Markt Schwaben in alten Ansichten Band 2

Markt Schwaben in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Irmgard Köhler
Gemeente
:   Markt Schwaben
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6152-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Markt Schwaben in alten Ansichten Band 2'

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9 Aus diesem Tor kam man in den Schloßgarten. Ein breiter Kiesweg war von Rosen eingefaßt. Außer einer schon früher angelegten Terrasse, von kleinen Säulen umschlossen, ging es in Serpentinen zum Schloßgraben. Auf dieser Südseite führte er kein Wasser. Auf der Nordseite dagegen wurde er lebhaft von den Eisstockschûtzen benutzt. Für weniger Anspruchsvolle genügte er auch zum Schlittschuhlaufen. Eine Tücke hatte der Graben allerdings, denn in der Nord-West-Ecke gab es Quellen. Wer es nicht glaubte und sich davon überzeugen wollte, fuhr dort hin und mußte dann aus dem Wasser gezogen werden. Ein zweitesmal hat es keiner versucht.

196 7 wurde, im Zuge der Neugestaltung zum Rathaus, der Schloßgraben zum Teil

aufgefüllt und zu Stellplätzen, Spielplatz und Anlage umfunktioniert.

10 Gabriel von Widder war der letzte Pfleger, 1 797 bis

1 799, und erster Landrichter bis 1803 im Gericht Schwaben. Er heiratere die Tochter seines Vorgängers Joh. Nep. Bonin und erhielt dadurch den Pflegegerichtsbezirk, erwa vergleichbar mit einem Landratsamt. Widder lebte im Schloß bis zu seiner Berufung nach München. Erst 1826 kaufte er das Anwesen im Hellergarten (Café Leanda) damals 'Handloßische 1/16 tel Anwesen' 1831 heißt es: ?... das ganz neuerbaute ÖkoGebäude mit 8 Zimrnern' . Nach dem Tode seines Vaters erbte Widder dessen Adelstitel, den er seinen Söhnen nicht weitergeben konnte. Von Widder hat in München

fast alle Sprossen der Erfolgsleiter erklommen. Er starb als Generalkomrnissar und Präsident des Isarkreises. (Die Veröffentlichung des Bildes, mit Dank, genehmigt vom 'Stadtarchiv München")

11 'Dies war das 'Kaffee' Leanda.' Rechts im Bild sieht man noch die Kegelbahn. Der ehemalige Baumbestand wurde schon 1 939 dezimiert. 1993 fiel auch der Rest mit den Gebäuden, um Platz für eine Wohnanlage zu schaffen. Ieder Freiraum wurde geopfert. Geht man in die Vergangenheit, so entdeckt man, daß hier 1826 das ehemalige alte Haus zu einem Schlößchen umgebaut und eine englische Parkanlage angelegt wurde. Besitzer war Gabriel Widder. 1831 erbten es seine Kinder. Als 1 844 die zweite Schule gebaut wurde, wollten diese den Grundbesitz (ohne Ökonomie) der Gemeinde, bzw der Schule verkaufen. Die Räumlichkeiten waren

nicht passend. 1849 kam der Abbruch. Aus dem großen Ökonomiegebäude wurde das uns bekannte Haus.

12 Das Café Leanda am Fischergries macht um 1 92 0 einen recht gemütlichen Eindruck. Sehr gerne kehrten hier die 'Porzellaner' ein, wie die Arbeiter in der Porzellanfabrik allgemein genannt wurden. Es war nach dem Zweiten Weltkrieg noch ein beliebterTreffpunkt der Markt Schwabener, verlor aber nach und nach seine Anziehungskraft,

Kaffc.-Lokal

131mJahre 1913 wurde dieser Gruß aus Schwaben nach München geschickt. Hier wird der Ort aus Südosten gezeigt. Im oberen Bild links sieht man das Haus in der Ebersberger Straße, das heute noch die selben Türmchen aufweist. Der stattliche pfarrhof befindet sich fast in der Mitte des Bildes. DerTurm der Margaretenkirche ragt über die Dächer. Auf dem unteren Bild ist der Kirchweiher vom Fischergries aus gesehen. DieserTeil ist heute der Kinderspielplatz. So lange man denkt hatte das Haus am linken Bildrand vier Besitzer, so ist es auch geblieben. Dem folgen das Riexingerhaus und das Zanklhaus. Das Tûrmchen, das sich im Wasser spiegelt,

ziert die Kapelle vom ehemaligen Krankenhaus. Der große Kamin gehörte vermutlich zur Aktienziegelerei an der Finsigerstraße.

