Meersburg in alten Ansichten

Meersburg in alten Ansichten

Auteur
:   Suzanne Satzer-Spree
Gemeente
:   Meersburg
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5409-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Meersburg in alten Ansichten'

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9. Im Jahre 1872 mußte der Nachfolger Gottlieb Honegger Konkurs anmelden und die Gebrüder Kolbenzer übernahmen die Weberei. 1898 ging die Firma in die Hände von Adolf und Jakob Erlanger über. Im September 1902 brannte die gesamte Fabrikanlage bis auf die Grundmauern nieder. Die Brandursache konnte nie geklärt werden.

10. Nach dem Brand wurde das Areal der Weberei nicht wieder bebaut. Lange Zeit lag das Gelände brach und immer wieder beklagten sich Anwohner und Gäste über den schlechten Zustand. Unser Bild zeigt die Burgweganlage kurz nach dem Brand. Wahrlich kein schöner Anblick. Erst nach dem Ersten Weltkrieg entstand unter der Ägide des 1872 gegründeten Verschönerungsvereins die Burgweganlage nach Plänen von Franz Sales Meyer.

11. Im Jahre 1849 in Kenzingen geboren, kam F.S. Meyer 1866 erstmals nach Meersburg, um am Lehrerseminar seine Ausbildung zum Gewerbeschullehrer zu beginnen. Seit 1878 war er Professor an der großherzoglichen Kunstgewerbeschule in Karlsruhe. Ab 1887 besuchte Meyer regelmäßig im Sommer rnehrere Wochen Meersburg, er war einer der ersten Dauergäste der Stadt. Hier sehen wir Franz S. Meyer (Bildmitte mit weißem Hut), dem 1915 die Meersburger Ehrenbürgerwürde verliehen wurde, im Kreis seiner Familie.

Gruss aus Jv1eersburg

llnterstadt mil tor

12. Ganz allmählich entwickelte sich Meersburg zur Fremdenverkehrsstadt. Gerade in der Unterstadt werden die ersten Anzeichen hierfür sichtbar. Obgleich auf der Postkarte von 1915 noch freilaufende Hühner auf der Unterstadtstraße zu sehen sind, gibt es hier schon Werbeschilder, die hungrigen und durstigen Besuchern den Wegzum Gasthaus weisen.

13. Schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts war Meersburg ein beliebtes Postkartenmotiv. Die Postkarten erwiesen sich als optimale Werbeträger, die den Ruf Meersburgs als malerische Fremdenverkehrsstadt am Bodensee in alle Welt trugen. Erst seit 1905 durften die Postkartenschreiber in Deutschland die Anschriftenseite mit Mitteilungen versehen. So .kornmt es, daß auf älteren Postkarten immer die Bildseite beschrieben ist.

14. Gehen wir weiter in Richtung Westen, kommen wir am Gebäude des Winzervereins vorbei. Im 19. Jahrhundert geriet der Weinanbau am Bodensee aufgrund von Mißernten und Absatzschwierigkeiten in eine Krise. In ihrer Not schlossen sich 1884 die kleineren Meersburger Weinbauern zur Genossenschaft des Winzervereins zusammen. Dieser Verein hat die Aufgabe, die Interessen der Winzer zu vertreten. Er dient dazu, die Anbaumethoden zu verbessern und den Rebleuten einen guten Absatz zu garantieren. Das Gebäude wurde 1890 als Kellereigebäude des Spitalfonds Meersburg errichtet und ging 1923 in den Besitz des Winzervereins über. Die Aufnahme zeigt die Traubenanlieferung im Herbst, damals noch nicht mit Trakteren, sondern mit Pferde- und Ochsenwagen.

15. Seit dem 13. Jahrhundert ist der Weinbau in Meersburg urkundlich bezeugt. Er war einer der wichtigsten Erwerbszweige der Stadtbevölkerung. Vor allem die Fürstbischöfe , das Meersburger Spital. das Konstanzer Spital und die Stadtgemeinde Meersburg waren die größten Rebbesitzer auf Meersburger Gemarkung. Neben den heute bekarmten Rebsorten wie Burgunder, Riesling oder Rulander wurde bis in die fünfziger Jahre unseres Jahrhunderts der 'Elbling' angebaut, ein Weißwein, der selbst in schlechten Jahren noch Erträge brachte. Auf dem Foto aus den 1920er Jahren sehen wir die sogenannten Rebwiber bei der Lese.

16. Hier werfen wir einen Bliek in einen Weinkeller. Dr. Kar! Moll, der zwischen 1919 und 1936 Bürgermeister in Meersburg war, probiert den stadtelgenen Wein, denn auch die Stadt war im Besitz großer Rebflächen und eigener Keller.

17. Im Gebäude in der Unterstadtstraße 3 befand sich das aus dem 16. Jahrhundert stammende Gasthaus Hecht, das um 1805 an das östliche Ende der Unterstadtstraße verlegt wurde. Ein Neubau wurde um 1710 errichtet, an dessen Ostwand sich in einer Nische die Statue des Heiligen Sebastian befindet. Nach einer Legende wurde das Standbild des Schutzheiligen gegen die Pest schon am Vorgängerbau nach der verheerenden Pestepedemie von 1635 angebracht. Da sich die Krankheit nicht weiter als bis zu diesem Haus in Meersburg ausbreitete, stellten die Meersburger zum Dank dafür hier die Statue auf.

18. Das Unterstadttor. das 1325 erstmals urkundlich erwähnt wird, bildet den westlichen Abschluß der Unterstadt. Rechts neben dem Tor befand sich bis 180! das Gasthaus 'Zum Engel'. Im selben Jahr gründete in diesem Gebäude der Rottweiler Bartho!omä Herder die 'Herderische Hofbuchhandlung' mit Druckerei und Büchertauschhandel. AI· lerdings verlegte Herder seinen Betrieb 1807 in die Oberstadt, von wo er bereits 1808 nach Freiburg urnzog.

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