentümliche Schönheit aus, die manchmal geradezu den zauberhaften Hauch des Unwirklichen besitzt. Die keltische Flußbezeichnung 'Isana' , die 'Schnelldahinfließende', hat dem Ort den Namen gegeben. Isen hat sich eine gesunde Ländlichkeit bewahrt und zeigt gleichzeitig als kleines Wirtschaftszentrum des Isentales eine bemerkenswerte Aufgeschlossenheit fürs Moderne.

Im Jahre 747 ist Isen erstmals urkundlich erwähnt, als Bischof Josef, ein Nachfolger des Heiligen Korbinian, die 'Zelle Isen' zum lebensfähigen Benediktinerkloster erhob. Das Kloster zählt zu den ältesten auf altbayerischen Boden und wandelte sich schon sehr früh zum Kollegiatstift St. Zeno, welches bis zur Sekularisation 1802 bestand. Im Jahre 1434 wurden Isen die Marktrechte verliehen und am 19. Juni 1548 das Marktwappen zu Augsburg bestädigt. Der Markt Isen besitzt eine freundliche Bevölkerung, die sich vielfach die Sitte bewahrt hat, den Fremden auf der Straße zu grüßen. Viele Vereine, von denen sich ein Teil der Erhaltung altehrwürdigen Brauchtums, ein anderer der Pflege der Kultur, ein dritter dem Gedanken neuzeitlicher Sportbetreibung verschrieben hat, sorgen in Isen für ein reges gesellschaftliches Leben. Vor allem die schönen einsamen Spazier- und Wanderwege, sowie die gemütlichen Raststätten, denen der Ruf gehobener Gastlichkeit vorauseilt, ist weitüber die engeren Heimatgrenzen hinaus bekannt geworden. Am allerberühmtesten ist Isens unvergleichliches Gotteshaus, die Stiftskirche St. Zeno. Sie wurde schon um 1200 als dreischiffige Pfeilerbasilika von Probst Ulrich erbaut und erhielt 1699 ihr barockes Kleid. Sie birgt ein herrliches romanisches Portal, eine sehenswerte zweiteilige Krypta und eine stolze gotische Vorhalle von 1410. Hinter den dieken Kirchenmauern ruhen die Isener Pröbste, die Burgrainer Pflegegeschlechter und die sterblichen Überreste vieler Edelleute, die einmal vor Jahrhunderten große politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Rollen spielten. Sehr sehenswert ist auch die Schloßkirche in Burgrain, ein Kleinod aus der bischöflichen Zeit der 'Herrschaft Burgrain' .

Nachdem 1971 die ehemaligen Gemeinden Westach und Schnaupping, sowie 1978 die ehemalige Gemeinde Mittbach eingemeindet wurden, zählte die Gemeinde Markt Isen, 4 000 Einwohner und gehört seit 1972 zuîn Landkreis Erding. Es hat sich im Laufe der verflossenen Jahrhunderte nicht viel geändert und jeder der heute nach Isen kommt wird das selbst erleben können.

Das Büchlein ist kein Geschichtsbuch, sondern ein Bilderalbum mit Bildunterschriften und Jahresnachweisen. Die Postkarten und Fotos dieses Bildbandes stammen aus den Heimatkundlichen Sammlungen des Marktes Isen und sind geliehene und geschenkte Kostbarkeiten von Isener Bürgern, denen an dieser Stelle herzlicher Dank gesagt sei.

1. Kaiser Sigismund hatte im Jahre 1434 den Isener Bürgern die täglichen Marktrechte geschenkt und aus diesem Anlaß wurde wohl zum ersten Mal in Isen ein Rathaus gebaut.

Das ehrwürdige alte Rathaus wurde mehrmals umgebaut und saniert. Bei der Umgestaltung im Jahre 1893 durch Professor Max Heilmaier, wurde dieses Gebäude nicht nur baulich verändert, sondern auch malerisch geschmückt. Die Wände der Türmchen bemalte der Heimatkünstler mit den Bildern des St. Zeno, dem Kirchenpatron und mit Bischof Josef, dem Förderer Isens.

An die Stufen des aufsteigenden Giebels malte der Professorverschiedene Wappenbilder: Den bayerischen Löwen, das Wittelsbacher Rautenmuster , das damalige weiß-grüne Farbwappen vom Markt Isen, den Reichsadler und die Isener Sirene.

