Mecklenburg-Vorpommern in alten Ansichten

Mecklenburg-Vorpommern in alten Ansichten

Auteur
:   Uwe Bremse
Gemeente
:   Mecklenburg-Vorpommern
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5333-1
Pagina's
:   128
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Mecklenburg-Vorpommern in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Mecklenburg-Vorpommern liegt an der südwestlichen Ostsee zwischen Schleswig-Holstein und der Eibe im Westen sowie der Oder im Osten und nördlich der Bundesländer Sachsen-Anhalt und Brandenburg.

Als Teil des Baltischen Höhenrückens ist der Naturraum Mecklenburg-Vorpommerns überwiegend in und nach der letzten Eiszeit gebildet worden, während auf der Insel Rügen die älteren Kreideformationen anstehen. Die Gletscher aus dem Norden schoben das Hügelland in diesen Raum, der einen lieblichen Wechsel von Höhen und Senkern zeigt. Während die Moränen ein leichtwelliges Hügelland zeigen, sind die Senken mit über 660 kleineren und größeren Seen gefüllt. Der Müritzsee hat als größter See der Mecklenburgischen Seenplatte 117 km2 bei einer maximalen Länge von 28 km und einer Breite von 13 km. Die höchsten Erhebungen des Moränenlandes sind der Helpter Berg mit 179 m und der Ruhner Berg mit 178 m. Die höchste Erhebung der Kreideformation hat der 117 m hohe Königstuhl nördlich von Saßnitz.

Die hügel-, wald- und seenreiche Landschaft um den Müritzsee der Mecklenburgischen Seenplatte gehört zu den vielen Schweizen der Welt. Außerdem gibt es eine Meekienburgische Schweiz im engeren Sinne. Diese Seengebiete stellen heute eine vielbesuchte Kultur- und Erholungslandschaft mit einem artenreichen Naturpotential dar, weshalb hier 1990 auch ein Müritz-Nationalpark ausgewiesen wurde.

Auch der Küstenabschnitt mit seinen vielen Steil- und Flachküsten, Strandwällen und Dünen, Wieken und Bodden, Salzwiesen und Heiden, Inseln und Oien ist sowohl als vielgestaltige Naturlandschaft entstanden - und die geologischen Prozesse setzen sich bis in die Gegenwart fort - die

ebenfalls als Nationalpark anerkannt worden sind: Nationalpark Jasmund und Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft .

An der Küste haben sich von Travemünde bis Ahlbeck auf Usedom im Laufe der Geschichte nicht nur zahlreiche Küstenstädte und Häfen, z.B. Wismar , Rostock, Stralsund, Greifswald, entwickelt, sondern besonders in den letzten ein bis zwei Jahrhunderten auch eine Kette von Fischerdörfern, die sich zu beliebten bzw. zu berühmten Sommerfrischen und Ostseebädern entwiekelt haben, allen voran Heiligendamm, das schon im Jahre 1793 als erstes Ostseebad eine offizielle Anerkennung als Seebad durch Herzog Friedrich Franz 1. erhalten hat.

Von dieser Entwicklung haben besonders die Strände der Inseln Rügen (926 km") und Usedom (445 knr') wichtige Impulse erhalten. Meyers Reisebuch von 1899 nennt als Ostseebäder von erstem Rang: Ahlbeck, Binz, Boltenhagen, Heiligendamm, Heringsdorf, Lauterbach-Putbus, Saßnitz, Warnemünde und Zinnowitz (S. 617).

Kompliziert und interessant ist die Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns. Das Gebiet war schon in der mittleren Steinzeit besiedelt, wie es Großsteingräber, Steinsetzungen und andere Bodenfunde belegen. Die hier ansässigen germanischen Völker wanderten ungefähr im 5. und 6. Jahrhundert aus, so daß in diesen jetzt bevölkerungsarmen Raum wendische Stämme, unter anderem Obotriten und Wilzen, dieses Land besiedeln konnten. Als Siedlungsspuren sind Burganlagen und slawische Ortsnamen erhalten geblieben.

