Meckenbeuren in alten Ansichten

Meckenbeuren in alten Ansichten

Auteur
:   Karl Jäger
Gemeente
:   Meckenbeuren
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0796-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Meckenbeuren in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Das Dorf Meekenbeuren liegt 4,4 km nordwestlich von Tettnang, 415,5 m ü.d.M., und grenzt im Norden an die Stadt Ravensburg, im Süden und Westen an die Stadt Friedrichshafen und irn Osten an die Stadt Tettnang, Verkehrsmäßig ist Meekenbeuren durch die Bahnlinie Ulm-Friedrichshafen sowie die Bundesstraßen 30 und 467 gut erschloßen. Der Ort ist heute überwiegend Arbeiterwohngemeinde mit ländlicher Struktur. Es wird hauptsächlich Hopfen und Obst angebaut.

Meckenbeurens Geschichte. Die ersten Anzeichen, die auf die Existenz Meckenbeurens hinweisen, liegen rund 1100 Jahre zurück. In einer St. Gallener Urkunde aus dem Jahre 879 ist von einem Megi die Rede, der als einer der ersten Siedler in unserem Raum in das Licht der Geschichte tritt. Daher ist mit Gewißheit anzunehmen, daß der Name der Gemeinde aus dem Personennamen Megi und dem Zusatz Beuren zusammengesetzt ist. Dabei geht Beuren auf das althochdeutsche Wort Bur - das soviel wie Hof, Wohnung, Haus bedeutet - zurück. Meekenbeuren würde also bedeuten: Die Höfe Megis.

In der St. Gallener Urkunde ist der Name beziehungsweise eine vorhandene Siedlung erwähnt, aber sie hat mit einer Gemeindegründung nichts zu tun, Es ist zu vermuten, daß unsere Gegend schon wesentlich früher besiedelt war. Erst in einer Urkunde von 1496 ist von Meekenbeuren als Gemeinde die Rede. Bis 1897 hieß die Gemeinde Untermeckenbeuren. Im Jahre 1094 soll Meekenbeuren in den Besitz des Klosters Weingarten gekommen sein, das es 1530 für 3 100 Gulden an den Grafen Haug von Montfort verkaufte. 1780 kam Meckenbeuren, zusammen mit dem übrigen Besitz des Grafen Montfort, an Oesterreich, an das dieser völlig verschuldet war.

Durch Napoleon wurde Meekenbeuren im Jahr 1806 bayerisch und kam 1810 an Württemberg. Der Bau der Bahnlinie Ulrn-Friedrichshafen im Jahr 1847 brachte Meekenbeuren einen großen wirtschaftlichen Aufschwung und einen enormen Einwohnerzuwachs. Was Meekenbeuren jedoch überall bekannt gemacht hat, ist wohl das Lied: Auf dr schwäbische Eisebahne ...

1. Im Bild die im Jahre 1895 von der Lokalbahn Aktien-Gesellschaft in München (Ingenieur Oskar von Miller) zwischen Meekenbeuren und Tettnang erbaute Nebeneisenbahn, die in Meekenbeuren Anschluß an die Staatsbahn Ulm-Friedrichshafen erhielt. Die elektrische Bahn Meckenbeuren-Tettnang war im übrigen die erste mit Gleichstrom (70 Volt) betriebene Normalspureisenbahn auf dem europäischen Kontinent. Im Sommer 1976 wurde der Personenverkehr auf dieser Strecke eingestellt; die Triebwagen stehen heute im Deutschen Verkehrsmuseum in Nürnberg, Links im Bild der alte Bahnhof von 1847.

2. In der Nacht vom 9. auf 10. Juli 1902 brannte aus ungeklärten Gründen das Säge- und Hobelwerk von Hermann Wölfle nieder. (Das Werk ist die heutige Holzindustrie.) Das Löschwasser wurde mit der Bahn herbeigefahren. Es war das größte Feuerunglück seit Bestehen des Dorfes. In der Bildmitte ist das Bauernhaus Steinhauser zu sehen in dem sich eine Nagelschmiede befand. Diese Nagelschmiede war der erste Handwerksbetrieb unseres Dorfes. Das Haus wurde 1905 abgebrochen.

3. Das Hobel- und Sägewerk von Hermann Wölfle um 1896. Hermann Wölfle gründete im Jahre 1879 in Alznach bei Liebenau ein Sägewerk. Im Jahre 1889 kaufte Wölfle das fünf Hektar große Lohmann'sche Anwesen in Meckenbeuren, gegenüber dem Bahnhof. In den vorhandenen landwirtschaftlichen Gebäuden richtete Wölfle eine Parkettfabrik ein, sowie eine Kistenfabrik und ein Sägewerk. In den Jahren 1895-1896 beschäftigte Hermann Wölfle dreißig Arbeiter. Sein großer geschäftlicher Vorteil lag darin, daß er an der Südbahn Ulm-Friedrichshafen lag. Diese Werksanlage fiel1902 dem Brand zum Opfer.

4. In diesem Haus von Eduard Weishaupt war lange Jahre das Schultheißenamt von Meckenbeuren. Das Haus war zugleich Sitz und Eigenturn der Schultheißen. Das Bild von 1925 zeigt im Vordergrund: Hermann Weishaupt, Eduard Weishaupt als Kind, Maria Weishaupt und ganz rechts den Knecht Alfons Rammel. Herr Xaver Müller begann hier schon 1826 mit der ersten Gemischtwarenhandlung des Ortes, die aber nach einigen Jahrzehnten wieder aufgegeben wurde.

5. Der langjährige Schultheiß von Meekenbeuren. Eduard Weishaupt, mit seiner Familie. (Er wurde geboren am 17. März 1827 und ist gestorben am 2. September 1889.)

6. Der langjährige Schultheiß von Meckenbeuren, Eugen Weishaupt, mit seiner Frau. Eugen Weishaupt war der Sohn des Schultheißen Eduard Weishaupt, geboren am 3. Mai 1866 und gestorben am 2. September 1929.

7. Die einstige Bäckerei Deutelmoser. Herr Gabriel Deutelmoser eröffnete im Jahre 1885 in diesem Haus die erste Bäckerei in Meckenbeuren. Sein Sohn Josef Deutelmoser verkaufte das Geschäft an den Bäcker Johann Baptist Kreuzer. Dieses Haus wurde im Laufe der Jahre durch einen Anbau vergrößert, der einen modernen Ladenraum und eine neuzeitlich eingerichtete Backstube enthält. Schließlich wurde noch ein Caféhaus angebaut, und zwar genau an der Stelle, an der sich die alte Bäckerei befand. Bis heute blieben die Bäckerei und das Café im Besitz der Familie Kreuzer.

8. Das alte Hutgeschäft mit der Masschneiderei von Herrn und Frau Marquart. Stefan Marquart, Schneiderrneister, begann anno 1908 in diesem Haus mit seiner Masschneiderei. Einige Jahre später fing seine Frau im gleichen Haus ein gut gehendes Hutgeschäft an, das sich im Laufe der Zeit zu einem Textilhaus entwickelte und später zusammen mit der Masschneiderei an die Familie Gustav Berger überging, Nach völligem Umbau ist es heute das modernste Textilhaus am Platz. Im Bild Herr und Frau Marquart mit Tochter Lene Berger und ihre Kusine.

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