Markt Schwaben in alten Ansichten Band 1

Markt Schwaben in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Irmgard Köhler
Gemeente
:   Markt Schwaben
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5211-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Markt Schwaben in alten Ansichten Band 1'

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9. So zeigte sich das Schloß um 1890, vom heutigen Kressierer-Garten aus, über die Straße hinweg gesehen. Das Schloß beherbergte ehedem die höchsten Beamten und das Landgericht. Beamte und Landgericht wurden 1812 nach Ebersberg verlegt und das Schloß versteigert. 1813 wurde das halbe Schloß wegen Baufälligkeit abgebrochen und der Rest an einen Glaser weiterverkauft. 1839 erstand es der Unterbräuer Felix Trappentreu, er nutzte es nur für seine Landwirtschaft und Brauerei. 1874 kaufte es der Oberbräuer Josef Bonschab und ließ aus dem Südflügel (Bild) ein respektables Wohngebäude für seine Tochter Rosa renovieren. 1908 Brandstiftung, danach Aufbau im neugotischen Stil. 1967 Kauf durch die Gemeinde.

10. Schon Ende des 17. Jahrhunderts wurde das Schloß für den 'Hof' in München nicht mehr als Aufenthalt bei der Jagd benötigt. Wie bekannt, wurden 1812 das Landgericht und die Beamten nach Ebersberg abgezogen. Erst 1888-1890 erlebte das Schloß wieder eine gewisse Blütezeit. Der große Salon zeigt es. Diese luxuriöse Ausstattung dürfte er schon 1890 erhalten haben. Der Raum befand sich gen au in der Süd-WestEcke, an der heute das Rathaus angebaut ist. (Siehe kleines Bild.)

11. Im Jahre 1868 wurde mit dem Eisenbahnbau München-Simbach begonnen und die Strecke 1871 eröffnet. Zur gleichen Zeit bekam Markt Schwaben ein Stationsgebäude, das nicht nur der Bahn, sondern zugleich der Post diente, unter der Regie eines Beamten. Diese Karte zeigt den Bahnhof um 1875, als noch keine Anbauten an dem Gebäude waren, in dessen unteren Räumen der Bahn- und Postverkehr abgewickelt wurde. In den oberen Räumen wohnten, wie auch heute noch, die Beamten. Erst 1896 wurde ein zweistöckiges Postgebäude gebaut, mit 'Bureaulokalitäten' und Dienstwohnungen. Mit Kerzen und Spirituslampen wurde dort bis 1908 gearbeitet, erst dann hielt das elektrische Licht Einzug.

12. In Deutschland hatte jedes der Länder seine eigene Eisenbahn, die natürlich eine wichtige Einnahmequelle war. Ab 1920 übernahm das Reich die Eisenbahnverwaltung. In der ersten Zeit gab es manche Unfälle, die auf Materialfehler zurückzuführen waren. Vor allem Achsbrüche und Radreifenbrüche, wie auch hier am 24. März 1902 in Markt Schwaben.

13. Die Schule, erbaut 1905, präsentiert sich links des Kirchturms. Es ist das dritte Schulhaus am Ort, nachdem seine Vorgänger zu klein geworden waren. Dieses Schulhaus bekam eine Turnhalle in unmittelbarer Nähe, die auch dem Turnverein zur Verfügung stand. Das Bild dürfte um 1910 aufgenommen sein und zeigt den Schulkomplex von Südwesten. Rechts im Vordergrund ist der Glaslhof und dahinter der Wasserturm. Daneben rechts der Unterbräu und wiederum rechts davon der Oberbräu mit dem hohen Kamin seiner ehemaligen Brauerei. Auf der Wiese im Vordergrund steht heute die Realschule. Ein Teil des alten Schulhauses und seine Turnhalle mußten der neuen Hauptschule Platz machen.

14. Vor der Volksschule in Markt Schwaben, erbaut 1905, hatten sich im Juni 1918 die erste, zweite und dritte Schulklasse aufgestellt. Oben rechts ist Pfarrer Sturrn, links Benefiziat Oberhauser. Unterhalb die Lehrerin Fräulein Anna Rucker und rechts die Lehrerin Fräulein Grasser, die neben ihrer Lehrtätigkeit das Amt der Gemeindeschreiberin übernommen hatte. Nach ihr gab es den Gemeindeschreiber nicht mehr im Nebenberuf. Die zwei geistlichen Herren, aber auch die Lehrerinnen, sind sicher heute noch manchem in Erinnerung.

15. Dieses Bild wurde am 2. Dezember 1953 aufgenommen. Es dürfte an Seltenheitswert - zur damaligen Zeit - kaum überboten werden. Es zeigt den katholischen Geistlichen Pfarrer Hochmaier zusammen mit dem damaligen Dekan Heckel bei der Grundsteinlegung der evangelischen Kirche in Markt Schwaben.

16. Eine Ansicht nach 1952 zeigt das große Geviert des Schloßplatzes. Das Ausmaß war schon immer gegeben, nur hatte sich im Wandel der Zeit die Bausubstanz geändert. Hier kann man sich recht gut das 'alte' Schloß vorstellen. Heute ist der Schloßgraben aufgefüllt, es wurden Parkplätze und eine Anlage zum Verweilen und Spielen angelegt. Der Westflügei, den man hier noch sieht aber schon ohne seinen Turm - wich dem neuen Rathaus. Zum Anger! hin wurde das Feuerwehrgerätehaus gebaut. Zwischen Kirche und Unterbräu steht das Kriegerdenkmal von 1914-1918, das in den Schloßhof verlegt wurde.

@.russ aus ~(jfiwaßen.

Gasthof zur Post.

17. 'Hofwirth' hieß das Gasthaus 'Zur Post' schon 1444 und noch 1814, es gehörte zum Hofkastenamt München. Ab 1820 überwog dann der Name 'Greißlwirth'. Erst nach der Einheirat von Josef Adelberger 1889, mit gleichzeitiger Übernahme von Gasthof und der Postkutschenbeförderung kennt man den Namen Gasthaus 'Zur Post' und der Besitzer wurde Herr Posthalter genannt. Herr Josef Adelberger war Ökonomierat und Ehrenbürger am Ort, ein angesehener und allgemein geschätzter Mann.

18. Schon 1859 gab es im Markt Schwaben eine Brief- und Fahrtexpedition. 1866 erhielt der Gastwirt Jos. Kressierer den Personenverkehr übertragen und er stellte selbst den Postwagen. Ihm folgte sein Schwiegersohn Jos. Adelberger. Die Fahrt von Markt Schwaben über Anzing, Forsthaus Hubertus nach Ebersberg dauerte 8 112 Stunden und wurde so manchmal von scheuenden Pferden oder Radbruch unterbrochen. Der sehr schlechte Weg durch den Forst war nicht ganz ungefährlich. Die Bäume wucherten in den Weg, der dadurch nie ganz abtrocknen konnte und tief ausgefahrene Rinnen hatte. Hier fährt der Postillion Staffinger durch den Forst, der 1890 wegen Nonnenfraß großflächig abgeholzt wurde.

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