Mücheln in alten Ansichten Band 1

Mücheln in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Hans Schmidt
Gemeente
:   Mücheln
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5230-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Mücheln in alten Ansichten Band 1'

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39. Die vierte Mühle in der Folge am oberen Lauf der Geisel ist die 'Gutsmühle' , bis zur Jahrhundertwende auch Pulvermühle genannt. Diesen Namen verlor die Mühle erst nach und nach, da der Müllermeister Herr Julius Damm im Dezember 1867 die Mühle an den Rittmeister von Helldorff verkaufte, der dieselbe vollständig umbauen ließ. Zimmermeister Herr Zweiling aus Mücheln und Mühlenbauer Herr Kühl gaben der Mühle die Gestalt in welcher wir sie noch kennen. Der Name Pulvermühle weist darauf hin, daß hier Schwarzpulver, lange vor der Jahrhundertwende, hergestellt worden ist. Der dazu benötigte Salpeter wurde aus den Müchelner Salpeterschächten, hinter dem Ortsteil Hüttenwende liegend, geliefert. Darüber, wann die Schwarzpulveraufbereitung eingestellt wurde, ist uns nichts bekannt. Früher klapperte hier ein oberschlächtiges Rad und setzte seine Kraft über ein sogenanntes Kammrad auf das Steingetriebe fort um die zwei Mahlgänge wechselweise zu treiben. Wünschen wir uns das erneuerte Rad wieder an alter Stelle. Der Zahn der Zeit hatte das alte Mühlrad zerstört.

40. Die 'Fahrtrnühle' in Mücheln, am unteren Teil der Stadt gelegen, hatte ihren Namen wohl daher, daß die sogenannte Mahlgeisel von den Fuhrwerken durchfahren werden mußte, wenn man zur Mühle in den Innenhof zum Grundstück gelangen wollte. Zu dieser Mühle gehörte ein mittlerer Landwirtschaftsbetrieb. In mehreren Generationen wurde der Betrieb durch die Familien Müllerrneister Gehrmann bis über die Jahrhundertwende hinweg geleitet. Zwischen 1970 und 1976 fiel auch der betreffende Ortsteil Eptingen unter das Abraumgebiet des Braunkohlentagebaus und damit fiel auch das Mühlengrundstück dem Bagger zumOpfer.

41. Das 'Malerholz', zwischen Mücheln und dem Ortsteil St. Micheln gelegen, besitzt einen interessanten Ausblickpunkt, die sogenannte Kanzel mit der 'Hühndorfbank', im Bildmittelpunkt als kleines Plateau mit hinaufführendem Pfad sichtbar. Eine Vielzahl Besucher, Heimat- und Naturfreunde, erfreuen sich dieser vorzüglichen Umgebung, wandern oft weiter zu dem in unmittelbarer Nähe befindlichen 'Waldhaus' , einer sehr beliebten Gaststätte mitten im Malerholz.

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42. Darstellung der Ausblickmöglichkeiten vom Standort der 'Kanzel' im Malerholz zur Zeit nach der Jahrhundertwende. Der Ausblick im oberen Bildteil ist uns heutzutage von genannter Stelle nicht mehr möglich, da nach etwa achtzig Jahren Baumbestand und Unterholz diesen Bliekwinkel in östliche Richtung versagen. Im unteren Bildausschnitt fehlt im Mittelpunkt des Bildes die 'Talschule'. die erst zum späteren Zeitpunkt erbaut wurde.

43. Ein kleines. fast unscheinbares Haus, das Gasthaus 'Gute Quelle'. In nächster Nähe des Marktplatzes 'Unter dem Geradc' gelegen, hatte besonders in den Jahren nach der Jahrhundertwende für lange Zeit einen guten Zuspruch, einen guten Ruf für eine angenehme Gastlichkeit, Neben einern bürgerlichen Mittagstisch und kleinen kulturvollen Veranstaltungen in der Tanzdiele erfreuten sich Vereine , wie zum Beispiel der Lehrerverein und der Turnverein, ihre regelmäßigen Versammlungen in der Gaststätte durchzuführen. In den zwanziger Jahren spielte oft das damals weithin bekannte Bohnhardt-Ouartett aus Halle an der Saale. Bis zum Jahre 1870 gehörten zu diesem Grundstück 20 Morgen Ackerland. 1871 wurde eine Gastwirtschaft eingerichtet. Herr Bernhard Martini verkaufte 1922 das Grundstück an Herrn Otto Schneider, der das Haus innen umbaute.

Martims Waldhaus Müc.heln Bu. HeUe, FernSpftcher: 203.

