Mücheln in alten Ansichten Band 1

Mücheln in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Hans Schmidt
Gemeente
:   Mücheln
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5230-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Mücheln in alten Ansichten Band 1'

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69. Im Ortsteil St. Micheln entspringt ein kleines Flüßchen, die Geisel, eigentlich erst richtig bekannt geworden durch das Geiseltal und seinen Reichtum an Braunkohlevorkommen. Es wird darüber berichtet, daß diese natürliche Quelle in vergangenen Zeiten eine wesentlich höhere Ergiebigkeit und damit auch eine höhere Quelltätigkeit erreicht haben soll. 'Ein zerklüftetes MuscheIkaIkgebirge mit unterlagertem Mergel einer Hochfläche (Querfurter Hochfläche) bildet die wasserführende Schicht der Überlaufwässer eines unterirdischen Grundwasserbeckens,' wie es nach G. Schäfer, Grundwasser und Quellen, aus dem Jahre 1919 dargestellt wurde.

70. Die Merseburger Straße in Richtung 'Ölberg' um 1880. Im Vordergrund links die Straßenzufahrt über den Abflußgraben führt in die 'Promenadenstraße' , in Richtung Freyburg und Naumburg. Das rechte, in den Fußwegbereich vorgesetzte Haus 'Der Spitte!', ehemals ein Spital 'St. Spiritus', wurde späterhin als Waisengrundstück genutzt, danach Stephans Gärtnerei und zuletzt kaufte es der Pächter Gartenbaumeister Herr Wolf als Laden- und Wohngrundstück.

71. Am Topfmarkt in Mücheln werden Anwohner, Erwachsene und Kinder auf dem Foto dargestellt. Ein paar Bürger zeigen sich rnit dem 'Trageholz' auf den Schultern und angehängten Wassereimern aus Richtung Topfmarktplatz kommend. Anzunehmen ist, daß das Trinkwasser vom damaligen Brunnen (um 1895) des Topfmarktes herangeschafft wurde.

72. Die Fotografie aus dem Jahre 1889 weist auf das Vorhaben der Straßenpflasterung 'Unter dem Gerade' hin. Ein interessanter Stadtbereich in nächster Nähe des Marktplatzes. Rechtsseitig in Höhe des Geländers die Wegbezeichnung 'Auf dem Gerade', eigentlich mußte es 'Auf der Burg' heißen, da slawisch 'grod' = Burg bedeutet. Hier ist der ehemalige Burgbereich gemeint mit dem Marktplatz und der Stadtkirche sowie der Oberpfarre. Inmitten des Bildes. linksseitig, steht der Buchbindermeister Herr Richard Lindner vor der Haustür. Herr Lindner hatte das Haus umgebaut und übersetzt.

73. Der Bliek aus dem Turm der Stadtkirche St. Jakobi im Jahre 1928 weist in südlicher Richtung auf den Siedlungsneubau oben links im Bild, mit dem Kirchberg rechts, dem ehemaligen Stadtfriedhof im Mittelpunkt des Bildes, darüberliegend die Schützenstraße, die ab 1910 bebaut wurde. Der Stadtfriedhof, heute der zentralgelegene Stadtpark, wurde nach 1799 als der zweite Friedhof Müchelns belegt. Ab dem Jahre 1913 fanden die Beisetzungen auf dem nächsten Friedhof an der BürgermeisterFritsch-Straße statt. Im Bild oben, über dem Doppelhaus, die im Neubau befindliche moderne Friedhofskapelle mit Turm, kurz vor der Bauvollendung.

74. Die Gastwirtschaft 'Roter Hirsch' in Nähe des Eptinger Platzes und damals dem Ortsteil Gehüfte zugehörig, hatte besonders in den zwanziger Jahren mit reichhaltigen Veranstaltungen für die Gäste aufgewartet. Es waren zum Beispiel an Sonnabenden und an Sonntagen musikalische Verantstaltungen mit humoristischen Vorträgen mit freiem Eintritt. Zum anderen wurden die so beliebten Bockbierfeste mit Speekkuchen regelmäßig im 'Roten Hirsch' durchgeführt. In den siebziger Jahren mußte dieses Grundstück wegen der Auskohlung dem Abraumbagger weichen.

75. Nach der Überlieferung erhielt Mücheln im Jahre 1842 eine eigene Postexpedition im Haus Unter dem Gerade 5. Postexpedient war 1842 bis 1858 Herr Friedrich Christian Geyer, Kaufmann und ehemals Apotheker von Beruf, auch tätig als Magistratsassessor. Vermutlich seit dem Jahre 1836 bestanden Postverbindungen durch Postkutschen zwischen Mücheln und Merseburg. Ab Juni 1865 wurde eine tägliche Personenpostkutsche eingesetzt, die im Jahr etwa um 1 400 Fahrgäste beförderte. 1886, durch die Eröffnung der Bahnstrecke Merseburg nach Mücheln, wurde der Personenpostkutschverkehr bald überflüssig.

76. Das letzte Pferdepostfuhrwerk, als Pakektpostkutsche fuhr im Jahre 1939 über die holperigen Straßen von Mücheln. Das Müchelner Postamt stellte für den Beförderungsdienst zum Bahnhof einen Kleinkraftwagen ein.

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