Markt Schwaben in alten Ansichten Band 2

Markt Schwaben in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Irmgard Köhler
Gemeente
:   Markt Schwaben
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6152-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Markt Schwaben in alten Ansichten Band 2'

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29 Die Mariahilfkapelle wurde in früheren Zeiten auch manchmal 'Zufluchtkapelle' genannt. Erbaut wurde sie 1 72 0 12 1 von [ohann Gerstlacher, Oberbräu. Da dieser den Bau nicht vollenden konnte, übernahm diese Aufgabe sein Sohn Martin. (Martin ist kaum bekannt, da er früh starb und sein Stiefbruder [ohann Augustin den Oberbräu nach ihm erbte.) Die Mariahilfkapelle (in ihr waren ursprünglich die Votivtafeln) ist nicht die erste Kapelle. Vor ihr stand eine auf dem selben Platz, und wiederum davor gab es ein Pestkreuz. Auch heute noch wird diese Kapelle in Ehren gehalten, geschmückt und gepflegt. Am 31. Mai [eden jah-

res geht von da aus eine Kerzenprozession in die Kirche. Dieses schöne Bild wurde von Herrn Rektor Seliger gemalt. Es zeigt die Nordseite.

30 Kriegerdenkmale sollen Erinnerung an vergangene Kriege sein und Gedenken an die vielen Gefallenen ausdrücken. DerVeteranen- und Kriegerverein (heute Veteranen- und Reservistenverein) bemühte sich um ein würdiges Denkmal. Am 16. Juni 1900 wurde das Kriegerdenkmal mit dem Löwen enthüllt. Mit ihm gedachte man der Gefallenen von 1 87017 1. Von diesen konnten noch dreizehn Namen ermittelt werden, doch auf dem Stein sind sie heute nicht mehr aufgeführt (wie auch die sogenannten Rußländer, aus dem Krieg von 1812/13 nicht mehr festgehalten sind).

1923 folgte das Denkmal mit dem heiligen Georg für die

Gefallenen von 1914-1918. Alle 62 Namen sind in den Sockel gemeißelt. Beide Denkmale wurden 1974 von ihrem alten Standort in den Schloßgarten verlegt.

3 1 Auf zwei Tafeln wird der Gefallenen vom Zweiten Weltkrieg gedacht. 1 57 Soldaten sind es, die ihr meist noch junges Leben lassen mußten. Im Schloßgarten steht auch der Gedenkstein des Verbandes der Heimatvertriebenen. Er erinnert uns an all die Menschen, die als Vertriebene oder Flüchtlinge ihre Heimat verlassen mußten. Viele von ihnen sind nicht mehr in der neuen Heimat angekommen. Deren letzte Ruhestätte ist meist unbekannt.

32 Dieses Gebiet neben der Straße ist nun ein Baugebiet, daher soll es noch in seiner ursprünglichen Ruhe gezeigt werden. Das schöne Feldkreuz an der Gabelung Erdinger lIsener Straße gibt es noch, nur konnte es nicht mehr aufgestellt werden, da es zu oft den Autos zum Opfer fiel. Im Hintergrund ganz rechts sieht man die Hanslmühle. Links davon ist im Wald die Köckmühle versteekt. Neben dem Straßenschild siehr man die Dampfbäckerei Haug. Auf der Höhe erkennt man ganz schwach noch Siggenhofen, darunter ist ein Wäldchen und vor diesem befindet sich das alte Schwimmbad. Rechts neben dem Telefonmast ist eine Kapelle, erbaut 1844 von

einern Paulimüller, und links neben der Isener Straße sieht man noch die Paulimühle.

33 Der Paulimühlegegenüber gab es ein Schwirnmbad das gerne besucht wurde. Nichtschwimmer und Schwimmer hatten ihre Freude, auch vom Brett konnte man springen. Es gab einen Bademerster, so war das Bad nie unbeaufsichtigt. An anderer Stelle war das nicht gegeben. Die Sernpt lieferte ständig frisches Wasser, einen eigenen Ablauf gab es natürIich auch, somit war für den Wasseraustausch gesorgt. Auf Chemikalien konnte verzichtet werden. Das Urnziehen war nur in den Kabmen gestattet. Dafür hatte man seinen Obulus zu entrichten. So schlecht und primitiv wie man heute manchmal meint, war es nicht. Die Ansprüche

waren allerdings bescheidener, man konrite sich auch über kleine Vergnügen freuen. Hinter dem Zaun ist die Isener Straße und dahinter die Paulimühle.