44. Die Waldhaus-Gaststätte, eines der beliebtesten Ausflugsziele vieler Müchelner Einwohner und der Natur- und Heimatfreunde, liegt am Rand von der Stadt Mücheln. Ein bekarmter Wanderweg durch das Malerholz, die Lämmerhohle hinab und ein kurzer Aufstieg führt zur Raststätte. Im Frühjahr 1909 wurde durch den Müchelner Zimmermeister Herrn Lerche das Waldhaus erbaut und am 1. August 1909 in Betrieb genommen. Das Malerholzgrundstück gehörte vor 1909 zum Besitz des Schloß- und Gutsherrn Baron von Helldorff in St. Ulrich. Durch Flächenaustausch mit dem Magistrat der Stadt Mücheln wurde das Grundstück Eigentum der Stadt. Auf der oberen Postkarte steht vor dem Waldhaus der Pächter, Gastwirt Bernhard Martini.

Parallel zur Waldhaushohle befindet sich die Fahrzeugauffahrt zur Waldhausgaststätte, in vergangenen Zeiten eine ideale Rodelbahn für jung und alt, die alljährlich einen großen Zuspruch fand. Auf der zum Waldhausgelände gehörenden Terrasse tranken und trinken heute noch die Ausflügler von Mücheln und Umgebung, besonders an den Wochenenden, ihr Täßchen Kaffee und genießen bei einern Stück Kuchen die herrliche Natur.

45. Das Waldhaus, so wie wir es heute sehen. Im Vergleich mit alten Aufnahmen erkennt man einige wesentliche Veränderungen einmal in baulicher Art, wie den größeren Anbau eines Wohnteils für die Gastwirtsfamilie hinter den eigentlichen Wirtschaftsund Gasträumen. Recht außen, im Foto zu erkennen, die vollständig verkleidete ehemalige Sommerterrasse für eine Nutzung zur kälteren Jahreszeit mit Tür und Schiebefenstern sowie einen neuerbauten Stufenaufgang. Kleine bauliche Veränderungen erfolgten zum Zeitpunkt einer Restaurierung im Jahr 1978 und 1980 in einem modernen Stil innen und außen um den großen Anforderungen heute gerecht zu werden.

46. Im Bild die Ziegelei im Ortsteil Stöbnitz, eine 'Ringofenziegelei' welche von dem Rittergutsbesitzer Herrn Baron von Heildorff im Jahre 1907 zur Bauausführung der Firma Zalewski aus Halle/Saale in Auftrag gegeben wurde. Einige Schwierigkeiten gab es beim Bau in sofern, daß im Baustellenuntergrund kohleführende Schichten angetroffen und dazu entsprechende Maßnahmen notwendig wurden. Der Schornstein, in mitten des Ringofens stehend, hatte eine Höhe von 40 Metern. Linksseitig im Bild ist ein Teil der Seilbahnanlage zu sehen, rechts unten die Zicgelstein-Trockenräume, Dieser Bau wurde notwendig, durch den Abriß einer alten Ziegelei die auf Abraumgebiet für die Erschließung der Kohlengrube 'Elisabeth' stand.

47. Die Zuckerfabrik MüchelnlStöbnitz im Mittelpunkt dieser Luftaufnahme dargestellt. Oben rechts am Rand des Bildes der Ortsteil Stöbnitz, linksseitig neben der Fabrik der offene Tagebau der ersten Braunkohlengrube 'Pauline' und unten über dem Bildrand die alte Bahnhofstraße.

48. Die Zuckerfabrik MüchelnlStöbnitz im Jahre 1893, eine Aufnahme als das Fabrikgelände noch einen geringen Umfang an Fläche zeigte , wenn man bedenkt, daß selbiger Verarbeitungsbetrieb von Zuckerrüben letztendlich der zweitgrößte Betrieb nach Magdeburg in Sachsen-Anhalt war. Diese Aufnahme zeigt, daß im Geiseltal zu dieser Zeit die Großindustrie noch nicht das Sagen hatte. Zum Bau der Fabrik kam es mit den Ausschachtungsarbeiten im Oktober 1864 durch Maurerbetriebe von Mücheln und Bad Lauchstädt. Sämtliche Steinbrüche aus dem Kreis Querfurt lieferten das Baumaterial. Die Gesamtleitung der Bauarbeiten hatte der Ingenieur Herr Krügcr, der spätere Direktor der Fabrik. Die erste Kampagne der Fabrik begann am 12. Dezember 1865 und endete am 22. März 1866. Es konnte eine Tagesleistung von 1 300 Zentnern Zuckerrüben erreicht werden, eine bei diesem Technikstand wohl sehr gute Leistung.

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