Mücheln in alten Ansichten Band 1

Mücheln in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Hans Schmidt
Gemeente
:   Mücheln
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5230-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Mücheln in alten Ansichten Band 1'

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9. Das Wasserschloß in MüchelniSt. Ulrich ist ein sehr wertvoller, in der heimatlichen Umgebung seltener Pfahlbau. Vermutlich ist das Schloß im 12. Jahrhundert in Form einer Wasserburg gegründet. Die Bauanfänge des Schlosses liegen in der Zeit der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Die ältesten Bauteile findet man besonders im Innenhof am quadratischen Turm und im südlichen Teil des Baues, Bauteile der Gotik und der Renaissance. Der Barockstil zeigt sich an der Seite zum Park hin, in westlicher Richtung. Die Vorderfassade (im Bild) wurde vom Baumeister Adolf Salinger in den Jahren 1921 bis 1925 durch einen Um- und Erweiterungsbau vorteilhaft ergänzt. Die Besitzverhältnisse des Rittergutes St. Ulrich waren um die Zeit des Mittelalters recht wechselhaft. Im Jahre 1528 verkaufte ein Georg von Benndorf das Gut an Wolfvon Breitenbauch, in deren Generalbesitz es für zwei Jahrhunderte blieb.

10. Mit der interessanteste und schönste Teil des Schlosses ist der quadratisch angeordnete Renaissance-Erker, welcher in östlicher Richtung angebracht ist und neben dem Haupteingang auf einer Halbsäule ruht. Dieser hervorragende Teil bildet das Gegengewicht zur Hauptfassade auf der westlichen Seite des Gebäudes. Der umlaufende Wassergraben wird an dieser Hofinnenseite von einer geschwungenen Schutzmauer umgeben und trennt in einer ansprechenden gefälligen Art den Gutshof vom Schloßensemble.

11. Die Winteraufnahme vom Barockgarten des Schlosses in St. Ulrich vermittelt das aufeinander abgestimmte Umfeld der kunstvoll angelegten Terrassenanlagen mit den Steinplastiken verschiedener Größenordnungen als besondere dekorative Krönung. Im Hintergrund, den Barockgarten abschließend, das Teehaus, die kleine Sommerresidenz Derer von Helldorff. Hinter dem Barockgarten schließt sich in westlicher Richtung weiträumig ausgedehnt, ein im englischen Stil angelegter Landschaftspark an, welcher dendrologische Besonderheiten, seltene wertvolle Bäume und Sträucher in sich einschließt.

12. Die Anlage des Terrassengartens erfolgte um das Jahr 1720, zu der Zeit, als Derer von Breitenbauch Eigentümer von Schloß und Rittergut St. Ulrich waren. Rechts und linksseitig des Hauptaufganges zu den Terrassen und dem Teehaus stehen vier große Figuren auf den Balustraden welche die vier Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter verkörpern. Diese Figuren werden dem Meisterschüler Balthasar Perrnosers, Valentin Schwarzenberger, um die Zeit 1730 bis 1735 zugeschrieben. Zur Zeit der Entwicklungsphase zum Barockgarten mußten wohl Gärten wie der Großsedlitzer Park bei Dresden beispielgebend gewesen sein. Die kleineren Steinplastiken sind späteren ursprungs zugeordnet und stammen angeblich aus der Hand heimatlicher Künstler. Leider sind alle diese Plastiken bis auf Reste zwischen 1960 und 1970 verloren gegangen.

13. Das 'Teehaus' im Barockgarten des Schlosses St. Ulrich über den Terrassen, als klassizistisches Gartenhaus um 1720 erbaut, wurde besonders in den Sommermonaten durch die Familien von Helldorff genutzt.

