Mücke in alten Ansichten

Mücke in alten Ansichten

Auteur
:   Werner Döring
Gemeente
:   Mücke
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2728-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Mücke in alten Ansichten'

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59. OBER-OHMEN. Die 'Schennmüller' auf ihrem Hof, vor ihrer Mühle zeigt diese Aufnahme aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Die 'Schennmühle' befindet sich im Grund zwischen Ober-Ohmen und Ruppertenrod bei der heutigen Mittelpunktschule.

60. OBER-OHMEN. Um das Jahr 1930 baute die SPD in Ober-Ohmen das Friedrich-Ebert-Denkmal als sichtbares Zeichen für die Demokratie und als Warnung vor einem NS-Regime. Das teure Denkmal - allein die Bronzeplatte kostete 600 bis 700 Mark wurde von den Spenden der SPD-Mitglieder und von 'Bausteinen' finanziert, die man im ganzen Reichsgebiet verkaufte, Im Jahre 1933 zerstörte die SA das Denkmal.

61. RUPPERTENROD. Im Jahre 1631 wird in Ruppertenrod erstmals eine Schule in einem freilich wenig erfreulichen Zusammenhang erwähnt, denn ein Lehrer erregte wegen seines großen Alkoholverbrauchs den Unwillen seiner Mitbürger, und man schritt zu einer von den Freiherrn von Riedeseln nicht geduldeten Absetzung des Lehrers. Das erste Schulhaus Ruppertenrods wurde 1840 in der Nähe der Kirche (stand in der neuen Straßenflucht nach Ulrichstein) abgerissen und gegenüber der 'Brückemühle' wieder aufgebaut, wo es erst 1973 als 'Schmitts-Haus' endgültig abgebrochen wurde. Lange Zeit - ab dem 8. März 1840 - diente die alte Schule (Rathaus) als Stätte des Unterrichts. Sie wurde abgelöst durch die neue Schule am Ortseingang, die im September 1924 siehe Bild - nach schwierigem Bau in der Inflationszeit eingeweiht wurde. Heute ist in diesem Gebäude der Kindergarten untergebracht.

62./63. RUPPERTENROD. Die Post ist in Ruppertenrod seit 1720 im gleichen Hause untergebracht. In alter Zeit hatte Ruppertenrod ein Postamt, bei dem der Gespannwechsel der Postkutschen ausgeführt wurde. Es ist überliefert, daß im Pferdestall bis zu 20 Pferde standen und Unterstellmöglichkeiten für Postkutschen vorhanden waren. Im oberen Stockwerk des Hauses fanden die Postillione Betten zur Übernachtung. Der Stolz der Familie Becker als Eigentümerin des Posthauses richtet sich auf eine Wetterfahne aus dem Jahre 1720. Mit dem Bau der Eisenbahnlinie Gießen-Fulda (1868 bis 1871) verlor das Postamt

Ruppertenrod seine Bedeutung, denn die Postversorgung wurde dem Postamt Mücke übertragen. Die Kaiserliche Posthalterei und Gasthaus 'Zur Krone' (1. Bild) - 1880 - in der Zeit von 1880 bis 1900 umgebaut, wie aus dem 2. Bild - 1900 - mit dem Kaiserlichen Postamt und dem Gasthaus 'Zur Krone' ersichtlich ist. Postkutschen mit ihren Pferden und den Postillionen sind auf beiden Bildern zu bewundern.

64. RUPPERTENROD. Die Fastnachtsfeier der Ruppertenröder Jugend aus dem Jahre 1922 zeigt unser vorliegendes Foto. Über diese Feier berichtete Anna Keil - ganz rechts stehend - unter anderem folgendes: Nach gültigem Brauch hätten sich damals alle drei Spinnstuben des Dorfes zur Fastnachtsfeier zusammen-getan und irn Hause Heinrich Fuchs V. Fastnacht gehalten - beinahe eine ganze Woche. Am Rosenmontag habe man Kuchen gebacken und Feldsalat gesucht, am Fastnachtsdienstag ab 10 Uhr Sauerkraut gekocht und dann gegessen, am Aschermittwoch richtig gefeiert und jede Spinnstube für sich Züge durch das Dorf veranstaltet, am Donnerstagnachmittag die Reste gegessen und am Freitag das Haus wieder sauber gemacht. Vor solchen Fastnachtsfeiern könnten sich die derzeitigen 'verstecken', Bleibt noch nachzutragen, daß der schöne 'Formekuchen' auf dem Tisch geklaut wurde. Fragt man sich heute noch, wer das wohl war?

65. RUPPERTENROD. Das Wohnhaus der Familie Bernhardt (heutiger Besitzer Karl Bernhardt) aus den zwanziger Jahren hat sich beträchtlich verändert und ist zu einem Geschäftshaus geworden. Am Hauseck steht ein blinder Mann (Karl Otterbein), dem sein Hund den Weg durchs Dorf zeigt.

66. RUPPERTENROD. Das Kuhfuhrwerk der Familie Kratz aus der Hintergasse ist auf dem Nachhauseweg und wird bald - von der Ohm kommend - die Hauptstraße an der Kirche verlassen, um in die Hintergasse einzubiegen. Das Kuhgespann war in der Vergangenheit das Fuhrwerk des kleinen Bauern, wo der Mann selbst noch an die Arbeit ging.

67. SELLNROD. Den Bau der Wasserleitung zeigt unsere Aufnahme aus dem Jahre 1911 als sich die Arbeitskolonne gerade im Herzen Sellnrods bei der Kirche befand. Die Kirche versteekt in diesen Jahren übrigens ihre prächtige Fachwerkfront hinter einem Schindelkleid. Viele Arbeiter beim Wasserleitungsbau waren Italiener. Mit auf das Bild gekommen sind viele Kinder, die sich heute im Lebensalter von rund 80 Jahren wiedererkennen dürften. Die Quelle wurde damals unterhalb Wohnfelds gefaßt, den Hochbehälter baute man an der Straße nach Wohnfeld. Mit an der Quelle hing bekanntlich die Wasserversorgung Groß-Eichen. Heute wird Sellnrod mit der Wasserleitungsanlage Groß-Eichen· Höckersdorf - Sellnrod versorgt. Das links im Bilde sichtbare Bauernhaus wurde in den letzten Jahren das Opfer eines Brandes.

68. SELLNRûD. So sah das Haus der Familie Lutz im Jahre 1912/13 in der heutigen 'Friedrich-Ebert-Straße' in Sellnrod aus. Der mit einem Pferd bespannte Wagen rollte nach dem Fotografieren bestimmt zu einer Arbeit ins Feld, Das Kind auf dem Pferderücken dürfte bei der Fahrt durchs Dorf seinen Platz nicht behalten haben, da das nicht üblich war.

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