Markt Schwaben in alten Ansichten Band 1

Markt Schwaben in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Irmgard Köhler
Gemeente
:   Markt Schwaben
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5211-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Markt Schwaben in alten Ansichten Band 1'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

19. Der Postillion Korbinian Kunstwadi fuhr den zweirädrigen Karriol-Post-Wagen von Buch nach Markt Schwaben und zurück. Mit diesem KarriolWagen wurde nur Pak et- und Briefpost befördert. Hier ist die schöne Uniform gut zu sehen. Es war vorgeschrieben, bei schönem Wetter die weißen Beinkleider zu tragen und statt der Schirmmütze den vorschriftsmäßigen Hut. Wurde das nicht beachtet, brachte es eine Strafe von 50 Pfennigen ein. Auch wenn die Kleidung nicht ganz rein war, was bei dieser Tätigkeit vorkommen konnte, gab es eine Strafe, wie auch Zeitverzögerungen geahndet wurden. Selbst die Postkutschenzeit hatte ihre Tücken.

20. Die ersten Postautos von 1926 stehen hier vor der Garage auf dem Gelände der damaligen Bayernwerke, später Gebrüder Schweiger. Ihre Fahrt hatte die Route der Postkutsche übernomrnen, wenn auch nicht mehr so romantisch, dafür bequemer und schneller, von Markt Schwaben über Anzing nach Ebersberg. Die Postautos waren etwas pünktlicher. Diese Strecke wird heute noch mit dem Omnibus befahren.

21. Eine Karte nach 1926 zeigt Markt Schwaben in Richtung Südwesten. Hier gibt es noch viel zu sehen was uns einmal vertraut war, noch steht, oder verändert wurde: das zweite Schulhaus gebaut 1844; Schneiderwirt Abbruch 1933/34; Kaufhaus Kumpfmüller Abbruch 1972; die Schornsteine vom Oberbräu; das alte Gartenhäuschen , das der Straßenverbreiterung weichen mußte; Gasthaus 'Stocker', früher der 'Neuwirt' , verkauft 1937; die baumbestandene Straße an deren Ende die Stadel neben der Wittelsbacher-Höhe stehen. Der Schloß-Innenhof, der Teil des Schlosses auf dem die ersten zwei Schornsteine sind, steht noch, der Rest wich 1972 dem Rathausneubau; der Wasserturm; das dritte Schulhaus gebaut 1905; Maria-Hilf- Kapelle und mehr.

22. Das Gegenstück zeigt die Nord-West-Seite. Geschrieben wurde die Karte 1928. Hier ist die St.-Margareten-Kirche noch mit ihrer Kirchenmauer und den freistehenden Grabsteinen zu sehen. In dem Dreieck befindet sich das Kriegerdenkmal für die Gefallenen von 1914-1918. Hier zeigt sich die Südfassade vom Schloß nach dem Brand von 1908. Hinter dem Kirchendach kann man das sogenannte Anger! sehen. Rechts das Sägewerk der Gebrüder Schweiger. Über dem Schloßturm rechts die Post und Bahnrneisterei, links der Bahnhof und ganz links oben die Bayernwerke. Dem Schloß gegenüber der Gasthof 'Unterbräu' . Darüber das sogenannte Alexanderhaus und das Haus mit den Türmchen ist die Bäckerei Lemberger, heute Bäckerei Pritz!.

23. Die Bahnhofstraße von Norden nach Süden gesehen gibt einen kleinen Ausschnitt vom Anger! frei. Darüber die Kirche und das Schloß. Als 1870/71 die Bahnstrecke München-Simbach gebaut wurde, wurde das Niveau der Straße gehoben. Sie hatte ursprünglich eine Senke und war dadurch bei Hochwasser immer gefährdet. Das große Haus ist das Rappold/Estermeierhaus, davor das Blaßhäusl. Dieses wurde erst kurz vor dem Straßenbau erstellt und dadurch erreichte der Giebel gerade die Straßenhöhe, wie auf dem Bild gut sichtbar ist. 1949 erstand auf seinem Platz das Geschäftshaus Brandstetter .