14 Die schönste vorgefundene Handwerkssiegelung ist von den Schneidern. Sie ist umrandet mit den Anfangsbuchstaben: E (ehrsam), E (edle), H (Handwerk), D (der), S (Schneider), I (Innung), M (Markt) - hier ist der 'Markt' gemeint - und S (Schwaben). Es gab den Sixtgorischneider, Herrnschneider, Schneiderwastl, Bartschneider und den Schlaggeierschneider. Sie alle waren sehr daraufbedacht, daß keine Frau 'ihren' Beruf ausübte. Der 'Herrnschneider' als Hausname ist noch vielen Leuten bekannt, auch wenn dort längst kein Schneider mehr sein Handwerk ausübte. Der Ietzte Besitzer Herr Gruber, aber auch dann seine

Tochter Maria, hatte eine Kohlenhandlung. Der Platz wird heute von

lungenen Neul:

men.

15 Hier stellen sich die weiblichen Nachfolger der ehrsarnen Schneiderzunft aus dem Iahre 1930 vor. Die Aufzählung beginnt immer von der linken Seite. Meist sind noch die Mädchennamen bekannt: Maria Eberhardt, Maria Ganser, Maria Ganser; Mutter, Amalie Still, Maria Mannal, Maria Pruner, Maria Huber, Therese Bosch, Babette Sepp, 7, 7, Frau Traubeck, Antania Freistätter, 7, Maria Stimmer, Frau Hingerl, Maria Dondl, josef''Hellmuth', Frau 7, Frau Hein, Kreszenzia Rückerl, Rosa Huber, Maria Scheirunger, Walburga Haas, Elisabeth Stanner, 7, 7, Fr. Schönbrunner, Emma Prielmaier, Rosa Gschlößl, Sofie Rapold, 7, Rosa Wagner, Anni Bartl, Ma-

ria Bauer, Babette Bauer, Ottilie Gaigl und Fanny Adam.

16 Diese.Karte entstand nach 1906. Sie zeigt die Bahnhofstraße mit der damaligen Wirtschaft Neudecker. Die Bauzeit war 1895. Im Garten war ein Gerüst aufgebaut, das im Winter mit Wasser besprüht wurde und mit diesem gewonnenen Eis konnte im Sommer das Bier kühl gehalten werden. Später wurde das Gasthaus 'Zum Weißen Falken' genannt. Nach knapp einhundert [ahren wurde das Gebäude neu, mit anderen Funktionen, gebaut. Auf der Karte schließt sich an die Gastwirtschaft das Müllerhaus an, dann kommt dasWurmhäusl und im Hintergrund steht die Bäckerei

Göpfert, heute Schmid. Die linke Seite der Straße begrenzte eine Böschung und hier oben, auf dem noch leeren Platz, baute [osef Schweiger seine Villa, die das Heimatmuseum einmal

beherbergen soll. Die Villa seines Bruders Franz ist schwach am linken Rand zu sehen.

GruB aus Sehwaben

Gasthaus von F. Neudecker

1 7 Dieser Bildausschnitt stammt von einer Karte die 1901 geschrieben wurde. Die Bahnstrecke München-Simbach, das Bahnhofsgebäude und die Restauranon wurden zusammen 1871 eröffnet. Es gab zwei Bewerber, die diese Gaststätte bauen und bewirtschaften wollten. Ausschlaggebend wurde die Nähe des Grundstückes zum Bahnhof Dem Reisenden konnte dadurch bequem Essen und Trinken geboten werden, auch eine Übernachtung war durchaus möglich. Zur Unterhaltung gab es eine Kegelbahn. Heute sieht es hier zwar nicht mehr so gemütlich aus, sondern nüchtern wie eben unsere Zeit ist, aber geboten

wird auch heute alles, was in unserer Zeit üblich ist.

18 In der Ebersberger Straße gab es die Bäckerei Patschoki; in früheren jahren war es das Melberhaus. Das Vorrecht, Mehl zu verkaufen hatte nur der Melber. Dieser durfte aber auch alles, sogar Nägel verkaufen, wenn er dazu die Krämergerechtigkeit besaß (das Recht Krämer zu sein, war natürlich zusätzlich zu bezahlen), was auf dieses Haus zutraf. Verkaufte ein Bäcker oder Müller MeW, ohne dafür die behördliche Erlaubnis zu haben, wurde er bestraft. So war nicht zu verwundern, daß die Melber keine armen Leute waren. Auch nicht unser Melber, wie hätte er sonst sein vierzehntes Kind zum Studium schicken können. 1866 wurde die Geneh-

migung zum Bäckerhandwerk gekauft und bis 1986 ausgeübt. Nach demAbbruch kam an dessen Stelle ein großer Neubau.

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