Meersburg in alten Ansichten

Meersburg in alten Ansichten

Auteur
:   Suzanne Satzer-Spree
Gemeente
:   Meersburg
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5409-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Meersburg in alten Ansichten'

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29. Die um 1650 erbaute sogenannte Schloßrnühle , deren Inneres wir hier auf dem Foto schen, war bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts in Betrieb. Das Mahlwerk wurde durch ein oberschlächtiges Rad mit siebzig Schaufeln angetrieben. Innerhalb der Stadt gab es noch vier weitere Mühlen, die aber alle aufgegeben oder abgerissen wurden.

30. Ende des 13. Jahrhunderts veranlaBte Bischof Heinrich von Klingenberg eine Stadterweiterung. die sogenannte Usserstadt entstand. Die Usserstadt wurde ummauert und an der Stelle des heutigen Hauses Nr. 16 in der SteigstraBe endete die damals neue Stadtmauer. Das Haus Nr. 16 wurde 1723 gebaut. Am Anfang des 20. Jahrhunderts richtete hier OHo Hanser einen Kolonialwarenhandel ein, der auf unserem Foto aus den zwanziger Jahren zu sehen ist.

31. Etwas weiter bergauf sehen wir auf der linken Seite die eindrucksvollen Fachwerkhäuser der sogenannten Fülle. Bis in die Mitte der 1930er Jahre war das prächtige Fachwerk der Häuser aus dem 18. Jahrhundert verputzt und der Laubengang zugemauert. Die Anwohner nutzten den Gang als zusätzlichen Stauraum .

32. Vor der Fülle links beginnt die Winzergasse mit ihren zahlreichen Rebbauernhäusern. Früher hieß die Gasse einmal Kirchgasse, da sie direkt zur Kirche führt. Im Haus Winzergasse 24 soll sich um 1300 eines der vier Gebäude des Heilig-Geist-Spitals Meersburg befunden haben. Auf der Aufnahme , die um 1900 entstand. sind deutlich die 'Misten' zu sehen. die damals die Häuser 'zierten'. Als nach dem Ersten Weltkrieg Meersburg nach und nach zur Fremdenverkehrsstadt ausgebaut werden sollte, paßten die Bauernhöfe nicht mehr in die Stadt. Um die Bauern zum Verlassen der Innenstadt zu bewegen, gab die Stadtverwaltung die Allmendplätze frei und stellte diese den Bauern als Bauplätze zur Verfügung. In den Jahren 1919 bis 1927 entstanden so 35 neue Häuser auf Meersburger Gemarkung außerhalb der Altstadt.

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33. So sah am Anfang des 20. Jahrhunderts eine typische Bauernfamilie in Meersburg aus. Auch die Kinder mußten bei der alltäglichen Arbeit auf dem Feld mithelfen, für den Schulbesuch blieb im Sommer daher oft keine Zeit.

34. Durch die Winzergasse hindurch führt uns unser Weg zum ehemaligen Mesmerhaus, das von Joharm Michael Busch 1804 gebaut wurde. Schon in seinem 1686 errichteten Vorgängerbau lebte die Familie Busch, die seit fünf Generationen den Mesmerdienst in Meersburg versah. Da die Mesmer auch immer nebenher Landwirtschaft betrieben, waren im Erdgeschoß Ställe und Tenne untergebracht, die auf dem Foto, das um 1920 entstand, noch zu erkennensind.

35. Am Ende der Winzergasse stoßen wir auf das ehemalige Dominikanerinnenkloster. Um 1475 erbaut, erhielt das Gebäude in Zuge der Klostererweiterung 1709 sein barockes Aussehen. Seit 1784 wurden hier die Meersburger Mädchen unterrichtet. Zunächst übernahmen Dominikanerinnen die Erziehung, bis 1862 die Klosterschule der Staatsaufsicht unterstellt wurde. Heute sind in diesem Gebäude die Kur- und Verkehrsverwaltung, die Stadtbücherei, die Bibelgalerie, der KIosterkeIler und das Stadtrnuseum untergebracht.

36. Gleich hinter der Stadtmauer, neben dem sogenannten Pfarrhausturm, stand eine kleine ÖlmühIe, auch Kreuzmühle genannt. Seit 1659 wurde hier Korn gemahlen; im 19. Jahrhundert wurde die Mühle zu einer Ledergerberei mit Ölmühle umgewandelt. 1909 brannte das Gebäude ab und wurde nicht wieder aufgebaut.

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37. Verlassen wir nun die Altstadt und wir begeben uns hinaus zur Friedrichshöhe. Von hier aus haben wir einen schönen Bliek auf die Oberstadt und die katholische Pfarrkirche. Bei der Kirche handelt es sich für Meersburger Verhältnisse um einen Neubau, denn in seiner heutigen Form entstand das Gebäude erst zwischen 1829 und 1833. Auf der Postkarte von 1909 ist der Straßenverlauf, wie er bis in die 1970er Jahre erhalten blieb, zu sehen.

38. Wenden wir uns auf unserem Rundgang nun nach Westen und gehen den Droste-Hülshoff-Weg entlang, so erreichen wir bald die hoch über dem See gelegene Villa Ödenstein. Hier lebte die Kunstmalerin Kasia von Szardurska. Die aus Rußland stammende Künstlerin heiratete 1910 den Meersburger Otto Ehinger, mit dem sie nach dem Ersten Weltkrieg nach Meersburg zog. Kasia von Szardurska war eine anerkannte Portraitistin und IJIustratorin. So arbeitete sie jahrelang beim 'Bodenseebuch' mit und beteiligte sich mehrfach an Ausstellungen im Konstanzer Kunstverein.

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