Nach der Zurückeroberung und Christianisierung des Gebietes unter Herzog Heinrich dem Löwen ab 1142 entwikkelten sich viele kleine Städte mit einer Befestigung aus Mauern und Stadttoren und einem zentral gelegenen Markt-

platz. Viele dieser Einrichtungen sind bis heute erhalten geblieben und stellen wertvolle und sehenswerte kulturhistorische Besonderheiten dar. Dieses Büchlein zeigt diese architektonischen Zeugen der Vergangenheit in alten Ansichten. Maßgeblich waren die Aktivitäten der Hanse unter der Vorherrschaft Lübecks, die zu einer weitgehend einheitlichen Architektur führte. Zum anderen entstanden Kirchen und Klöster, um die christliche Mission umzusetzen, z.B. in Doberan, Dobbertin und Eldena. In die Zeit der Hanse fiel auch die Gründung der ersten Universitäten in Rostock (1419) und Greifswald (1456).

Eine Aufteilung Mecklenburgs in die Herzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Güstrow erfolgte im Jahre 1555. Auch die Friedensschlüsse des Dreißigjährigen Krieges von Münster und Osnabrück im Jahre 1648 waren für dieses Gebiet folgenschwer. Teile von Mecklenburg und Pommern sowie die Hansestadt Wismar und die Inseln Poel sowie Rügen und Usedom wurden an Schweden abgetreten, unter dessen Herrschaft sie bis zum Jahre 1803 blieben. Einen weiteren Verfall gab es mit dem Erbstreit Mekkienburger Fürsten, der im Jahre 1701 zum Hamburger Erbvergleich führt. Das Ergebnis waren die Herzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz. Es Iolgte der Ausbau der Residenzen von Schwerin, Ludwigslust und Strelitz mit ihren Schlössern. Auf dem Wiener Kongreß im Jahre 1815 wurden diese Herzogtümer zu Großherzogtümern erhoben. Als diese traten diese beiden Feudalstaaten im Jahre 1867 dem Norddeutschen Bund und 1868 dem Zollverein bei. Schließlich gehörten die beiden Großherzogtümer dem Deutschen Bund an.

Im Jahre 1918 trat Großherzog Friedrich Franz IV. zurück; und es kam zur Aufhebung der Ständeverfassung. Die Zusammenlegung beider Länder erfolgte im Jahre 1934 unter dem alten Namen Mecklenburg, der von der wendischen Mi-

kilinburg südlich von Wismar auf das ganze Land übertragenwurde.

Als Ergebnis des Zweiten Weltkriegs wurde der westliche Teil Pommerns mit Rügen und Usedom - Vorpommern im Jahre 1945 Mecklenburg angegliedert. Das Land MeckIenburg-Vorpommern war entstanden. Zwar hob die Gebiets- und Verwaltungsreform dieses Land durch die Einrichtung der Bezirke Rostock, Neubrandenburg und Schwerin vorübergehend auf; aber mit der Vereinigung der ehemaligen DDR mit der Bundesrepublik Deutschland wurde im Jahre 1990 das Land Mecklenburg-Vorpommern neu geschaffen.

Das geschichtsträchtige und kulturreiche Land hat vieles zu bieten: Dörfer, Städte, Seebäder, Stadtmauern, Stadttore, Märkte, Rathäuser, Kirchen, Klöster, Häfen, Burgen Schlösser. . . Aber alle diese Einrichtungen sind Veränderungen und Entwicklungen unterworfen. Der vorliegende Bildband veranschaulicht dieses großartige Land in 124 Bildern von der Jahrhundertwende bis ca. 1950. Mögen viele Menschen in diesem Buch ihre alte und heutige Heimat wiederfinden. Besonders jungen Menschen soll dieses Buch helfen. eine Brücke zur Vergangenheit zu bauen und Heimatbewußtsein zu entwickeln.

