Markt Isen in alten Ansichten

Markt Isen in alten Ansichten

Auteur
:   Rupert Fruth
Gemeente
:   Markt Isen
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4652-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Markt Isen in alten Ansichten'

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11. Das Bild zeigt, halb verdeckt hinter einem Apfelbaum, das Seilerhaus der Fanny Weiss. In der Werkstatt, die sich gleich hinter der Eingangstüre befand, fertigte der 'Seiler Miche' wie ihn die Isener nannten, seine Peitschenschnüre und Kurzseile. Die langen Heu- und Glockenseile drehte er in der Grünanlage am Mittelmarkt, wo nun der Maibaum steht.

Heute steht an der gleichen Stelle das Modehaus Endisch. Das Foto ist von 1920.

12. Auf dem Bild von links nach rechts: Die Gastwirtschaft 'Zum Bruckwirt', das Anwesen des Forstratsdieners Hermann Kiefl, im Hintergrund auf der Anhöhe das Forsthaus und rechts am Bildrand verdeckt hinter einemjungen Kastanienbaum, das Nachtwächterhäusel des Georg Windshuber. (Foto um 1912.)

13. Das alte Schreibwarengeschäft Lorenz Nußrainer, die frühere Druckerei und Buchbinderei des Fotografen Josef Brem, dem der Markt Isen die meisten alten Fotos um 1900 verdankt. (Foto um 1920.)

Isen hat seit 1434 das Marktrecht und durfte jede Woche einen Markt abhalten. Um 1900waren es dann nur noch zwölf Waren- und Viehmärkte im Jahr, von denen heute nur noch wenige erhalten geblieben sind. Die Markttage waren als Einkaufstage immer von großer Bedeutung. Der Hauptmarkt war damals der Kreuzmarkt und das Marktgeschehen verlief natürlich in einem gewissen Rhytmus ab. Schon am Samstag richteten die Fieranten ihre Stände, denn am Sonntag wurde bereits um 6 Uhr, nach der Frühmesse, mit dem Verkauf begonnen. Nach dem Hochamt gab es einen richtigen Ansturm auf die Verkaufsstände, aber auch in die Gasthäuser. Seit 4 Uhr früh hatten die Metzger mit dem Bratklopfen begonnen und eine Weißwurst durfte damals, als es noch keine Kühlschränke gab, das 12 Uhr Läuten nicht hören.

Zu Mittag wurde es am Markt etwas ruhiger. In den zwölf Wirtschaften dagegen ging es sehr lebhaft zu und die Bäuerin hat sich schon lange auf das Bratl gefreut, das an diesem Tag der Bauer spendierte. Am Nachmittag kamen die jungen Leute zum Markt, die sich mit der Schiffschaukel, dem Karussell und dem Kasperltheater vergnügten. Um 1900 kam das Kinematograph dazu, das immer ausverkauft war und man fragte sich, wie solche beweglichen Bilder auf die Leinwand kamen.

Der Kreuzmarktmontag stand im Zeichen der Kreuzleute und Bittämter. Nach den Bittgebeten ging es hinaus zum Viehmarkt. Dort herrschte seit den Morgenstunden lebhafter Handel. Bis 4 Uhr nachmittags hielt sich der Marktbetrieb noch aufrecht. In den Wirtshäusern aber wurde noch lange weitergezecht und diskutiert. So ging auch der zweite Markttag zu Ende, der immer ein großer Festtag war.

14. Der Isener Viehmarkt am Kreuzmarktmontag 1920.

15. Das Foto zeigt den Obermaier-Bräu 1910, heute steht auf dem selben Platz das Isener Postamt. In Isen gab es 1623 sechs Bierbrauer. Damals war es Brauch, daß jeder Gastwirt sein eigenes Bier braute, das vermutlich dunkles Bier war. So hatte jeder Wirt seine eigene Sudpfanne, die etwa einen Hektoliter faßte. Im gleichen Jahr legten die sechs Bierbrauer ihre Handwerksartikel und eine Erklärung dem Fürstbischof in Freising vor. Sie erklärten dabei, daß sie und ihre Vorfahren bisher noch keine Handwerksartikel hätten. Um die Genehmigung ihrer Handwerksartikel zu begünstigen, versprachen die Brauer einen ewigen Gottesdienst zu spenden und eine Bruderschaft zu gründen. Am 8. August 1623 wurden vom Fürstbischof die Handwerksartikel genehmigt und den Bierbrauern übergeben.

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