14. Herr Schlossermeister Otto Arndtz, geboren 1859 in seiner Heimatstadt Mücheln und gestorben daselbst im Jahre 1938, war ein unermüdlicher Forseher sowie Sammler und Bewahrer heimatlicher Gegenstände, ein Vorbild in der Heimatarbeit seiner Schaffenszeit. Sein stetes Streben war nach getaner Tagesarbeit im Beruf aktive Heimatarbeit zu leisten. Von den Einwohnern hochgeachtet und geschätzt und über Grenzen seines Heimatortes bekannt, beeinflußten Wort und Tat seinerseits den kulturellen Weg in Mücheln, besonders in den Jahren zwischen 1884 bis 1932. Herr Otto Arndtz war Mitbegründer und Förderer einer Reihe von Vereinen und Geselischaften in Mücheln. So gründete er im Jahre 1928 das Müchelner Heimatmuseum und bereicherte dasselbe durch die Schenkung seiner Privatsammlung. Seit dem Jahre 1900 leitete Herr Arndtz (seit 1884 im Schützendienst tätig) mit großer Leidenschaft den Müchelner Schützenverein, wo er der Gilde als Direktor vorstand. Die letzten Jahre seines Lebens war er Ehrendirektor. Ab 1925 bekleidete er das Amt eines Ehrenobermeisters der Schlosser- und Schmiedeinnung.

1475

12. Juli

1925

15. Der Schützenverein Mücheln, im Jahre 1475 in Form einer Bürgerwehr ins Leben gerufen, hatte nach aktenkundlichen Überlieferungen einen guten Ruf und viel Zuspruch unter der Bevölkerung. Bestätigt wird diese Feststellung darnit, daß alljährlich abgehaltene Schützenfeste (zumeist Mitte des Monats Juli) gleichsam als Stadt- und Volksfeste gefeiert wurden. Einen besonderen Höhepunkt hatte die Schützengilde zu ihrem 450jährigen Bestehen im Jahre 1925 erreicht. Mit viel Aufwand an Vorbereitungsarbeit wurde eine umfangreiche Festschrift erstellt und ein großer historischer Festzug durchgeführt. Die Erinnerungsbildpostkarte zeigt den erweiterten Vorstand mit dem Schützendirektor in der Mitte der unteren Reihe (3.) und den amtierenden Schützenkönig 1924/25 (2.).

16. Der fortgeschrittenen Entwicklung entsprechend mußte im Jahre 1900 das neue Schützenhaus erbaut werden. Im neuen Haus war es räumlich möglich geworden größere Verantstaltungen durchzuführen. Rechts im Bild ist der Giebel des neuentstandenen Schießhauses zu sehen. Die Einrichtung in diesem Nebengebäude bot bessere Bedingungen für die Mitglieder der Schützengilde für die Einhaltung von Ordnung und Sicherheit.

17. Das alte Schützenhaus aus dem Jahre 1882 hatte neben der Funktion als Vereins- und Gasthaus auch Feierlichkeiten einschließlich Tanzverantstaltungen im holzverkleideten Saalgebäude auszurichten. Ein Kronenleuchter, bestehend aus einern großen Speichenrad mit einigen Petroleumlampen bestückt, sorgte an den Abenden für die notwendige Beleuchtung.

18. Als die Siedlung Neubiendorf im Jahre 1919 gegründet wurde , gab es noch keinen Raum zur Abhaltung der Gottesdienste für die Gemeindemitglieder. Am 31. Oktober 1928 wurde der erste Spatenstich getan um ein würdiges Gebäude mit den Funktionen Gemeindehaus, Kirche und Kindergarten zu errichten. 1 000 Einwohner zählte Neubiendorf zu dieser Zeit. Der eifrigste Förderer des notwendig gewordenen Gotteshauses war Herr Pastor Kühn, welcher sein Amt seit 1926 in diesem Ortsteil wahrnahm. Die bauausführenden Firmen waren zumeist Müchelner Handwerksbetriebe. Am 15. September 1929 fand die Einweihung dieses Gotteshauses statt unter Anwesenheit des Generalsuperintendenten der Provinz Sachsen und des Landrates von Querfurt.

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