24. Zur rechten Zeit gab es im Anger! Hochwasser. Dieses Bild ist aufgenommen mit dem Bliek nach Westen, Richtung Bahnhofstraße. 1899 wurde der Rohbau Rappold/Estermeier hingestellt und schon bekam er nasse Füße. Am 6. September 1920 erreichte das Hochwasser 2,70 m. 19301932 wurde vom Freiwilligen Arbeitsdienst der Hennigbach letztmalig begradigt, ausgeräumt, tiefergelegt und die Ufer gründlich befestigt. Damit sollten die öfter auftretenden Hochwasser eingedämmt werden.

25. Die Krankenversorgung war auf dem Land sehr schlecht. Den Wunsch, ein Distriktskrankenhaus zu bauen, lehnten die Nachbargemeinden ab, da sie zur Kasse gebeten werden sollten. So schenkte Felix Trappentreu sein im Rohbau befindliche Haus der Gemeinde und baute es auf eigene Kosten um. Beträchtliche Schenkungen aus der Bevölkerung folgten. Der bestehende Krankenverein gab sein Kapital von 2000 Gulden. Eine Taglöhnerin versorgte die Kranken, bis 1891 die Schwestern aus Mallersdorf gerufen wurden. 1955 sollte das Krankenhaus vergrößert werden, doch Ebersberg baute sein Kreiskrankenhaus. 1957 wurde das Gebäude von der Arbeiterwohlfahrt als Altenheim genutzt. 1968 kam der Altenheim-Neubau und 1987 wurde umgebaut.

26. Seit 1624 bis 1874 Walen Brauerei und Gasthof 'Unterbräu' Eigentum der Familie Trappentreu. Der Letzte aus diesem Geschlecht in Markt Schwaben war Felix Trappentreu, dieser stiftete das Krankenhaus. Die Schützengesellschaft erhielt einen Acker zum Schießstand. Auch der Armenfond bekam Unterstützung. Daß er ein großer Pferdeliebhaber war, zeigt unser einziges Bild 'Hoch zu Roß'. Der Name Trappentreu steht für Generationen von Bräuern: Eberspoint, der Sterneckerbräu in München, in Fürstenfeldbruck etc. Aber auch dem Geistlichenstand gehörten mehrere aus dieser Familie an. Neben den Grabsteinen in der Kirche und im Friedhof erinnert noch die Trappentreustraße am ehemaligen Krankenhaus, heute Altenheim, an diese einmal sehr bekannte und geachtete Familie in Markt Schwaben.

27. Dies ist das älteste Haus, das heute noch im Anger! steht. Über der Türe ist eine Tafel angebracht auf der zu lesen ist: 'Hanns Diglperger Gerichts Poth har dieses Eigenthomb von Ihro streng Herrn Pflegecomisar Maiser erkauft u. dieses Haus darauf neu erbauen lassen. Im Jahre 1718.' Im Laufe der Zeit gab es ziemlich verwirrende Besitzverhältnisse. Das Haus links ist als das Riexingerhaus bekannt. Der Kirchweiher war nur einen 'Weg breit' von dem Gerichtsbotenhaus entfernt. Die Stege, die in das Wasser ragen, waren Waschbänke. 1930-1935 wurden sie noch benutzt um die Wäsche auszuspülen. Heute besitzt der Weiher nicht mehr die Hälfte seiner ehemaligen Größe.

28. Der Kirch- oder Postweiher ist ein künstlich aufgestauter Weiher. 1932133 übernahm der Freiwillige Arbeitsdienst die Räumungsarbeiten. Die große Fläche des Weihers war mit Schienen ausgelegt auf denen die Kipploren beladen und geschoben wurden. Ochsen zogen dann die beladenen Loren auf die Halde am Fischergries. Es dürfte eine schwere und ziemlich übelriechende Arbeit gewesen sein.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2018 Uitgeverij Europese Bibliotheek