Mücheln in alten Ansichten Band 1

Mücheln in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Hans Schmidt
Gemeente
:   Mücheln
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5230-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Mücheln in alten Ansichten Band 1'

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29. Ein Erinnerungsfoto aus der Schulzeit um 1910 mit den Herren Lehrern, von links nach rechts: Müller, Bierei, Rektor Hugo Maitz und Kramer.

30. Mit der fortgeschrittenen Industrialisierung im Geiseltal stieg die Einwohnerzahl, so auch die Zahl der schulpflichtigen Kinder in den Orten, an. In Mücheln waren die bis dahin bestehenden Schulräume sehr veraltet und wurden den Anforderungen nicht mehr gerecht. Dringend erforderlich wurde damit der Neubau einer Volksschule. Der Standort wurde für das Siedlungsgebiet, früher 'Kirchplan', gegenüber der Johannes-Schlaf-Straße festgelegt. Am 4. Mai 1929 fand die feierliche Grundsteinlegung für das Gebäude unter Herrn Bürgermeister Heine statt. Der Architekt war Herr Poetzei aus Mücheln. Am dritten Osterfeiertag des Jahres 1930 konnte die Einweihung der neuen Schule unter Anwesenheit des Regierungspräsidenten Herrn von Harnack aus Merseburg vorgenommen werden. Zu Ehren des Heimatdichters Herrn AdolfHolst erhielt diese Schule seinen Namen.

31. In den zwanziger Jahren unseres Jahrhunderts waren Pfingstbräuche hoch angeschrieben. Durch die Müchelner Pfingstgeseilschaft wurden jährlich unvergeßliche Ausflüge in Form von Pfingstwanderungen in die Umgebung vorgenornmen. Mit einer voranziehenden Musikkapelle zogen wanderfreudige Müchelner Einwohner mit ihren Familien und Freunden hinaus ins Grüne und erfreuten sich beim gemütlichen Beisamrnensein.

32. Noch vor dem Jahre 1900 erfolgte nach dem Stadterweiterungsplan die Bebauung der Promenadenstraße, als die Durchgangsstraße aus Richtung Merseburg nach der Wein- und Jahnstadt Freyburg an der Unstrut. Herr Buchdruckermeister Wilhelm Denkewitz gründete im Jahre 1880 die erste Druckerei in Mücheln. Nachdem Herr Denkewitz mit seinem Verlag an mehreren Stellen hintereinander Unterkunft fand, ließ er irn Jahre 1890 durch den Müchelner Baumeister Herrn Lerche ein eigenes Verlags- und Wohnhaus in der Promenadenstraße bauen. Die Zeitung trug den Namen 'Bote für das Geiseltal', war das Mitteilungsblatt für das damalige Müchelner Königliche Amtsgericht und den Magistrat der Stadt. Erweitert durch Beilagen wie 'Wort und Bild' und 'Lose Blätter' wurde die Heimatzeitung mehr und mehr beliebt. 1881 erschien im Januar die erste Ausgabe und im Juni 1942 endete der Druck und Vertrieb. In insgesamt 33 Ortschaften um Mücheln wurde die Zeitung vertrieben.

33. Die Grundsteinlegung des neuen Stadtschützenhauses in Mücheln im Jahre 1900. Im Mittelpunkt des Erinnerungsfotos stehen in der Baugrube die Herren des Magistrats der Stadt und die Herren der bauausführenden Firmen. Linksseitig darüber sieht man Herren der Kapelle der Müchelner Schützengilde, rechts davon in einer langen Doppelreihe im Zylinder, die Herren des Gesangvereins 'Concordia'. Die Einweihungsfeierlichkeiten des neu erbauten Schützenhauses fanden am 4. November 1900 statt. An Festrednern hatten zugesagt: Herr Bürgermeister Steckner, Herr Zimmermeister Zweiling, Herr Kaufmann Zacher, Herr Superintendent MoelIer und Herr Rektor Hase. Die Stadtkapelle Mücheln besorgte die Aufführung einer 'Tafelrnusik'. Speisen und Getränke wurden im Festprogramm in reicher Auswahl angezeigt.

34. Das Eckhaus 'Unter dern Gerade', wer kannte es von den rauchenden Herren damals nicht, das Tabakgeschäft von Herrn Otto Weber, in nächster Nähe des Marktplatzes? Seit 1763 war das Haus im Besitz der Familie Weber. Der Vater des Herrn alto Weber, Herr Carl Weber, übte den Beruf des Lohgerbermeisters in diesem Haus aus. Das Nebenhäuschen hinter dem Giebel linksseitig sichtbar war 1823 eine Bäckerei, dazu eine kleine Landwirtschaft mit 25 Morgen Acker. Das Foto stammt etwa aus dem Jahre 1884/85.

