Markt Schwaben in alten Ansichten Band 2

Markt Schwaben in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Irmgard Köhler
Gemeente
:   Markt Schwaben
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6152-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Markt Schwaben in alten Ansichten Band 2'

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49 Im Iahre 1862 wurde dieses Haus an der HerzogLudwig-Straße gebaut und 1876 heiratete Ioseph Heilmaier die damalige Besitzerin Elisabeth Prothubetz. Heilmaier kam aus dem Färberhaus. Er leitere die Geschicke des Marktes als Bürgermeister, wie schon im ersten Büchlein erwähnt. 1896 verkaufte seine Witwe das Haus an Albert Strasser. Das Türschild gibt darüber Auskunft. 'Albert Strasser vormals]. Heilmaier.' Strassers zweite Ehefrau war eine Witwe die nach ihm noch zwei Ehen einging.

(Dies war von allgemeinem Interesse.) Die Nichte der Ehefrau war der gute Geist im Haus und Mädchen für alles. Nach dem Tode der Tante

führte sie das Geschäft und pflegte aufopfernd den Witwer. Diese treuen Dienste wurden ihr vergolten. Sorgenfrei und ebenso treu gepflegt konnte sie bis zum Lebensende sein.

50 Der Chef der Ziegelei Herr Mannseicher und Therese Steinhoff feierten um 1941 Hochzeit. Die Belegschaft wurde nicht vergessen, sondern das Paar stellte sich mit

ihr dem Fotografen. Unten, van links: Mendl Gg., Unterreiner Helmut, Mironov Iosef Wirth Hans, Brandl Xaver, Schwarz Hans, Grünleitner sen., Hein Steffl undWetzl

Luitpold jun. Mitte, van links: aus Anzing, Oettl, Frey, Altmann Cilly, Lotter, das Brautpaar, Neumeier Peppi, Haslbeek, Liebl, Bauer und Wetzl Luitpold sen. Oben, von links:

aus Anzing, Sterl ]osef, Taferner Alois, Grünleitner ]osef jun., Zeiler Ludwig, Mötsch, Eberhard ]osef, Juliano (Italiener), Iaud Ludwig, (Italiener), ?

5 1 Ein schönes Hochzeitspaar gibt sich in Markt Schwaben am 10. Dezember 1910 das [awort, Es ist das Gärtner-Ehepaar Egid und Kreszenz Gerstmayer.

52 Auch schon im letzten Viertel des vergangenen [ahrhunderts wußten sich die Damen von Markt Schwaben zu kleiden. Mit Sicherheit war diese Kleidung sehr anstrengend, aber gefallen tut sie heute noch (wenn man sie nicht tragen muß). Schwaben war eben ein 'Markt' und kein Dorf, das sieht man hier. Auch die Löckchen über der Stirne vor dem streng gekämmten Haar kennzeichnen die modebewußte Dame. Welcher Vater wäre nicht auf seine Elisabeth und seine Anna stolz gewesen.

53 Nicht nur die Kleidung war vor neunzig [ahren schön, nein auch die Hüte. Straußenfedern, Tüll aber auch Blumen etc. waren der beliebte Schmuck auf den Hüten, die das Aussehen der Dame unterstrichen. Da wir wieder kurz vor einer [ahrhundertwende stehen, können wir nur hoffen, daß auch wir unseren Nachfahren einmal gefallen.

54 Der Mayr am Berg ist in den Steuerbüchern schon

167 1 genannt. Wenn es auch kein ganz großer Bauernhof war, so war es doch einer der herausragenden Höfe innerhalb des Ortes. 1720 hatte er drei Pferde, ein Fohlen, sechs Kühe und vier Stück Iungvieh, zwei Schafe und zwei Frischlinge. Heute 1995 gibt es keine Nutztiere mehr auf diesem Hof Aber er ist der einzige Bauernhof innerhalb des Marktes, der noch mit der landwirtschaft zu tun hat. Seine Erwerbsquelle ist der Getreideanbau. Hier auf der rechten Bildseite gibt es noch die ursprüngliche Böschung der Herzog-Ludwig-Straße die nach diesem Bildausschnitt schon eine Mauer hatte, sie

führte direkt an der Straße vorbei. Vor etwa 17 jahren wurde diese Mauer zurückgesetzt und verlängert, um einen Bürgersteig zu erhalten. Das Bild wurde 1 92 8 aufgenommen.

55 Schön, daß sich die Familie dem Fotografen stellte, und vor allem nicht im Sonntagsstaat. Seit 1894 ist der Hof im Besitz einer Familie. Das Bild entstand um 1 92 512 6. Auch wenn die fünf nur schnell für den Fotografen zusamrnen gerufen wurden, stolz ist der Mayr-Bauer doch auf seine Frau und seine Kinder. Der Bub neben der Mutter sollte das Erbe antreten, aber er ist im letzten Krieg so schwer verwundet worden, daß an keine Arbeit und vorallem an keine Bauernarbeit mehr zu denken war.

56 Zu einem lustigen Ausflug starteten die Männer jeden Kirchweihmontag. Es ging zum Stefflbauer und anschließend zum Koppenbauer nach Ried. Die Ankunft mußte zünftig mit Bier begossen werden. Dazu brauchte man den Ochsen vom Mesner (Pferde hatte man ja selbst) und die Kutsche mußte beim Schneiderwirt ausgeliehen werden. Die Nachbarschaft schaure bei dem lustigen Treiben interessiert zu. Die fröhliche Fahrt startete beim 'Mayr am Berg'. Der Hupferbauer ist auch mit von der Partie. Martin Winklhofer sitzt auf dem Ochsen und lenkt die Geschicke. An Schabernak fehlte es nicht auf dieser Reise.

57 Wie schon im ersten Bûchlein erwähnt, ist man auch früher in Markt Schwaben sehr spielfreudig gewesen. Man erinnere sich, als der Pfleger ein Spiel 1770 verbieten wollte und aus Protest die Schwabener den Aufstand probten. Was hier, um 192 0, gespielt wurde ist uns nicht mehr bekannt, dagegen kennen wir noch einige Personen. Ganz rechts sitzen die Gebrüder Sedlmaier. Genau über ihnen ist Heinrich]ansen und sitzend die dritte von links ist Ottilie Wimmer. Ein ]ugendstilzimmer bildet für die Gruppe auf der Bühne einen schönen Rahmen.

58 Einer der zwei Kurfürstlichen Höfe war der 'Dalmer' 'wie dieser Hof von unseren Eltern und Großeltern noch genannt wurde. Korrekt ausgesprochen muß es heißen 'der Thalmayr', was so viel bedeutet wie der Mayr im Tal. Dort gab es eigene Stallungen, in denen bis zu 52 Pferde versorgt und untergebracht werden konnten, wenn der Kurfürst mit großem Gefolg zur Jagd eintraf. Aber auch wenn Kriegsgefahr drohte, wurde diese Stallung zusätzlich dringend gebraucht. Die Zeiten änderten sich und der Thalmayr wurde ein ganz normaler Bauernhof ohne Sonderstatus, Vorrechte, aber auch ohne Pflichten, Keiner der zwei ehemaligen

Höfe, die direkt dem Gericht Schwaben unterstanden, ist heute noch ein Bauernhof.

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