Uwe Bremse

Literaturhinweis

1. Adamiak, J. (1977) Schlösser und Gärten in Mecklenburg, Leipzig.

2. Adamiak, J. u. Pillep, R. (1990) Kunstland DDR, Ein Reiseführer, München und Leipzig.

3. Meyers Reisebücher (1899) Ostseebäder und Städte der Ostseeküste, Leipzigund Wien.

1. Das Bundesland Mecklenburg-Vorpornrnern hat sich im Laufe einer komplizierten Geschichte entwiekelt. Der größere Teil ist aus den ehemaligen Herzogtümern Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz hervorgegangen und liegt im Westen des Landes. Zum Herzogtum Mecklenburg-Strelitz von 1918 bis 1934 ein Freistaat - gehörte auch das westlich gelegene Gebiet um Schönberg. Zur Zusammenlegung beider Länder unter dem Namen Meekienburg kam es im Jahre 1934.

2. Der Landesteil Vorpommern ist der westliche Teil der ehemaligen deutschen Provinz Pornmern. Er umfaßt die Odermündung, die Inseln Usedom und Rügen, die Halbinseln Darß und Zingst sowie das Gebiet östlich der Linie Ahrenshoop Treptow. Als Ergebnis des Zweiten Weltkriegs wird der westliche Teil Pommerns, Vorpommern, im Jahr 1945 dem Land Mecklenburg angegliedert.

Ruhner Berg.

3. Die landschaftliche Vielfalt Mecklenburg-Vorpommerns zeigt sich im Reichtum unterschiedlicher Landschaftsformen. Der baltische Höhenrücken mit der Mecklenburgische Seenplatte zeigt ein abwechslungsreiches Hügelland und viele Seen. Der Ruhner Berg bei Marnitz südlich von Parchim weist 178 m Höhe auf. Er ist der zweithöchste Punkt Meekienburg- Vorpommerns.

partie am Stolpsee - Luftkurort Fürstenberg i. Meclçl,

4. Zu Mecklenburg-Vorpommern gehören ca. 660 Seen, die diesem Land besondere landschaftliche Reize verleihen. Darüber hinaus stellen die Seen wertvolle Lebensräume für Pflanzen und Tiere dar. Der Stolpsee in der Mecklenburgischen Seenplatte westlich von Fürstenberg zeigt einen typischen See dieser Landschaft mit Bruchwald, Schilf- und Schwimmblattzone. Heute gehört dieser Teil Mecklenburgs zum Land Brandenburg.

5. Die Ostseeküste zeigt in Mecklenburg-Vorpommern neben Flachküsten auch viele Steilküsten. Zwischen dem Kliffuß und der Uferlinie erstreckt sich eine schmale Strandzone. Durch den Abbruch der Steilufer wird diese Strandzone ständig neu aufgebaut. Nur die von eiszeitlichen Gletschern hierher geschobenen großen Gesteine bleiben als Gerölle bzw. Findlinge liegen und bilden einen natürlichen Küstenschutz.

6. Was an den Steilküsten regelmäßig durch die Kräfte des inneren und äußeren Küstenverfalls abgebrochen wird, lagert sich durch küstenparallelen Sandtransport an anderen Stellen wieder als Strandwall an. An einigen Stellen im Küstenbereich Mecklenburg-Vorpommerns wachsen diese Strandwälle zu Dünen heran. Sie sind naturlandschaftliche Besonderheiten, aber auch sehr empfindliche Lebensräume, die außerdem dem natürlichen Küstenschutz dienen.

7. Wo im Küstenbereich durch seewärts vorgelagerte StrandwäUe Teile der Ostsee abgeschnitten wurden, bildeten sich kleine und größere Haffs oder Bodden, die in früheren Jahrzehnten den heimisehen Fischern den Lebensunterhalt ermöglichten. Beispiele für diesen besonderen Lebensraum sind das Salzhaffund die Bodden südlich der Halbinsel Darß-Zingst und auf der Insel Rügen.

INSEL RÜGEN

Wissower Klinken

8. Eine geologische Besonderheit Meekienburg- Vorpommerns sind die auf der Insel Rügen anstehenden Kreidefelsen im Bereich von Jasmund. Sie sind neben der landschaftlichen Einzigartigkeit an der Südküste der Ostsee und für die Fossiliensammler von außergewöhnlicher Bedeutung. Die Abbildung von 1909 zeigt den Wissower Klinken, der heute zum Nationalpark Jasmund gehört.

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