Marl in alten Ansichten Band 1

Marl in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Paul Krajewski
Gemeente
:   Marl
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2825-4
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Marl in alten Ansichten Band 1'

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28. Unser Bild zeigt den Gemeindevorsteher Johann Hütter anläßlich der Indienststellung der neuen Brandspritze am 18. Juli 1927. Damit hatte die FF Marl als erste Wehr innerhalb des Landkreises das erste vollmotorisierte Löschfahrzeug. Auf dem Städtischen Bauhof an der Riegestraße stationiert, konnte es 1947 noch völlig intakt eingesetzt werden. Johann Hütter (1876-1950) war als Zentrumsabgeordneter vom 8. Juni 1926 bis 4. April 1933 Gemeindevorsteher in Marl. Wie auch seinern Amtsvorgänger Guido Heiland, blieb ihm die Freiwillige Feuerwehr Marl immer Herzenssache und haben sich beide um die FF und das Marler Löschwesen sehr verdient gemacht.

MARL'

Hochsira~se

29. Die Hochstraße in Marl um 1905 von West nach Ost. Weil früher in Richtung Windmühle, Steinernkreuz und Recklinghausen leicht ansteigend, wurde die Hochstraße auch 'Op'n Berge' genannt. Hier sah es nach 'Mirte', nach 'Dorfzentrum' aus. Bei der Posthalterei gab es die neuesten Nachrichten, in den Kneipen ließ sich gut verweilen und die Ladengeschäfte hatten schon damals reiche Auswahl, Daß Marl damals schon kinderfreundlich war und es auch sein konnte, beweist diese Aufnahme eindeutig.

30. Das erste Marier 'Bügeleisen' auf dem Kirchplatz um 1909. Ursprünglich eine Stiftung des Hauses Loe, stand es hauteng zwischen dem damaligen Armen- und Spritzenhaus. Es hatte nur zwei Räume, in denen 1784 der Küster Clemens Wernery als Dorfmagister fungierte. Nach Errichtung der JohannesVikarie (1797) erwarb Johann Ader aus Marl das Haus und richtete hier seine Drechslerwerkstatt mit Pfeifenladen ein. Wegen seiner 'Pfeifenkunst' allgemein 'Piepenjänsken' genannt. Eine spätere Zollstation vor seinem Hause ließ ihn eine Schenkwirtschaft eröffnen. Sein Schwiegersohn, Holzhändler Schulte-Nover (Tendrich) aus Hervest ließ den spitzen Anbau als Küche errichten und das Kuriosum von Haus hieß fortan 'Bügeleisen'. Durch Einheirat kam das Restaurant an Josef Halstrick (1911 Festwirt der Marier Schützen). Links im Bild die Bäckerei Hubert Schnitzler, 1945 abgebrannt, und rechts das Haupthaus der Brennerei und Gastwirtschaft Prost.

31. Um 1900 sah der südliche Kirchplatz mit 'Bügeleisen' so aus. Ein Rest der alten Kirchhofsmauer zeigt die Begrenzung und die heutige Breite Straße ist hier noch ein Dorfpatt, obwohl sich der 'gesamte Verkehr' hier durchquälen mußte. Auch hier stören die wenigen Abwasser nicht, sie fließen ohnehin abwärts ... Die Breite Straße wurde früher auch Beckstraße genannt, weil sie zwischen Dorf und 'Lindenhof" den Weierbach (die Becke) überquerte. Laut Protokoll vom 29. Juli 1890 erhielt die Strecke ab Brücke bis zum Hause Freyhoff eine neue Pflasterung. Das Gebäude rechts im Bild gehörte den 'reichen Erwigs' und ist 1945 durch Kriegseinwirkung abgebrannt.

32. Das heutige 'Bügeleisen' an der Loestraße/Ecke Hochstraße im Jahre 1929. Infolge Anlage der elektrischen Straßenbahnen und der damit verbundenen Erweiterung der Breite Straße mußte auch das 'Bügeleisen' an der Kirche abgebrochen werden. Es ist an der heutigen Breddenkampstraße (Althoff) damals wieder aufgestellt und als Kotten genutzt worden. Wirt Josef Halstrick erwarb das vormalige Schröer'sche Haus, baute es um und eröffnete 1920 hier sein neues 'Bügeleisen', womit der Namen erhalten blieb. An der Eingangstür weist noch ein Schild in Richtung Haltern, und der Leitungsmast genau vor der Tür soll seinerzeit mit Absicht dahingestellt worden sein, gewissermaßen als Schutz für die feucht-fröhlichen Zeeher (oder für die Straßenbahn, wer weiß? ).