34 Seit 1645 ist auf diesem Haus der vierte Farnilienname, es handelt sich urn das Ledererhaus. Ein Neubau, der 172 2 erfolgte, hatte nur die Hälfte der heutigen Größe. Im Plan von etwa 1 8 1 0 schließen sich Stall und Stadel an. 1857 ist das Haus in den heutigen Ausmaßen eingezeichnet. Es steht an selber Stelle in der Herzog - Ludwig-Straße.

Auf diesem Bild sieht man noch die Stangen, auf denen das Leder zum Trocknen aufgehängt wurde, spater geschah dies auf dem Speicher. Auf dem Vorplatz befand sich die Lohe (gemahlene Rinde), mit der das Leder gegerbt wurde. Früher holten sich die Schuster und Sattler beim Lederer das benötigte Material.

Heute gibt es in diesem Haus noch immer Leder, wenn auch bereits zu Koffern, Handtasehen und dergleichen verarbeitet.

35 Eine schwere und auch kaum gut duftende Arbeit war die Aufbereitung der Häute. Wie viele Arbeitsgänge waren nötig, um das leder für unsere Schuhe und den anderen Bedarfherzustellen. Auf dem Bild ist kein Tier zu sehen,

wie es den Anschein hat, sondern ein Holzgestell über das man die Haut eines riesigen Ebers aus Grub zur Bearbeitung gelegt hatte, Auf dem Foto tut dies der Letzte seines Handwerks in Markt Schwaben, aber die alten Zeiten wünscht er sich nicht zurück, die waren einfach zu hart und zu schwer.

36 Am Ortsausgang. Richtung Anzing, befand sich die Maschinenfabrik Weindl. Das Wohnhaus rechts ist heute noch an selber Stelle und unverandert, doch der Betneb wurde an den Westrand des Ortes verlegt. An seinen Platz sind der Supermarkt Tengelmann und zum Teil die Brauerei Schweiger getreten. Das Bild zeigt noch die großzügigen Hallen für die verschiedenen Produktionsstufen. Dahinter Schuppen und ein Halzlager. Den Hintergrund bilder die Wittelsbacherhöhe, ein beliebtes Ausflugsziel. Auf dem Hof sieht man fertige Maschinen, vorwiegend Dreschmaschinen, von denen schon einige mit dern Pferdegespann abtransportiert wer-

den. Ganz links im Eck befindet sich der Bahrtschneiderweiher. daver spazieren einige Bürger auf einern Fußweg. Den Höhenunterschied glich eine Böschung aus.

3 7 Ferdinand Kramer war der letzte approbierte Bader im Ort. Es gab längst einen Arzt, aber man ging doch noch in manchen Fällen zu ihm. Er war auch Zahntechniker wie sein Vater. Die erste Drogerie, die es in Markt Schwaben gab, wurde von dem Ehepaar Kramer übernommen, Ein Frisörgeschäft schloß sich an. Sornit war alles am Marktplatz beisammen. Seine große Leidenschaft war allerdings die Jagd. Er hegte und pflegte das Wild, aber einem Schuß war er nicht abgeneigt. Ferdinand Kramer war eigentlich eine Institution.

38 In diesem Haus in der Herzog-Ludwig-Straße praktizierten nacheinander zwei Tierärzte, bis 1 872 Anna Maierhofer ein Erziehungs- und Waiseninstitut eröffnete. Nach einigen [ahren mußte es, wegen mangelnder Auslastung, seine Pforten ",'ieder schließen. Rektor Haushafer schreibt, aus Unterlagen von Bürgermeister Heilmaier, 'darm hatte sie eine Kinderbewahranstalt und eine private Lehranstalt eingerichtet, was bald aufgegeben wurde. Therese Gerngroß hatte dann in gemieteten Räumen eine Bewahranstalt weiter geführt'. 1892 verkaufte der Vater Stephan von Maierhofer dieses Haus noch als "Tierarztanwesen'.Ab 1939 gehörte es

einer Erbengemeinschaft. 1983 wurde eine Hälfte abgebrochen, der Neubau erfolgte sofort. Der zweite Abbruch war 1987, derWiederaufbau fehlt noch.

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