Meersburg in alten Ansichten

Meersburg in alten Ansichten

Auteur
:   Suzanne Satzer-Spree
Gemeente
:   Meersburg
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5409-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Meersburg in alten Ansichten'

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39. Gehen wir wieder zurück zur Daisendorfer Straße und folgen ihr ein Stückchen Richtung Daisendorf. So kommen wir zum Gasthaus Schützen. Hier gab es früher nicht nur eine Kegelbahn im Garten hinter dem Haus; nach einer anstrengenden Kegelpartie konnten die Gäste hier ihren Durst mit Bier aus der Schützenbrauerei stillen. Das Foto wurde am Fasnachtsmontag 1909 aufgenommen und zeigt Mitglieder des Narrenvereins Meersburg als Königspaar mit Hofstaat.

40. Die Mesmerstraße hinauf gelangen wir zum Friedhof. 1682 wurde der Friedhof vom Kirchhof bei der katholischen Pfarrkirche an den heutigen Platz verlegt. Die aus dem frühen 16. Jahrhundert stammende Friedhofskapelle diente zunächst den Kranken des Meersburger Leprosoriums als Zufluchtsort, erst nach der Verlegung des Gottesackers wurde sie als Friedhofskapelle genützt. Auf dem Friedhof finden sich unter anderem die Gräber von Annette von Droste-Hülshoff, Josef von Laßberg, Franz Anton Mesmer und Fritz Mauthner.

41. Unser Foto aus den 1880er Jahren zeigt das eigentümliche Grab des 1815 in Meersburg verstorbenen Arztes Franz Anton Mesmer. Das Grabmal des Entdeckers des tierischen Magnetismus stammt von dem Konstanzer Bildhauer Sporer. Oben auf dem dreikantigen Marmorblock befindet sich eine Magnetnadel, an den Seiten sind Inschriften und Sternbilder zu sehen, die an das Werk des bedeutenden Arztes erinriem.

42. Ebenfalls vor den Toren der Altstadt , hoch über dem Bodensec. liegt das Fürstenhäusle. Die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff erwarb 1843, fünf Jahre vor ihrem Tod, dieses im frühen 17. Jahrhundert von Fürstbischof Jakob Fugger erbaute Lusthäuschen. Hier im Fürstenhäusle entstand gut 100 Jahre später die Idee eines Dichterinnen-Preises: 1956 initiierte Freifrau Baronin von Bothmer den Droste-Preis, der seit 1962 regelmäßig von der Stadt Meersburg an deutschsprachige Autorinnen verliehenwird.

43. Kehren wir nun wieder in die Oberstadt zurück und betreten wir diese durch das Obertor. Vor diesem wichtigsten Stadttor verlief bis in die 1970er Jahre der heute noch erkennbare Stadtgraben. Besucher mußten zuerst eine Brücke überqueren, ehe sie das Tor passieren konnten. Am Obertor. das hier schon im 14. Jahrhundert stand, befand sich seit dem 15. Jahrhundert die erste städtische Uhr.

44. Durch das übertor hindurch erreichen wir den Marktplatz. König Heinrich (VII.) verlieh 1233 dem Bischof Heinrich von Tanne das Recht in Meersburg einen Weehenmarkt einzurichten. Zunächst wurde hier auf dem Marktplatz in der überstadt Markt gehalten, bis dann im 14. Jahrhundert der Markt in die Unterstadt verlegt wurde. Seit dem 19. Jahrhundert waren, wie auch auf dem Foto von 1913 zu sehen ist, um den Marktplatz zahlreiche Wirtshäuser und verschiedene Kaufleute , so die Kaufhandlung Leonhard Freyheit oder der Kaufmann Zimmermann, angesiedelt.

45. Unterhalb des Obertors am Marktplatz liegt das altehrwürdige Gasthaus 'Bären'. Der 'Bären' gilt als eines der ältesten Gasthäuser in Deutschland, lassen sich seine Ursprünge doch mit hoher Wahrscheinlichkeit bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgen. Der Bären diente seit 1510 mit kurzen Unterbrechungen der Bürgergesellschaft der 101 Bürger von Meersburg als Versammlungslokal. In dem Gebäude befand sich auch die Großherzoglich Badische Post. Auf dem Foto aus den 1880er Jahren kann man bei genauem Hinsehen auf dem Erker unterhalb des Daches noch die Aufschrift 'Post' erkennen.

46. Bereits im 16. Jahrhundert befand sich im Gebäude des heutigen 'Löwen' eine Herberge. Der badische Generalleutnant Joharm Baptist Lingg von Linggenfeld, der 1807 die Stadt Hersfeld vor der Zerstörung durch die Truppen Napoleons bewahrte, war der Sohn der Wirtsleute Lingg, die am Ende des 18. Jahrhunderts den 'Löwen' führten. Auch im IS. Jahrhundert stand hier ein Gebäude. Es gehörte Simon Weinzürn, der 1475 zum Bürgermeister gewählt wurde. Unter seiner Führung karn es zur letzten Erhebung der Meersburger Einwohner gegen ihren geistlichen Stadtherrn, den Bischof. Der Aufstand wurde von bischöflichen Truppen niedergeschlagen, Weinzürn wurde ertränkt und die Hoffnung der Meersburger auf Reichsunmittelbarkeit mußte ein für alle Mal begraben werden.

47. Seit 1897 befindet sich in diesem prächtigen Fachwerkhaus aus dem Jahre 1677 ein Ladengeschäft. Der ehemalige Hausbesitzer Kaufmann Stefan Schneider, der bis zu seinem Tod 1934 sein Geschäft führte, ließ als Werbung extra diese Postkarte anfertigen.

Meersburg - Haus Stefan Schneider

48. Wo heute die Volksbank ihr Domizil gefunden hat, stand bis 1978 das Gasthaus 'Gerrnania'. Hier trafen sich die Meersburger zum Kartenspielen und am Sonntag ging man zum Kegeln in den Gerrnaniagarten außerhalb der Stadt. Unser Foto aus den 1890er Jahren zeigt den Bauzustand vor 1905. Bei einem Brand 1905 fiel das Gebäude in Schutt und Aschc, wurde dann aber wieder neu aufgebaut.

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