33. Diese Aufnahme aus dem Jahre 1916 zeigt noch einmal die damalige Dorfidylle. Die Breite Straße jetzt schon gepflastert und trotz aller Fußläufigkeit voiler Betrieb. Auch von der Straßenseite her ließ sich das 'alte Bügeleisen' gut anschauen. Ein wenig verträumt, aber doch beschaulich und beruhigend. Immerhin, ein schöner Gruß aus Marl in Westfalen, 1916.

34. Die gesamte Häuserzeile an der Breite Straße/Ecke Ophoffstraße, 1964 fotografiert, ist in den letzten Jahren abgebrochen und nach rückwärts versetzt erneuert worden. Von links nach rechts:

Nr. 1/3 - die bereits 1822 gegründete Kornbranntweinbrennerei und Preßhefe-Fabrik Heinrich Prost. Die vorn im Hauseck eingerichtete Gastwirtschaft war früher das Stammlokal der Marler Handwerker und der Feuerwehr. Nr. 5 - Bäckerei Tüshaus, heute ein modernes Café; NI. 7 - Haumann genannt Ossel. Das Haus vordem mit Schmiede und Eisenwarengeschäft, ist 1890 durch Brand vernichtet und durch diesen Fachwerkbau ersetzt worden. Zuletzt gehörte es dem Hauptlehrer Haumann ('Osselbaas'), der an der Overbergschule unterrichtete. Nr. 9 - das letzte hohe Haus, 1901 gebaut, gehörte Josef Hiltrop (Friseur und Tabakwaren).

35. Der Marler 'Lindenhof' (Freyhoff-Bußmann) im Jahre 1927. Damals gepachtet von Anton Overberg. Die Marler, auch früher schon mit zahlreichen Gastwirtschaften gut bedacht, hatten hier in dieser urigen Bauernkneipe bezüglich Kornbrand und Gerstensaft ihren westlichsten Eckpfeiler, und hier wurde gem der erste oder aber der letzte Schluck genommen, je nach Lage, Laune und Pinke. Johann Freyhoff baute bereits 1913 den grotsen Saal, der bis zur Errichtung des Marler Stadttheaters 1953 auch als Musentempel diente. Unzählige Vereins- und Betriebsfeste, Parteiversammlungen und Tanzpartien, Theater- und Musikveranstaltungen sind hier über die Bühne gegangen. Heute wird der Raum als Fabrikationsstätte gewerblich genutzt. Früher war in diesem Hause auch eine Krautfabrik und Opa Freyhoff verwandelte für sechsunddreißig Pfennig immerhin fünfundsechzig Pfund eigene Äpfel in sieben Pfund leckeres 'Appelkraut', das als Brotaufstrich sehr geschätzt war.

36. Die alte 'Beckstroate', um 1900 noch ein heckenumsäumter Dorfpatt, über den früher die Postkutschen rollten. Wie man sieht, eine nicht gerade ausreichende Verkehrsstraße, die erst in späteren Jahren nach entsprechendem Ausbau ihren heutigen Namen erhalten hat. Zwischen den Dächern im Hintergrund der 'Prost'sche Finger' (Schornstein der Brennerei Prost).

37. Mit Theodor Dahmann aus Essen-Steele hatte sich berelts 1841 ein erster Arzt in Marl niedergelassen. Seine Praxis dauerte jedoch nur kurze Zeit; Marl hatte zu wenig Kranke oder nur zu wenig Geld für derartigen Luxus. Erst mit Dr. Josef Stuer bekam Marl 1895 einen ständigen 'Dokter'. Im gleichen Jahre erhielt auch der Dorstener Apotheker Hubert Struff die Genehmigung in Marl eine Zweigstelle mit Provisor zu betreiben, die er in dem heutigen Hause Wesselbaum einrichten ließ. Bis dahin brachte jeweils der Arzt aus Dorsten oder der Postkutscher die notwendigen Arzneien mit.

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