Auf dem Giebel stand als Abschluß der Verzierung die Eirene, eine Friedensgöttin der Griechen, die schützend in den Händen Zange, Hammer und einen Siegeskranz über den fließigen Markt breitete. Ein unersetzbares Farbdokument ist eine, im Heimatmuseum befindliche Schützenscheibe aus dem Jahre 1909. Aus dem gleichen Jahr stammt dieses Foto.

2. Auf dem Foto der Ringler Stadl, das jetzige neue Rathaus vor dem Umbau.

In der Urkunde vom 10. September 1925 heißt es: 'Der Markt Isen kauft von Josefund Maria Meindel (geborene Greimel) um 25 000 Goldmark den Ringier Stadl.' Unterschrieben von dem damaligen 1. Bürgermeister, Franz Xaver Mittermaier.

Die Nachtwächter zählten einst zu unseren gewichtigsten Amtspersonen. Sie sorgten zu nachtschlafender Zeit für Sicherheit und Ordnung. Im Archiv der Heimatkundlichen Sammlungen, die Herr Zeno Pfest in mühevoller Kleinarbeit zusammengetragen und geordnet hat, befinden sich verschiedene Aufzeichnungen von Isener Nachtwächtern, die viele Jahre ihres Amtes walteten. Vom vorletzten Nachtwächter, dem Windshuber Schorsch (1815-1897), erzählten alte Bürger noch recht lebendig. Der Schorsch war nicht nur Nachtwächter, er war außerdem noch Hochzeitslader, Leichenbitter und Maurer. Reich war er nicht, trotz seiner vielen Ämter. Sein armseliges Häuschen duckt sich am Nordeingang des Marktes dicht an den Hang. Eine niedrige Stube, eine enge Schlafkammer und ein Stall für ein paar Geißen, mehr Platz gab es nicht. Wenn der Schorsch seinen Nachtwächterdienst antrat, sagte er immer, 'pack mas wieder' und schlüpfte in seinen dieken Mantel, stellte die Handlampe zurecht, hängte sich das kleine Signalhorn um, griff nach der Amtsrnütze, nahm seine Hellebarde auf die Schulter und verließ das Häuschen. Knapp ein Dutzend Laternen waren anzuzünden und so stiefelte der Nachtwächter den Gries hinab, stapfte bis zu den Isenbrücken, stieg beim Nagelschmied den Berg empor und schaute sich am Mittelmarkt um. Beim Ringler war noch manchmal das Gastzimmer beleuchtet, wo die Isener Bürger bei ihrem Gesellschaftstagzusammensaßen. Da drängte es den Schorsch schon so manches mal hinein und er hatte seine Gründe, er mußte án die Polizeistunde erinnern. Da hieß es dann öfter, der Schorsch sei zu früh da, er solle sich noch die kurze Zeit hinsetzen und die Herren Bürger zahlten ihm ein oder zwei Bier. Das ließ er sich nicht zweimal sagen und drückte nicht nur ein, sondern öfter zwei Augen zu, Bevor der Schorsch seinen Heimweg antrat, ging er zuvor noch in eine der Backstuben, wärmte sich auf und bekam von den Bäckerburschen, die er zeitig geweckt hatte, ein paar Brezen.

3. Der ehemalige, langjährige Isener Nachtwächter, Georg (Schorsch) Windshuber um 1890.

4. Bliek von Nord-Westen auf den Markt Isen um 1910.

5. Wie so viele Pfarreien verlor auch Isen im Ersten Weltkrieg seine Kirchenglocken. Im Jahre 1917 wurden vom St. Zenoturm vier Glocken abgenommen und als Kriegsopfer weggegeben. Da diese Glocken erst 1904 gefertigt wurden, eigeneten sie sich zum Guß von Geschützen und gingen der Pfarrei auf ewig verloren. Die St. Zenoglocke aus dem Jahre 1586 wurde für den Kanonenguß als wertlos erklärt und blieb den Bürgern als Stundenglocke erhalten.

Das Foto zeigt den Festwagen mit den Glocken von 1904.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2018 Uitgeverij Europese Bibliotheek