Markt Schwaben in alten Ansichten Band 1

Markt Schwaben in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Irmgard Köhler
Gemeente
:   Markt Schwaben
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5211-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Markt Schwaben in alten Ansichten Band 1'

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69. Die Zeiten. in denen Markt Schwaben so schön geschmückt wurde , sind leider vorbei. Girlanden die die 'ganzen' Häuser verschönten, richtige Triumpfbögen, Fichtensäulen, wer kann dazu heute noch seine Zeit opfern? Sicher ist, die Bürger hatten viel Zeit, Arbeit und Liebe für das Gelingen ihrer Feste investiert und dies nicht nur für Fronleichnam. Hier sieht man die Färbergasse im prächtigem Schmuck, anläßlich der Primiz des späteren Herrn Pfarrer Rusch , 1907. Baumeister Haydn und die ganze Nachbarschaft ließen sich diese Kulisse zu einer Fotografie nicht entgehen.

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70. Auch dies gab es in Markt Schwaben, Schlittenrennen am Faschingssonntag im Moos. Angefangen hat es mit einem Ochsenschlittenrennen. Vermutlich ein Jahr darauf beteiligten sich auch die Pferdeschlitten bei diesem Vergnügen, die ganz Sportlichen folgten mit Skijöring. Es war ein großer Spaß, der mit Begeisterung autgenommen wurde. In welchem Jahr dies seinen Anfang nahm und auch wann es endete, konnte nicht ermittelt werden. Die Aufnahme stammt vom Fasching 1936.

71. Der Touristenverein 'Die Naturfreunde' in München gründete eine Sektion in Markt Schwaben, die zwischen 1920 und 1932 großen Anklang fand. Das Moos, durch das die Sempt fließt, war für sie der schönste Aufenthalt. Moos und Sempt, das konnte man sich auch damals leisten. Einige Naturfreunde stellen sich hier vor. Sitzend, von links: Huber Franz, Dietmaier Max, Schwarz Maria, Kühlmeier Olga, Schwarz Katharina, Schwarzenberger Resi, Malthaner losef und Schwarzenberger Sebastian. Stehend, von links: Rankl Hans, Bauer Georg, Feistl (beide Porzellaner), Schwarzenberger Sebastian, Detfahl Johann, Lutzenberger, Geisberger Edgar, Mötsch, Wölfl (Porzellaner), und Liegl Adolf.

72. Von der Köppelmühle bis zur Saagmühle - nur auf diesem einen Semptarm - waren sieben Mühlen in Betrieb. Die Wolfmühle und die Kressiermühle wurden 1859 nach Forstinning eingemeindet, die Köppelmühle nach Anzing. Die Wolfmühle ist heute die einzige Mühle, die noch ihre Arbeit verrichtet. Der elektrische Strom hat zwar das Mühlrad verdrängt, auch solche Fuhrwerke wie auf dem Bild von 1920 gibt es nicht mehr, aber wie eh und je wird in ihr Getreide gemahlen. Nach einer Serie von Brandstiftungen wurde 1925 diese Mühle in Schutt und Asche gelegt. Die Feuerwehr mußte hilflos zusehen, denn das Wasser gefror in den Schläuchen, so kalt war dieser Winter. - Die Vergangenheit von drei Mühlen sei hier aufgezeigt.

73. Die 'Saagmühl' ist auch an der Sempt gelegen, neben dem Vogelherd, Nähe Siggenhofen. Da der Vater Balthasar Schwaiger seine Wolfmühle im Schwabener Moos 1786 für ein Kapital von 200 Gulden an den Grafen von La Rose' in Hirschbichl verpfändete, konnte der Sohn Veit das abgebrannte Saagmül!ergütl kaufen und wieder aufbauen, später sogar noch Grund und Boden dazu erwerben. Aber auch bei ihm blieb die Saagmühl nicht von Bränden verschont. Aus dieser Sägemühle ging 1923 das Sägewerk der Gebrüder Schweiger hervor, mit dem Standort östlich des Bahnhofs von Markt Schwaben. 1929 wurde die Dampfsäge der Bayernwerke dazugekauft und später erweitert.

74. Eine der vielen Mühlen die die Sempt - auf ihrem beschwerlichen Weg durch das Moos - antreiben mußte war die Hanslmühle. Auch sie hatte schwere Zeiten gesehen. Hanslmühle ist ein Hausname. 1269 Henslmühl der Chuenczel genannt. Schon 1752 gibt es Müller mit dem Namen Schweiger auf der Wolfmühle (die nicht mehr nach Markt Schwaben gehört). Von hier aus kaufte und baute Vit us 1786 die Saagmühle auf, mit Hilfe seines Vaters. Ein Sohn dieses Vitus Schweiger, wiederum ein Vitus, kaufte 1816 die Hanslmühle von den Vorbesitzern, die er im Austrag übernehmen mußte und deren Kinder er zusätzlich zu versorgen hatte. Heute steht das Mühlrad still.

75. Die Wolfmü!lerin am Spinnrad zwischen 1900 und 1910. Das Spinnen ist eine Kunst, die heute kaum mehr einer kann und natürlich auch nicht können muß. Wer würde sich noch in selbstgesponnenem Leinen wohl fühlen. Dieses Bild ist so romantisch, daß man vergißt, welche Anforderungen zu jener Zeit an unsere Vorfahren gestellt wurden. Sie haben sich selbst bestimmt nicht so empfunden.

76. Der Bliek vom Moos nach Markt Schwaben war sehr romantisch, vor allem wenn nahe am Hang Schafe weideten. Das ganze Moos hatte einen besonderen Reiz. Der birkenbesäumte Pfad, am Rand die Hauhechel mit ihren hübschen Blüten und kräftigen Dornen, der Weg zur Sempt, an einem kleinen Weiher vorbei mit einer Insel und altem Weidenbestand ... Wo man auch ging, auf den sumpfigen Wiesen stand das Wollgras, das Zittergras und der kleine Enzian auch Schusternager! genannt. Es gab viel mehr, auf das man garnicht achtete, es war ja da! An den Gräben, die das Moos durchzogen, wuchs die Trollblume, ganz dick und prall war sie. Aber auch eine große Vielfalt von Tieren gab es, leider ist so manches seltener geworden.

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