35. Der Bahnhof von Mücheln wurde im Jahre 1886 in Betrieb genommen im Zusammenhang der Eröffnung der Eisenbahnstrecke von Merseburg nach Mücheln und in Ablösung des Personenpostkutschbetriebes für diese Strecke. Am 27. Oktober 1893 hatte der Magistrat der Stadt eine Urkunde (Schriftstück) in den Turmknopf des Rathauses einlegen lassen in welcher zum Punkt 6 b 'Eisenbahn' folgendes unter anderem ausgeführt wird: Nach Mitteilung des damaligen Stationsvorstehers Herrn Roßner wurden auf Bahnhof Mücheln im Jahre 188736000 Stück Fahrkarten verkauft und im Etatsjahr 1890191 33234 Stück dergleichen. Die Handelsgesellschaft Zuckerfabrik Stöbnitz hat zu diesem Bahnbau den sämtlich gewesenen Grund und Boden dem Staate schuld- und pfandfrei zur Verfügung gestellt. Die Stadtgemeinde Mücheln trug ebenfalls 3 000 Mark bei.

36. Nimmt der Wanderer den Weg entlang der Geisel ab der 'Geiselquelle' , dort' wo das Müchelner Flüßchen entspringt, in der Nähe des 'GehesseIs' in Richtung St. Ulrich und Mücheln, kommt er arn oberen Lauf an vier Wassermühlen vorüber. Die erste Mühle ist die 'Springmühle' , oder auch 'Elberts-Mühle' bei den Einheimischen genannt. Heutzutage wird die Mühle elektrisch betrieben, früher rauschte das klare Wasser über das oberschlächtig angetriebene Mühlrad. Die Müchelner Chronik von Wunder-Völker (1877) bezeugt das Vorhandensein dieser Mühle urkundlich im 15. und 16. Jahrhundert, die Namen der Springmüller blieben jedoch dort unbekannt. In den Kirchenbüchern St. Micheins werden dann Nachweise über die Springmüller, zumeist auch Bäcker und Landwirte zugleich, geführt. Die Elberts waren wohl mit die am längsten in der Mühle ihre Arbeit verrichteten. Ab 1877 waren sie dann fünf Generationen als Springmüller tätig.

37. Die zweite Mühle am oberen Lauf der Geisel ist die 'Floreisrnühle' St. Ulrich. Seit dem Jahre 1886 war der Besitzer Herr OHo Apel. Ab 1889 bekleidete er daneben das Amt des Ortsrichters von St. Ulrich. Die Floreismühle soll nach Überlieferungen ein sogenanntes Freigut gewesen sein, denn im Jahre 1764 hatte der Besitzer zu verschiedenen Ausgaben nichts mit beigetragen, auch unter Gespannfrohnern wird er niemals erwähnt, wie es in einer Darstellung vermerkt wird. Die Wirtschaftsgebäude der Mühle befinden sich in nördlicher Richtung und werden durch den Lauf der Geisel voneinander getrennt. Die Scheune und die Stallgebäude, im Hinterhof gelegen, wurden vom Vater des Bezitzers Herrn Louis Apel im Jahre 1873 neu aufgebaut. Das Mühlrad ist hinter dem Wohnhaus im Innenhof angebracht. Das neben der Floreismühle gelegene Drescherhaus ist im Jahre 1895 neben dem alten abgerissenen Haus neu aufgebaut worden.

38. Die Kirchmühle St. Ulrich hatte früher zum Rittergut gehört und ist dorthin lehnspflichtig geworden. Der Lehnsherr war Ritter Johann Georg von Breitenbauch. Über der Eingangstür der Mühle ist noch heute sein Wappen in Sandstein gearbeitet zu sehen. 1760 wird als Kirchmüller ein Herr Georg Schmidt genannt. 1796 hat Herr Christian Löwe die Kirchmühle übernommen und Meister Gottlieb Löwe mit 8 Acker Erde und 1 Garten, zwischen dem Bärteischen Garten und der Floreismühle gelegen, von Herrn Friedrich Herfurt gekauft. Herr Gottfried Löwe hat den Besitz im Jahre 1876 von seiner Mutter übernommen und ist 1904 in der Mühle verunglückt. Nachfolgend hatten, nach der Jahrhundertwende, die Geschwister Löwe die Mühle weitergeführt.

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