Marl in alten Ansichten Band 1

Marl in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Paul Krajewski
Gemeente
:   Marl
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2825-4
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Marl in alten Ansichten Band 1'

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8. Dieser Grabstein befindet sich in der Pfarrkirche von St. Georg in Marl, Die Übersetzung lautet: D.O.MS. - Gott, dem Allerhochsten. Mächtigsten, Heiland! Hierhin eilen alle, hierhin streben Konige und Bettler. Der erdgeborene Mensen kehrt wieder zur Erde zurück. Der Tod ist Zugang zum ewigen Leben, der Tod selber Pforte des Himmels. Noch am offenen Grabe kehrt fûr die Gerechten das Leben wieder. Die wohledien Walther vom Loe zum Loe und Mechtildt geborene von Lindtloe zur Wallfahrt Eheleute in Gott entschlafen. Sein Leib im Jahre 1585 am 28. August. Ihr Leib im Jahre 1615 am 30. Dezember. Hier ruhen sanft in schlichten Gräbem der lieben Eltern Gebeine, um wieder zu leben. Zum treuen und lieben Andenken ließen dieses Denkmal errichten Dietrich und Mechtildt von Loe zum Loe und Dorneburg, Eidom und Tochter, Eheleute. Geschehen am 26. Juni 1619.

9. St. Georg - Pfarrkirche und über Jahrhunderte der geistige und kulturelle Mittelpunkt im Marler Raum. Ursprünglich eine Holzkirche auf dem Grund und Boden des Marler Haupthofes 'meronhlare' (erste bekannte Namensform nach einem Werdener Klosterregister um 890), gehörte sie als Eigenkirche einem weltlichen Herrn und gelangte durch Schenkung an den Erzbischof von Köln. Ein genaues Gründungsjahr ist nicht bekannt, doch zählt St. Georg zu den ältesten Kirchengemeinden im Vest. Um 1164 wird sie bereits als Pfarrkirche erwähnt. Erster bekarmter Ortspfarrer ist ein Johann von Marl, 1228. Die Lostrennung des Vestischen Landdekanates vom Erzbistum Köln erfolgte 1821 und Marl wurde dem Bistum Münster zugewiesen. Das im Bildvordergrund sichtbare Kriegerehrenmal ist vor Jahren infolge Verbreiterung der Straße auf den Kirchplatz versetzt worden. Heute befindet es sich in veränderter Form am Neubau-Seitentrakt.

10. Seit der Grundsteinlegung am 2. September 1856 und der Kirchweihe am 14. April 1859 hat auch das 'Innenleben' dieser Kirche mancherlei Änderungen und 'Verschönerungen' erfahren. Nach 'nachempfundenen' Plänen des Kölner Domwerkbaumeisters Vinzens Statz war der von dem 'kunstverständigen' neuen Pfarrer DI. Anton Küster aus wirklich dringender Notwendigkeit begonnene Neubau auf 19000 Taler veranschlagt. Die Bauleitung hatte der aus Gelde stammende Baumeister Emil von Manger, Ansonsten wurden die heimisehen Handwerker und Kollegen aus den Nachbarstädten berücksichtigt. Die Endabrechnung im Jahre 1867 ergab eine Gesamtkostensumme von restlos bezahlten 24 748 Talern. Nach 1945 hat St. Georg, weil räumlich absolut erforderlich, einen modernen Seitenanbau erhalten, an den man sich inzwischen gewöhnt hat.

11. Das Dorf Marl um 1850. Wie die Küken um ihre Henne, so scharen sich die Häuser um die Kirche. Die Zahlen entsprechen den damaligen Hausnummern. Allein auf dem Kirchplatz stehen vierzehn Gebäude, wobei der Friedhof nicht einmal ausgewiesen ist. Die 'wichtigsten' Häuser seien hier besonders aufgezeigt: a) Die alte Kirche; b) die neue Kirche, nachgetragen; c) das Spritzenhaus mit Arrestzelle; d) das Armenhaus; Nr. 7/1, zwischen Spritzenhaus und Armenhaus die erste Marler Schule, später Gastwirtschaft 'Bügeleisen'; Nr. 3 die Marler Posthalterei an der Hochstraße (heute Dachdeckermeister Brauer).

12. Dr. phil, Anton Küster, Pfarrer in Marl, 1847-1881. Am 24. Oktober 1804 zu Feldhausen bei Kirchhellen geboren, besuchte er die Gyrnnasien in Dorsten und Düsseldorf und studierte in Münster, Berlin und Halle, wo er auch promovierte. 1836 zum Priester geweiht, berief ihn sein Bischof am 27. Mai 1847 nach Marl. Wie es hier ausgesehen hat und wie betroffen der neue Pfarrherr in und von Marl gewesen sein muß, erfahren wir aus seinen privaten Aufzeichnungen: Glücklicn der Pfarrer, der beim Antritt seines Amtes das Pfarrhaus, Kirche und Schule in gutem Zustande vorfindet und alle seine Kräfte auf den geistigen Bau der Gemeinde verwenden kann ... Dieses Glück ist mir nicht zu Theile geworden ... Wie ganz anders [and ich dieß alles in Marl.

