Markt Schwaben in alten Ansichten Band 1

Markt Schwaben in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Irmgard Köhler
Gemeente
:   Markt Schwaben
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5211-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Markt Schwaben in alten Ansichten Band 1'

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59. Das Haus, das mehr oder weniger als Ruine in der Färbergasse steht, wurde von zwei Familien bewohnt. Der Zaun trennt die Besitzer, aber auch die Begrünung am Haus selbst zeigt das Eigentum an, 'wie der First es scheidet'. Die Ansichtskarte ist von etwa 1912. Nur selten kann man auf alten Bildern und Karten einen Brunnen sehen. Hier handelt es sich um einen Pumpbrunnen. 'Laufendes Wasser' gab es nur im Schloß und bei dem Gerichtsschreiber. Ab 1801 bekamen auch die zwei Bräuer das Wasser, nachdem sie sich verpflichtet hatten, die Hälfte der Unkosten für das Brunnwerk zu tragen. Bis 1925 war die Wasserversorgung in privater Hand, aber die Bürger konnten sie nutzen.

60. Die Schmiede an der Erdingerstraße hatte für uns Kinder eine große Anziehungskraft, hier war etwas los, da flogen die Funken und auch so mancher Fluch beim Beschlagen der Pferde. Das Feuer im dunklen Inneren hatte etwas gespenstisches. Zu dieser Zeit mußte noch der Blasebalg getreten werden. Der rhythmische Schlag auf den Ambos, um glühendes Eisen in die richtige Form zu bringen, ist selten geworden. Beim Schmied Wagner wurde noch bis um 1970-1975 gearbeitet. Das Bild wurde um 1930 gemacht. Links ist der langjährige Geselle Max zu sehen, ein guter Bekannter des Wildschützen Jennerwein. Die Schmiede, wie auch das Wohnhaus, wich 1980/81 einem Neubau.

61. Namentlich sind die Besitzer des Gasthofes und der Brauerei zum Oberbräu ab 1619 bekannt. Auf diesem Bild von etwa 1886, zeigen sich drei Bräuer-Generationen. Rechts Ottilie Huber, links Tochter Magdalena mit Ehemann Josef Bonschab. Neben dem Vater steht Tochter Rosa, die den Bräuer Matthias Brenner aus Augsburg heiratete. Ihnen, wie schon ihren Vorgängern, war gernein, daß sie dem Markt sehr verbunden waren. Sie stellten Bürgermeister, übernahmen Verantwortung auch in der kirchlichen Verwaltung, engagierten sich in Vereinen und vieles mehr. Die Frauen standen ihnen nicht nach mit persönlichen Schenkungen undHilfen.

62. Ein Bild von etwa 1890/1895 zeigt Matthias Brenner mit Braumeister, Brauer und Schäffler vor dem Oberbräukeller. Auch wenn sie namentlich nicht mehr bekannt sind, so gibt das Bild doch Aufschluß über die Zusammensetzung und Stärke einer damals mittelständischen Brauerei. Ab 1921 wurde nicht mehr gebraut und die Brauerei, wie der Gasthof an den Spaten-Leistbräu in München verkauft. Von da ab kam das Bier per Bahn von München. Im Oberbräu war nur mehr das Bierdepot mit einem Verwalter untergebracht. Das Gasthaus wurde erneut verpachtet.

63. Es gab schon einmal eine Zeit, in der man Buben und Madehen auf den ersten Bliek nicht unterscheiden konnte. Dies hier ist ein kleiner Junge. Es ist eine Aufnahme von 1899-1900. Alle trugen sie Röckchen und Schürzen, manche sogar noch beim Schulbeginn.

64. Der Bartschneiderweiher, im Volksmund 'Batsche' genannt, wurde 1946-1948 mit Abbruchmaterial aufgefüllt. Dieser Platz war schon 1444 eine Ziegelgrube, die auch die Ziegelsteine für unsere Pfarrkirche lieferte. Der entstandene Weiher wurde mit Fischen besetzt und gelegentlich zu kleinen Kahnpartien genutzt. Da es früher keine Kühlschränke nach heutiger Art gab hatte der Weiher die wichtige Aufgabe, den Kühlräumen das Eis zu liefern. So wurde im Winter das Eis ausgesägt, ausgehackt und mit dem Pferdegespann in die Eiskeller gebracht. Waren die Keller voll, hielt die Kühlung den ganzen Sommer. Halb versteekt ist der Pfarrhof zu sehen, links die ehemalige Brauerei Steinmeir. Das Bild ist von etwa 1920.

Gruss aus Schwaben

Weissbierbrauerei Theodor Geiger

65. Am heutigen Pfarrer-Hueber-Weg machte 1901 ein hölzernes und mit Schindeln gedecktes Wohnhaus einer Weißbierbrauerei Platz. Die Besitzer von 1919 waren Theodor und Margaretha Geiger, die das Anwesen aber nur ein Jahr besaßen. Die Brauerei wurde vom Pächterehepaar Lorenz und Anna Widmann aus Forstinning gekauft. In dritter Generation wird nicht nur Weißbier gebraut , sondern alles was schmeckt. Schon 1920 wurde ein Eiskeller angebaut und 1927 ein neues Brauhaus.

66. Die erste Sudanlage vom Schweiger-Bräu stammte von 1934 und war aus zweiter Hand. So begann der 'Bräu'. Mit dieser Anlage konnte er einen Hektoliter brauen. Seine Lagerung reichte für vier Hektoliter. Es gehörte schon Mut dazu in der damaligen Zeit einen solchen Betrieb aufzubauen und zur heutigen Größe zu bringen.

67. Nur wenige werden sich an dieses Holzhaus erinnern. Es stand an der Ecke Bräuhausgassel Färbergasse , zur Herzog-Ludwig-Straße ausgerichtet. So manche Namen hatte dieses Haus, aber als 'Fünferl-Schusterhaus' wurde es an die Volksbank München verkauft. Der Name kam von den Rechnungen, die alle mit 5 Pfennigen endeten. 1928/29 wurde es abgebrochen und 1930 bekam Markt Schwaben sein erstes Bankgebäude , das auf diesem Platz erbaut wurde.

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68. 'Herrenschneider' war der Hausname dieses Hofes, er wurde von 1684 bis 1846 nur von Schneidermeister bewohnt. Nach verschiedenen Besitzwechseln erwarb 1910 der Kohlenhändler Benno Gruber dieses Haus. Das Bild stammt von etwa 1920 und zeigt Herrn Gruber mit seiner Familie. Die Tochter Maria baute 1942 ein damals modernes Wohnhaus, das aber 1988 einer Wohnanlage weichenmußte.

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