Mücheln in alten Ansichten Band 1

Mücheln in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Hans Schmidt
Gemeente
:   Mücheln
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5230-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Mücheln in alten Ansichten Band 1'

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49. Der Vordergrund des Bildes von etwa 1898 zeigt einen mit Ochsen bespannten schweren Ackerwagen beladen rnit Zukkerrüben auf dem Weg zur Zuckerfabrik Stöbnitz, zur Herbstzeit. Im Mittelpunkt des Fotos (Hintergrund) die Dorfkirche und davor die Stallanlagen des Rittergutes St. Ulrich/Stöbnitz. Die beiden sichtbaren Schornsteine linksseitig im Bild gehören zur Zuckerfabrik.

50. Die erste Braunkohlengrube (Tagebau) im Geiseltal war die Grube 'Pauline' in Nähe des Ortsteiles Stöbnitz im Jahre 1845 durch den Herrn Landrat und Kammerherrn von Helldorff, St. Ulrich, eröffnet. Der erste Kohlefund datiert im Jahre 1698 bei Mücheln aktenkundlich. Mit den einfachsten Handwerkzeugen. Schaufel, Spaten und Schubkarre wurde vorerst die Braunkohle abgebaut urn dann von Hand zu Kohlesteinen gestrichen zu werden, ähnlich der ersten Verarbeitung von Ziegelsteinen. Im Zuge der weiteren Industrialisierung im Kohletagebau wurden dann im Grubenbereich Feldbahngleise verlegt und die Braunkohle mit kleinen Feldbahnwagen, den sogenannten Hunten, abtransportiert. Die gewonnene Braunkohle wurde nicht nur für den Hausbrand abgesetzt, sondern kam später der Industrie für die Beheizung von Kesseln und anderen Dampf- und Antriebsaggregaten zugute.

51. Die Brikettfabrik der Anhaltischen Kohlenwerke hatte ihre erste Brikettfabrikation am 8. Februar 1908 vorgenommen. Am 1. Juli 1906 erfolgte der Aufschluß der Tagebaugrube 'Elisabeth' in welcher die Braunkohle für die Brikettierung abgebaut und gefördert wurde. Die Aktiengesellschaft der Anhaltischen Kohlenwerke wurde bereits im Jahre 1881 gegründet.

52. Die Brikettfabrik der Anhaltischen Kohlenwerke in der Vorderansicht mit dem Müchelner Bahnhof unten im Bild. Tagein tagaus rollten lange Güterzüge durch das Geiseltal um die gewonnene Rohbraunkohle sowie die Briketts in alle Teile des Landes zu bringen.

53. Das Bild zeigt das Fabrikgebäude der Braunkohlengrube 'Elise II' mit der Auffahrtbühne der Kohleförderseilbahn rechtsseitig. Unter dem Kohlebunker wurden die Eisenbahnwaggons beladen und hinter dem Fabriksgebäude für die Fahrt zum Leunawerk zusammengestellt.

54. Der jüngste Braunkohlentagebau in der Umgebung von Mücheln war die ehemalige Grube 'Elise II' am Ortsteil Stöbnitz und wurde 1916 erschlossen; sie war als modernste Anlage in Mitteldeutschland anzusehen. Eine wesentliche Steigerung der Kohlenförderung trat ein, als die Leuna-Werke bei Merseburg errichtet und mit entsprechenden Kohlenmengen versorgt wurden. Im Vordergrund links im Bild ist die sechsgleisige Kohleförderseilbahn zu erkennen.

Mümeln

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55. Geht man vom Marktplatz aus in westlicher Richtung durch die Oberstraße , dann gelangt man auf einen weiteren Marktflekken, den Topfmarkt. Häuser zumeist aus dem 17. und 18. Jahrhundert, heute teilweise mehr oder weniger baulich verandert, hinterlassen trotzdem noch einen einheitlichen Charakter dieses denkmalgeschützten Ensembles. Das uns erhaltengebliebene alte Kopfsteinpflaster (erstes Pflaster in Mücheln 1833) trägt wesentlichen Anteil für positive Eindrücke auf beiden Marktplätzen. Auf dem Topfmarkt herrschte noch rege Handelstätigkeit nach der Jahrhundertwende bis hin in die zwanziger Jahre. Der übersetzte Brunnen in Mitten des Platzes hatte eine Tiefe von 18 Metern, er wurde 1911 geschlossen.

56. Die evangelische Kirche im Ortsteil Zorbau gehörte zu den romanischen Dorfkirchen, welche in unserer Umgebung im 12. und 13. Jahrhundert entstanden. Mehrfache Erweiterungen und Veränderungen erfolgten im Laufe der vergangenen Jahrhunderte. Eine Besonderheit des Baudenkmals war der Turm, der zwischen dem Schiff und dem Chor stand. In Folge des industriemäßigen Braunkohleabbaues im Geiseltal unterlag der gesamte Ortsteil Zorbau ab 1975 dem Abbruch.

57. Die Innenausstattung der Dorfkirche im Ortsteil Zorbau ist vielfältig. Eine kleine Sakristei, etwa um 1500 angebaut, ist mit einern Kreuzgewölbe sowie mit Resten einer Wand- und Deckenmalerei versehen. Drei Grabdenkmäler (Epitaphien) mit Familienwappen Derer von Breitenbauch um 1580 schmücken die Wände. Die Epitaphien sind mit 'HK' gezeichnet, dem Meister der Altenseheschen Denkmäler, ehemals in der Naumburger St. - Moritz-Kirche. Romanik, Gotik und Renaissance in der Zorbauer Kirche. Das Barockzeitalter wird in einem Grabstein deutlich, welcher an der Südwand der Kirche lehnt.

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58. Die Gotische Tür der Dorfkirche im Ortsteil Zorbau. Diese Tür befand sich an der Südseite als Eingangstür zum Chor. Eine schwere Holztür mit starken Türbändern, alten, kunstvoll geschmiedeten Beschlägen und einem Ring-Türklopfer.

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