13. Die auch von Dr. Küster gebaute Pastorat stand 'Im Örtken', früher auch scherzweise 'Pastors Strittken' genannt. 1926 noch offiziell Bleichstraße, da dieser Weg zu einem Wiesengelände führte, auf dem die Marier Frauen ihre Wäsche, auch Wolle und Leinen bleichten. Die Scheune am Hause diente zeitweise als Notkirche, 1927 ließ Pfarrer Caspar Grove an gleicher Stelle einen Neubau errichten. Rechts im Bild die Besitzung Haurnann-Bollmann, der Marier Stammlinie des 'Haum'schen Himmels'.

14. Die Loestraße um 1910. Sie ist eine der ältesten Straßen im Dorfe Marl und gilt als die eigentliche Hauptstraße, da sie vom Dorfkern mit Kirche zum Hause Loe führte. Bis zu ihrem Ausbau war sie jedoch innerörtlich nur als 'Mottstroate' geläufig. Hausabwässer gehen noch in die Straßenrinnen, versickern irgendwann/irgendwo oder fließen gelegentlich mit dem Regen ab. Straßenreinigung erfolgte nach Bedarf und es galt die Devise: Jeder vor seiner eigenen Tür! Links das erste Haus die Textilhandlung des Anton Kordowich, der im Hause Schnitzler die Tenne als Laden ausbaute; dahinter die Galanterie Schnitzler selbst. Rechts im Bild die 1905 erbaute und 1906 als erste Marier Vollapotheke eröffnete heutige Elisabeth-Apotheke des Richard Birkenbusch (heute Frau Josefine GeHert). Frau Birkenbusch, nach der die Apotheke benannt ist, war 1911 Marler Schützenkönigin.

15. Das Haus Loestraße 3 gehörte vormals der Familie Langenstuck genannt Evers. Da die 1797 an der Hochstraße gebaute Schule schon 1819 nicht mehr ausreichte, wurde vorübergehend in diesem Hause eine Unterklasse eingerichtet. Im Jahre 1879 gründete hier die Familie Schnitzler ihren Tabakhandel, erwarb das Haus und handelte schließlich auch mit diversen Kurzwaren, mit Uhren und Antiquitäten, wie sich aus alten Geschäftsanzeigen hat ersehen lassen. Die Aufnahme ist kurz nach dem Ersten Weltkrieg gemacht; SchnitzIers Haus mit den anderen Gebäuden auf dem Kirchplatz ist erst 1964 abgebrochen und unweit dieser Stelle durch Neubau ersetzt worden.

16. Wenn auch die Generalpostdirektion Berlin im Jahre 1813 die Meinung vertrat, in Marl eine Postannahmestelle zu unterhalten, sei nicht mehr nötig, 'da es fast gar keine Briefe abschickt und empfängt', so blieb dennoch die Marier Poststelle erhalten und dem Postarnt Dorsten unterstellt. Mit Beendigung des 'Postkutschenzeitalters' auch in Marl, etablierte sich die ehemalige Postexpedition von der Hochstraße als nunmehr Kaiserliches Postamt in die Loestraße. Am 1. Oktober 1912 begarm hier der Postbetrieb. Später war in diesem Gebäude (wohl wegen der vergitterten Fenster? ) lange Jahre eine Nebenstelle der Kreissparkasse Recklinghausen untergebracht, und bei dieser Gelegenheit sei an ihren langjährigen Leiter Carl Ridder (der erste Marler 'DI. Faustus' und Kunstmäzen) erinnert.

· v, Jos, Koeh ',.

17. Der 'Jägerhof" in Steinernkreuz um 1910. Lange vor der Jahrhundertwende hat sich aus einer Kötterei diese bescheidene Fuhrmannskneipe entwickelt. Das Haus stand an einem uralten Verkehrsknotenpunkt damaliger Zeit; in Ost-West-Richtung die Straße Recklinghausen-Marl, und in Süd-NordRichtung die Langehegge (lange Hecke), ein sandiger Fuhrweg von Herten-Westerholt über Hüls nach Haltern. Hier in der Bauerschaft Steinernkreuz ist die Marienschule (katholische Volksschule Drewer I) als zweite Marler Schule am 15. Oktober 1893 eröffnet worden. Der 'Jägerhof", heute ein bekanntes Speiselokal, war in den zwanziger und dreißiger Jahren ein beliebtes Ausflugsziel, vornehmlich der Hülser Vereine, die hier ihre Sommerfeste feierten, Hinter dem Hause lag die Gartenwirtschaft mit Kinderspielplätzen.

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